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Dynamo Dresden: Die Kartenflut ist abgeebbt

Dynamo Dresden: Die Kartenflut ist abgeebbt

Fünf Punkte aus vier Spielen seit der Winterpause - damit hält Dynamo Dresden Anschluss an die Nichtabstiegszone. Unter dem neuen Trainer Peter Pacult hat sich der Verein stabilisiert, ist mit drei Punkten Rückstand auf Rang 15 weiter chancenreich im Rennen um den Klassenerhalt.

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So wie hier Romain Brégerie mit Peter Gagelmann scheinen die Dynamos derzeit besser mit den Schiedsrichtern auszukommen.

Quelle: imago/Robert Michael

Ein Grund dafür ist: Dynamo tritt disziplinierter auf, handelt sich bei den Schiedsrichtern kaum noch Karten ein, schwächt sich nicht mehr selbst.

Es ist noch nicht lange her, da kassierten die Schwarz-Gelben reihenweise Platzverweise. Drei Rote und vier Gelb-Rote Karten hagelte es in der Hinrunde. Innenverteidiger Romain Brégerie flog sogar zweimal vom Platz. Und jetzt? Nur vier Gelbe zeigten die Referees den Dresdnern in den letzten vier Spielen - keine Mannschaft in der Liga kam auf weniger, die Kölner kassierten indes dreimal so viele. Und Rot oder Gelb-Rot gab es für Dynamo auch nicht mehr. Der Bremer Referee Peter Gagelmann zückte beim 3:1 gegen Sandhausen sogar keinen einzigen Karton gegen die Dresdner.

Ohne Zweifel hatte die Mannschaft über den Jahreswechsel viel Zeit, über die eigenen Fehler nachzudenken. Aber auch das Auftreten des neuen Trainers zeigt offenbar Wirkung. Peter Pacult gilt als Disziplinfanatiker und genießt Respekt. Der Wiener betonte schon bei seinem Amtsantritt: "Ich habe den Spielern gesagt, dass ich gewisse Dinge fordere: u.a. Pünktlichkeit, Disziplin, was - glaube ich - ein bisschen verloren gegangen ist."

Eine Verschärfung des Strafenkataloges brauchte Pacult nicht, um seiner Forderung Gewicht zu verleihen. Für einen Platzverweis muss keiner mehr als bisher zahlen. Aber, dass Pacult im Trainingslager vier Spieler aussortierte, den Kapitän wechselte und Stammspieler wie Robert Koch oder Filip Trojan ohne Erklärung mal auf die Tribüne setzte, hat bei den Profis die Sinne geschärft. "Seine Art repräsentiert schon, dass man bei ihm nicht aus der Reihe tanzen sollte. Sonst kriegt man Probleme. Das scheint schon alleine zu helfen", glaubt Linksverteidiger Sebastian Schuppan.

Routinier Cristian Fiel meint zwar: "Es hätte nach fünf Platzverweisen in fünf Spielen jeder Trainer der Welt gesagt, es wäre nicht schlecht, mal ein Spiel mit elf Mann zu beenden." Die Frage ist nur, ob jeder Trainer damit Gehör gefunden hätte. Dem unnahbaren, wortkargen Pacult ist es offenbar gelungen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.03.2013

Jochen Leimert

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