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Dresdner Wasserspringer-Duo Tina Punzel/Sascha Klein holt Silber zum Start der Heim-EM

Dresdner Wasserspringer-Duo Tina Punzel/Sascha Klein holt Silber zum Start der Heim-EM

Als Sascha Klein sauber eingetaucht war und das Silberwerk vollbracht hatte, applaudierte Tina Punzel ihrem Kollegen an der anderen Ecke des Sprungbeckens gemeinsam mit den 400 Zuschauern und Teilnehmern.

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Dresdner Erfolgsteam: Tina Punzel und Sascha Klein zeigen nach dem Finale im Team-springen ihre Silbermedaillen.

Quelle: Jens Büttner, dpa

Dann gingen die beiden Wasserspringer vom Dresdner SC aufeinander zu - und es gab eine sanfte Umarmung. Die Silbermedaille im Teamwettbewerb hinter dem übermächtigen Duo aus der Ukraine werteten die Beteiligten und Trainer wenig später als gelungenen Auftakt der sechstägigen Heim-Europameisterschaften in Rostock.

Da Frauen und Männer wegen der unterschiedlichen Athletik und Sprunghöhe keine Synchronsprünge absolvieren, wurde 2010 diese Mannschafts-Form ins Programm eingefügt, in der Männlein und Weiblein in sechs Sprüngen abwechselnd von Brett und Turm ihr Können zeigen. Das deutsche Duo lag die ganze Zeit auf dem zweiten Rang, der nur einmal in Gefahr geriet, als die 17-Jährige bei ihrer EM-Premiere auf den Vorwärtssalto nur Noten um 5,5 erhielt. "Ich war etwas zu vorsichtig, deshalb wurde es nur ein Mittelklasse-Sprung. Aber ich bin froh, dass es keine totale Ratze war", sagte die Schülerin, die sich auf ihren zehn Jahre älteren Teampartner absolut verlassen konnte.

Für Sascha Klein war es die elfte EM-Medaille seit 2006. "Seine Sprünge kamen perfekt. Es hat Spaß gemacht, mit Sascha zu springen. Wir haben uns zwischendurch unterhalten, er hat mir ein paar Tipps gegeben. Dadurch war ich nur am Anfang ziemlich nervös", erzählte die glückliche Elbestädterin. Auch wenn der ehemalige Aachener erwartungsgemäß die Kastanien aus dem Feuer holte, sagte Bundestrainer Lutz Buschkow: "Eine Mannschaft ist immer so gut wie ihr schwächstes Glied. Insofern haben beide den gleichen Anteil an der Medaille." Gerade nach dem wackligen Vorwärtssprung von Tina Punzel beseitigte Sascha Klein mit einem blitzsauberen Handstandsprung alle Zweifel. "Den Sprung habe ich erst vor zwei Tagen das erste Mal seit London wieder gemacht. Ich fühlte mich sicher", meinte der Sportsoldat, der nach den Olympischen Spielen seine herbe Enttäuschung über die Plätze sieben bis zehn verarbeiten musste. Hinzu kam, dass er mit Ausnahme der Beine fast alle Springer-Wehwehchen (Ellbogen, Trizeps, Rücken und Mittelohr) auskurieren musste. Zur Ablenkung absolvierte er ein Praktikum bei der Feuerwehr - vielleicht ein Fingerzeig für Sascha Kleins Berufsleben nach dem Leistungssport.

Brettspezialistin Tina Punzel musste gestern ein Mal auch auf den Turm, wo ihr der leichte Pflichtsprung entgegenkam. Doch der kurze Ausflug unters Hallendach ist ein Vorgeschmack auf die Zukunft, denn Lutz Buschkow meint: "Tina hat bis 2016 den Auftrag, sich auch aufs Turmspringen zu konzentrieren. Dort sind Finalplätze leichter möglich als vom Brett." An der inneren Einstellung der 17-Jährigen zweifelt er nicht: "Ohne die Bereitschaft der Sportler könnte ich im Handstand um den Beckenrand spazieren, es würde nichts nützen." Ein Motiv für die Fotografen wäre es allemal.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.06.2013

Frank Schober

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