Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Dritter Auswärtssieg für Dynamo - Schwarz-Gelb gewinnt gegen geschwächte Bochumer

Dritter Auswärtssieg für Dynamo - Schwarz-Gelb gewinnt gegen geschwächte Bochumer

Die Reise ins Revier hat sich für Dynamo Dresden gelohnt: Im Rewirpower-Stadion bezwangen die Schwarz-Gelben vor 14 498 Zuschauern den ersatzgeschwächten VfL Bochum mit 2:0 (1:0).

Mit dem dritten Auswärtssieg der Saison baute der Aufsteiger seinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf nun schon zwölf Punkte aus. "Wir haben unsere Chancen sehr gut verwertet. Es gab auch Phasen, wo unser Torwart sehr gut reagiert hat, dass wir nicht mehr großartig in Gefahr geraten sind, das Spiel zu verlieren. Ich bin natürlich sehr froh, denn es war nicht damit zu rechnen, dass wir gerade hier in Bochum drei Punkte mitnehmen", resümierte Dynamo-Trainer Ralf Loose nach der Partie zufrieden. Er freute sich zudem über das zweite Zu-Null in Folge. Der erneute "Dreier" bedeute zwar noch nicht den Klassenerhalt, aber man sei mit den Punkten "einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung" voran gekommen.

Dynamo ging mit der gleichen Elf wie beim 2:0-Sieg gegen Duisburg in die Partie, Loose ließ Mickael Poté zunächst draußen und schenkte wieder dem schon gegen den MSV als Torschütze erfolgreichen Pavel Fort das Vertrauen. "Wer gut gespielt hat, der spielt wieder", hatte Loose in der Vergangenheit schon häufiger betont. Und auch ohne Poté, dem noch die Länderspielreise nach Äthiopien in den Knochen steckte, ließ sich die Begegnung zweier Tabellennachbarn gut für die Dresdner an. Schon in der 11. Minute hieß es 1:0 für die Gäste, nachdem Romain Brégerie mit einem weiten Pass Zlatko Dedic geschickt und ausgerechnet die Bochumer Leihgabe mit rechts die Führung erzielt hatte. "Das war eine super Woche für mich", strahlte Dedic, der am Mittwoch schon in Sloweniens Startelf zurückgekehrt war. Robert Koch hätte gleich nachlegen können, scheiterte nach einem tollen Konter über Filip Trojan an VfL-Keeper Andreas Luthe (16.). Der Schlussmann der Bochumer musste auch bei einem Kopfball von Sebastian Schuppan engreifen, als Kapitän Cristian Fiel eine Ecke hereingegeben hatte (22.). Sieger blieb Luthe erneut, als Dedic Matias Concha attackierte und ihm den Ball wegspitzeln wollte (25.).

Bochum, von etlichen Verletzungsausfällen und Sperren arg dezimiert, kam nur schwer in die Gänge. Kurzfristig war auch noch Spiellenker Giovanni Federico mit einer Magen-Darm-Verstimmung ausgefallen. Erst in der 26. Minute schoss mal ein Blau-Weißer aufs Tor: Benjamin Kirsten parierte aber den Ball von Mimoun Azaouagh. Als dann der Georgier Nika Gelashvili in den Strafraum stürmte und vor Kirsten abhob, forderten die Bochumer Anhänger einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Robert Kempter ging nicht darauf ein (29.). Gelashvili setzte gleich nach, köpfte knapp am rechten Posten vorbei (37.). Ihn bekam die Dresdner Innenverteidigung nicht in den Griff. Das Spiel schien langsam zu kippen, doch Dynamo hielt nach ein paar schwachen Minuten plötzlich wieder dagegen. Sebastian Schuppan flankte in den Strafraum, Fort köpfte vorbei (38.). Fort versuchte sich dann zu revanchieren, legte am Strafraum für Schuppan auf, doch der Linksverteidiger verzog deutlich (42.). Auch der Ex-Bochumer Trojan kam noch einmal in Position, schoss aber am linken Pfosten vorbei (44.).

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine, und Dynamo schockte die Truppe von Trainer Andreas Bergmann ein zweites Mal: Brégerie lupfte den Ball nach vorn, Fort startete aus abseitsverdächtiger Position, spielte Luthe aus und erzielte sein fünftes Saisontor (47.). "Wir haben die Tore im richtigen Moment gemacht", freute sich Filip Trojan. Zwei Minuten später aber meldete sich der VfL noch einmal zurück, zeigte, dass er sich noch nicht geschlagen geben wollte. Gelashvili stieg im Strafraum frei zum Kopfball hoch, Kirsten aber reagierte auf der Linie blitzschnell und entschärfte das Geschoss aus Nahdistanz (49.). "Er hat unglaublich gehalten", lobte Brégerie später seinen Keeper.

Loose brachte noch Poté und klatschte Fort draußen ab (61.). Fürs Konterspiel ist der Nationalspieler des Benin einfach besser geeignet als der Tscheche, der zuvor einen prima Job erledigt hatte. In der 70. Minute durfte auch Dedic runter, für ihn kam Clemens Walch. Bochum wehrte sich zwar tapfer, hatte durch Gelashvili auch noch eine gute Gelegenheit (67./vorbei), doch wirklich in Gefahr geriet der Sieg der Loose-Elf nicht mehr. Der Dresdner Coach brachte noch Florian Jungwirth für Vujadin Savic, der wie Poté und Dedic am Mittwoch ebenfalls schon im Länderspieleinsatz gewesen war. Der Bayer half noch ein paar Minuten mit, das 2:0 zu sichern, dann durften die Schwarz-Gelben die Arme hochreißen und mit den 2500 mitgereisten Fans feiern.

Jochen Leimert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr