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Dresdner Wasserspringer werden nach ihrer Rückkehr von der EM in Rostock gefeiert

Dresdner Wasserspringer werden nach ihrer Rückkehr von der EM in Rostock gefeiert

Martin Wolfram staunte: "Mit einem solchen Empfang hätte ich wirklich nicht gerechnet." Spontan hatte der Dresdner SC gestern mit Vertretern der Stadt und des Stadtsportbundes in der Springerhalle am Freiberger Platz zu einem Empfang für die frischgebackenen Europameister Martin Wolfram, Sascha Klein sowie Tina Punzel, die in Rostock Silber und Bronze gewann, geladen.

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Dresdens erfolgreiche EM-Teilnehmer Martin Wolfram, Tina Punzel und Sascha Klein (v.l.n.r.) stiegen extra für den DNN-Fotografen noch einmal ins Wasser.

Quelle: M. Rietschel

Das Erfolgstrio durfte sich über Blumen und Geschenke freuen. Auch Pechvogel Timo Barthel, der sich bei seiner EM-Premiere verletzte, bekam von DSC-Vizepräsident Lars Rohwer als Trost eine Tafel Schokolade überreicht.

DSC-Ehrenpräsident Günther Rettich, seit vielen Jahren Abteilungschef der Wasserspringer, strahlte: "So viel Edelmetall haben wir höchstens mal bei Nachwuchs-Titelkämpfen feiern können, aber noch nie bei einer EM. Der Sieg von Martin Wolfram war am Sonnabend für mich das schönste Geschenk zum 73. Geburtstag." Tina Punzel strahlte ebenfalls: "Es ist ein schönes Gefühl, dass unsere Leistungen so wertgeschätzt werden und dass wir als Randsportart immer mehr Aufmerksamkeit bekommen", so die 19-Jährige, die gestern noch ihr Kleid für den Abi-Ball am 10. Juli kaufen wollte und sich jetzt auf vier freie Tage freut. "Es war schon viel Stress in letzter Zeit mit Wettkämpfen und Abi-Prüfungen. In Rostock habe ich dann erfahren, dass ich mit einen Durchschnitt von 1,5 abgeschnitten habe. Damit bin ich ganz zufrieden. Jetzt will ich mal den Kopf frei bekommen, dann geht es bereits am Montag zum nächsten Lehrgang nach Belek in der Türkei", verriet Punzel, die ihr Programm bis zur WM in fünf Wochen im russischen Kasan noch aufstocken will: "Dort geht es in erster Linie um einen Quotenplatz für Olympia. Dafür muss man im Einzel unter die besten Zwölf kommen", so Punzel. Sie schrieb wie ihre beiden Vereinsgefährten fleißig Autogramme für die jüngsten DSC-Talente und fühlte sich dabei an ihre Kindheit erinnert: "Damals kamen Annett Gamm und Christin Steuer auch erfolgreich von einer EM und wir haben ihre Medaillen bestaunt."

Sascha Klein, der nach seinem achten EM-Gold im Turm-Synchron (mit Patrick Hausding) jetzt vier Tage bei Ehefrau Franzi in Aachen Kraft tankt, verriet eines der wichtigsten Geheimnisse der Dresdner Erfolge. "Ich habe mich sehr über den Sieg von Martin Wolfram gefreut. Wir trainieren seit 2010 gemeinsam und es ist schön, dass jetzt jemand nachkommt. Ich finde es auch gut, dass er meinen Punkterekord gebrochen hat", beschreibt der 29-Jährige das kameradschaftliche Klima in der Trainingsgruppe von Meistermacher Boris Rozenberg. Klein, der nach den Olympischen Spielen in Rio seine Karriere beendet, meinte mit Blick auf die WM: "Ich hoffe, dass mein Rücken langsam besser wird und ich ab nächster Woche den Trainingsumfang erhöhen und in Kasan auch im Einzel starten kann."

Martin Wolfram genoss den Beifall gestern besonders: "Ich schwebe immer noch auf Wolke sieben und es fällt mir schwer, abends einzuschlafen. Aber ich werde mich ab Montag wieder voll auf die WM fokussieren", so der Elbestädter, der sich über die Begeisterung des DSC-Nachwuchses ebenfalls freute: "Es ist schön, wenn man die Jugend inspirieren kann, noch etwas härter zu trainieren, um selbst mal solche Erfolge zu feiern."

Astrid Hofmann

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