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Dresdnerin Tina Punzel wird WM-Sechste vom Einmeterbrett

Dresdnerin Tina Punzel wird WM-Sechste vom Einmeterbrett

Nach dem letzten Sprung einer spannenden Ein-Meter-Konkurrenz wartete Tina Punzel gespannt auf die Wertung, auch wenn die Europameisterin vom Drei-Meter-Brett nichts mit der Medaillenvergabe zu tun hatte.

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Tina Punzel freut sich über WM-Rang sechs.

Quelle: David Ebener

Sie wurde Sechste. "Das war jetzt nicht mein Hauptwettkampf", erklärte die Schülerin und nahm ein "gutes Gefühl" mit. Auf einem Fernseher hinter der Sprunganlage blinkte das Ergebnis auf: Gold für Chinas He Zi mit 307,00 Punkten - und nur 0,1 Zählern Vorsprung auf die Italienerin Tania Cagnotto. "Das ist so knapp da vorne", sagte Punzel und unterstrich ihre Worte mit der typischen Geste für knapp mit Daumen und Zeigefinger. Dritte wurde die Chinesin Wang Han (297,75), die 17-jährige Punzel selbst durfte einen Tag nach der verfehlten Überraschung ihres Freundes Oliver Homuth vom Einmeterbrett mit ihrer Vorstellung zufrieden sein.

So sah es auch Bundestrainer Lutz Buschkow. "Ein sehr schönes Ergebnis. Eine gute Motivation für ihren Drei-Meter-Wettkampf", sagte Buschkow, der sich nicht an eine so enge Gold-Entscheidung bei einem WM-Wettkampf erinnern konnte. "Das ist schon relativ knapp", sagte auch der Leistungssportdirektor.

Auf der Tribüne saßen Tinas Eltern und fieberten mit. "Ich bin zweimal gut durchgesprungen, die Anläufe klappten. Das gibt mir Sicherheit fürs Drei-meterbrett", meinte die Dresdnerin und ergänzte: "Die Sonne und die Hitze haben mich nicht zu sehr gestört. Ich bin immer wieder zwischendurch kurz ins Wasser gegangen, dort ist es angenehm, so lässt es sich aushalten."

Wegen technischer Probleme musste Tina Punzel vor ihrem vorletzten Sprung minutenlang in der prallen Sonne warten. Sie ließ sich davon aber nicht verunsichern, tauchte ihr Tuch ins Wasser und legte es sich über den Kopf. Zu ihrem Wettkampf-Programm erklärte sie: "Wir haben uns entschieden, die große Auerbachschraube wegzulassen und dich sichere Variante zu wählen. Das hat sich ausgezahlt. Ich war in der Vorbereitung etwas am Rücken verletzt und konnte die schwere Schraube nicht üben. Aber in Zukunft will ich den Sprung stabilisieren" Trainer Boris Rozenberg bestätigte Tinas Sicht: "Für die große Schraube braucht man einen gesunden Rücken."

Zum knappen Ausgang an der Spitze meinte die Springerin: "Ich hätte es Tania Cagnotto gegönnt, dass sie Weltmeisterin wird. Es ist in unserer Sportart immer etwas besonderes, wenn die Chinesen nicht gewinnen. 0,1 Punkte Unterschied zu Gold - das ist natürlich bitter." Neben ihrem eigenen Wettkampf hatte Tina auch Aufbauarbeit bei ihren Freund Oliver Homuth zu leisten, der am Vortag vom ersten auf den zehnten Platz zurückgefallen war: "Oli war geknickt, aber solche Fehler gehören zu unserem Sport dazu."

Heute steht keine Wassersprung-Entscheidung auf dem WM-Programm. Allerdings kämpfen Maria Kurjo und Kieu Duong im Vorkampf vom Turm. In dieser Disziplin werden die Medaillen in Barcelona morgen vergeben.

Das Sychron-Duo Patrick Hausding/Sascha Feck fand im vierten Sprung vom Dreimeterbrette gestern nicht den richtigen Dreh. Nach dem verpatzten dreieinhalbfachen Delfinsalto war die mögliche WM-Medaille futsch. Zwar rückte das Duo aus Berlin und Leipzig noch auf Rang vier vor, doch es waren wahrhaft mehr als 411,27 Punkte drin gewesen. Es gewannen Qin Kai/He Chong aus China mit 448,86 Zählern vor der russischen Kombination Jewgeni Kusnezow/Ilja Sacharow (428,01) und den Mexikanern Jahir Ocampo/Rommel Pacheco (422,79). Hausding und Feck, 2009 und 2011 jeweils WM-Fünfte, gelang aber die Rehabilitation für die verpasste Qualifikation für die Olympischen Spiele in London.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.07.2013

dpa/DNN/fs

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