Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Google+
Dresdner träumen von einer WM im Shorttrack

Große Pläne Dresdner träumen von einer WM im Shorttrack

Das deutsche „Shorttrack-Mekka“ Dresden hat am vergangenen Wochenende seinem Ruf wieder einmal alle Ehre gemacht. Mehr als 6000 Besucher sorgten beim Weltcup in der Energieverbund-Arena an den drei Wettkampftagen nicht nur für einen neuen Zuschauerrekord, sondern für Gänsehautfeeling pur.

Quelle: dpa

Dresden.  Das deutsche „Shorttrack-Mekka“ Dresden hat am vergangenen Wochenende seinem Ruf wieder einmal alle Ehre gemacht. Mehr als 6000 Besucher sorgten beim Weltcup in der Energieverbund-Arena an den drei Wettkampftagen nicht nur für einen neuen Zuschauerrekord, sondern für Gänsehautfeeling pur. Die Läuferinnen und Läufer aus über 30 Ländern wurden bei ihrer Rundenhatz durch rhythmisches Klatschen unterstützt, die Sieger frenetisch gefeiert, obwohl keine einheimischen Athleten darunter waren. „Diese stimmungsvolle Kulisse findet man fast nirgends“, sagt nicht nur der Dresdner Christoph Schubert, selbst die Superstars der Szene, wie der kanadische Olympiasieger Charles Hamelin fühlen sich in Dresden wohl.

Uwe Rietzke, DESG-Vizepräsident und zugleich einer der „Väter“ dieser Veranstaltung, durfte sich auch diesmal wieder über sehr viel Lob freuen: „Die Verantwortlichen des internationalen Verbandes ISU und auch viele Aktive haben in höchsten Tönen geschwärmt, sowohl von der Qualität des Eises als auch von der gesamten Organisation“, berichtet Rietzke nicht ohne Stolz. Deshalb ist es keinesfalls vermessen, dass die Dresdner Organisatoren nun einen großen Traum in die Tat umsetzen wollen.

„Wir richten im kommenden Jahr erneut einen Weltcup aus, im Olympia-Jahr 2018 folgt zum dritten Mal in unserer Halle eine Europameisterschaft. Da ist es nur der nächste logische Schritt, auch an eine WM zu denken“, erklärt der Dresdner, der sogar einige Vorteile sieht: „Bei einer WM gibt es ein begrenztes Teilnehmerfeld und die Teams bekommen die Übernachtung vom internationalen Verband bezahlt. Für uns wird damit alles noch besser planbar. Dazu erhoffen wir uns natürlich eine noch größere Medienaufmerksamkeit, vor allem auch durch das Fernsehen.“ Frühestens möglich wäre das 2019, denn die WM 2017 ist schon an Amsterdam (Niederlande) und die von 2018 an Montreal (Kanada) vergeben.

Allerdings sieht Rietzke auch ein Problem, das es vorher zu lösen gilt: „Eine WM, die meist im März stattfindet, würde in die Zeit der Eishockey-Play-offs fallen. Daher müssen wir erst einmal mit den Verantwortlichen im Eishockey die Terminfrage klären.“ Und was die Erfolgsaussichten der deutschen Shorttracker angeht, die sicher bei einer EM deutlich größer als bei einer WM sind, ist Uwe Rietzke optimistisch: „Bis dahin sollten zumindest unsere jungen Damen so weit sein, um auch bei einer WM vorn mitzumischen.“ Doch das bleibt im Moment noch Zukunftsmusik. Zumindest für die EM 2018, die vom 12. bis 14. Januar in Elbflorenz stattfindet, sieht der DESG-Vizepräsident schon gute Chancen für Läuferinnen wie Anna Seidel oder Bianca Walter. „Diese EM wird zudem wieder unter einem besonderen Stern stehen, denn sie ist für viele Athleten die Generalprobe für Olympia“, freut sich Rietzke schon jetzt auf ein attraktives Teilnehmerfeld.

Von Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr