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Dynamo Dresden: Die Reserven liegen in der Defensive

Dynamo Dresden: Die Reserven liegen in der Defensive

Ende gut, alles gut? Natürlich waren alle bei Dynamo erleichtert, dass Mickael Poté mit seinem achten Saisontreffer beim 2:2 in Rostock in letzter Sekunde noch für einen versöhnlichen Abschluss vor der Winterpause sorgte.

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Seine Mannschaft punktete in Rostock noch einmal in letzter Sekunde, dennoch war Dynamo-Trainer Ralf Loose nach dem 2:2 nicht wirklich glücklich.

Quelle: picture point

Rostock/Dresden . Von Jochen Leimert

Rostock/Dresden (DNN). Ende gut, alles gut? Natürlich waren alle bei Dynamo erleichtert, dass Mickael Poté mit seinem achten Saisontreffer beim 2:2 in Rostock in letzter Sekunde noch für einen versöhnlichen Abschluss vor der Winterpause sorgte. "Die Moral ist intakt, wir kommen immer wieder zurück", bemerkte Trainer Ralf Loose anerkennend. Rundum zufrieden war der Perfektionist mit dem Abschluss der um zwei Rückrundenspiele ergänzten Hinrunde aber dennoch nicht.

"Was ich kritisch anmerken muss, sind natürlich die vielen Gegentore. Für weiteren Erfolg und eine bessere Bilanz ist vonnöten, das abzustellen", sagte Loose, dessen Mannschaft nur in zwei von 19 Spielen (4:0 gegen Union, 2:0 in Braunschweig) ohne Gegentreffer auskam. Dass es in Rostock schon nach 31 Sekunden hinten klingelte, wurmte ihn auch nach dem Abpfiff noch. "Für mich ist es so, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Defensive liegt. Und wenn du dann auf den Platz gehst und Tore kassierst, wo eigentlich keine Gefahr besteht, dann ist das sehr ärgerlich und das beruhigt natürlich auch nicht die Nerven der Stürmer beim Abschluss", wetterte Loose. Wie diese Schaltpause zu erklären ist, das wusste der Coach auch nicht: "Ich bin vielleicht etwas zu früh rausgegangen, weil ich noch über das ganze Feld gehen musste. Ich war schon sieben Minuten unten und weiß nicht, was die Spieler noch getrunken haben vorm Rausgehen."

Bei allem Unmut über die Schlafeinlagen im Abwehrverhalten konnte sich der Trainer aber auch über mehr als nur die für einen Aufsteiger allemal vorzeigbaren 22 Punkte (33:34 Tore) und Platz elf zur Winterpause freuen. "Für die Schwierigkeiten, die wir vor der Saison hatten, haben wir eine tolle Hinrunde gespielt - inklusive der zwei Spiele. Wir haben offensiven Fußball gespielt, die Spielgeschwindigkeit, das Tempo hat sich enorm erhöht im Laufe der Saison. Wir haben durch die Neueinkäufe der Stürmer an Torgefahr hinzugewonnen."

Das Saisonziel nach oben zu korrigieren - daran verschwendet Loose keinen Gedanken. "Für Dynamo zählt schlicht und ergreifend mit dem Budget und allem drum und dran der Klassenerhalt. Wir wissen, dass wir viele Probleme haben, wissen auch, dass unsere Mannschaft immer am Limit spielen muss, um Punkte zu sammeln. Man darf nicht vergessen, wir haben wieder zwei Tore kassiert, ohne dass der Gegner großen Druck aufbauen konnte." Den Schnitt von 1,78 Gegentreffern pro Spiel hofft er, in den restlichen 16 Spielen deutlich zu senken.

Dass Dennis Eilhoff und dann Wolfgang Hesl 34 Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen mussten, sieht Loose keineswegs als unvermeidlichen Preis für das von ihm geforderte Offensivspiel an. Individuelle Fehler seien die Ursache, "dass wir nicht präsent sind, nicht im richtigen Moment zum Ball gehen oder nicht die Robustheit im Zweikampf an den Tag legen, die Tore dann verhindern. Das hat nichts mit offensivem Fußball zu tun", glaubt er. Im Gegenteil ist er sogar davon überzeugt, "dass wir, wenn häufiger hinten die Null stehen würde, noch offensiver spielen könnten". Dann hätten die Dynamo-Fans noch mehr Spaß an ihrer Mannschaft.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.12.2011

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