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Dresdner Volleyballerinnen peilen Titel-Hattrick an

Saisonstart Dresdner Volleyballerinnen peilen Titel-Hattrick an

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC peilen den Titel-Hattrick an. Mit aufgestocktem Etat und einem neu formierten Team wollen die Elbestädterinnen auch in Pokal und Champions League erfolgreich sein. In der heimischen Halle stößt der Zuschauer-Krösus aber an Grenzen.

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Dresden. Die Zurückhaltung hat Alexander Waibl mittlerweile abgelegt. „Wenn man zweimal hintereinander Meister war, ist es ein logisches Ziel, dass man den Titel verteidigen will“, sagte der Trainer der Volleyballerinnen des Dresdner SC und machte vor dem Saisonstart seines Teams am Sonntag beim USC Münster eine klare Ansage. Und nachdem der Verein seit 2010 nicht mehr im Finale des DVV-Pokals stand, wolle man auch in diesem Wettbewerb „endlich wieder einmal etwas reißen“, formulierte der 47-Jährige, der in Dresden in seine siebente Amtszeit geht.

Und nicht zuletzt möchten die Dresdnerinnen, die zum fünften Mal hintereinander in der Champions League aufschlagen, auch auf europäischer Ebene erfolgreich spielen und die Gruppenphase überstehen.

Die erstmalige Titelverteidigung in der Vereinsgeschichte habe sich bei den Verhandlungen mit Sponsoren ausgezahlt, wie Vorstandschef Jörg Dittrich betont. So konnte der Gesamtetat noch einmal um 100 000 Euro auf rund 1,6 Millionen Euro aufgestockt werden. Trotzdem musste der Meister Leistungsträgerinnen wie die US-amerikanische Zuspielerin Molly Kreklow (Eczacibasi Istanbul) oder die Slowakin Jaroslava Pencova (Lokomotiv Baku) ziehen lassen. Den insgesamt sechs Abgängen stehen fünf Neuverpflichtungen gegenüber.

Für Kreklow kam die in der Bundesliga bestens bekannte Mareike Hindriksen, die vom Meisterschafts-Zweiten Stuttgart wechselt. Den komplett neuen Mittelblock bilden die beiden US-Girls Whitney Little und Kathleen Slay sowie die kanadische Nationalspielerin Jennifer Cross. Im Außenangriff verstärkt die schon mit Europa-Erfahrung ausgestattete Gina Mancuso (zuletzt Gornicza/Polen) das Meisterteam.

In seiner neu formierten Mannschaft, die auch in dieser Saison von der niederländischen Nationalspielerin Myrthe Schoot als Kapitän geführt wird, sieht Waibl „sehr großes Potenzial“, zugleich aber betont er: „Wir sind noch nicht so weit wie im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt, es fehlt noch an Stabilität und Kompaktheit.“ Deshalb freut sich der Coach, dass sein Team beim knackigen Auftaktprogramm gleich richtig gefordert wird, wie auch beim ersten Match in Münster.

„Solche schweren Spiele bringen uns weiter“, glaubt der gebürtige Stuttgarter, der in der Bundesliga einen härteren Konkurrenzkampf erwartet als bisher. „Wir müssen uns als Bundesliga vom Niveau her in Europa nicht verstecken“, so Waibl, der neben Schwerin und Stuttgart auch Vilsbiburg, Wiesbaden, Münster oder Potsdam zum Kreis der Mitfavoriten zählt.

Vorstandschef Dittrich, der den „Druck in dieser Saison bei den Gegnern“ sieht, treibt noch ein anderes Problem um. „Wir stoßen in unserer heimischen Arena an Grenzen. Wir brauchen in Dresden eine Multifunktionshalle mit einer Kapazität von 5000 bis 10 000 Zuschauern“, mahnte er an. Hintergrund: Seit Jahren ist der DSC Zuschauer-Krösus der Liga, vermeldete in der vergangenen Saison zwölfmal eine mit 3000 Besuchern ausverkaufte Halle. „An dieser Stelle können wir fast nicht mehr weiter wachsen, weil wir jetzt schon zu 93 Prozent ausgelastet sind“, erklärte Dittrich.

Astrid Hofmann, dpa

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