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Dresdner Volleyballerinnen können gegen Fenerbahce Istanbul zeitweise gut mithalten

Applaus trotz Niederlage Dresdner Volleyballerinnen können gegen Fenerbahce Istanbul zeitweise gut mithalten

Für ein Wunder hat es auch diesmal nicht gereicht. Zu übermächtig war erwartungsgemäß der Gegner im ersten Champions-League-Spiel der Saison. Dennoch haben sich die DSC-Volleyballerinnen vor fast 3000 Zuschauern gegen Fenerbahce Istanbul teuer verkauft.

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Louisa Lippmann vom Dresdner SC attackiert den Istanbuler Block.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Für ein Wunder hat es auch diesmal nicht gereicht. Zu übermächtig war erwartungsgemäß der Gegner im ersten Champions-League-Spiel der Saison. Dennoch haben sich die DSC-Volleyballerinnen vor fast 3000 Zuschauern gegen den türkischen Double-Gewinner teuer verkauft. Sie unterlagen dem Star-Ensemble nach großem Kampf mit 1:3 (17:25, 24:26, 25:19, 12:25). Immerhin konnten sie dem Gegner, dem sie in der europäischen Königsklasse schon zum dritten Mal gegenüberstehen, erstmals zu Hause einen Satz abnehmen.

Dabei musste Trainer Alexander Waibl noch bei der Erwärmung eine Hiobsbotschaft hinnehmen. Denn nach der ohnehin verletzten Angreiferin Lisa Izquierdo (Muskelzerrung in der Wade) fiel kurzfristig auch noch Kapitän Myrthe Schoot aus. Die Holländerin plagt sich mit einem entzündeten Knie herum. So startete der Coach mit Lisa Stock auf der Libero-Position, Dani Mancuso spielte für Izquierdo im Außenangriff und Louisa Lippmann auf der Diagonalen. Ansonsten gab es keine Veränderung zu den bisherigen Bundesliga-Auftritten.

Im ersten Satz starteten die Elbestädterinnen etwas nervös, lagen gegen die Türkinnen um Super-Star Kim, die Serbin Brankica Mihajlovic und die Italienerin Lucia Bosetti schnell mit 2:6 zurück. Doch eine Aufschlagserie von Michelle Bartsch brachte die Gastgeberinnen heran. Allerdings wackelte immer wieder die Annahme, so dass Fenerbahce den Satz klar für sich entscheiden konnte.

Auch im zweiten Durchgang gerieten die DSC-Damen mit 2:7 ins Hintertreffen. Und wieder gab Bartsch mit ihren druckvollen Aufgaben das Signal zur Aufholjagd. Zur ersten technischen Auszeit lag der deutsche Meister sogar erstmals in der Partie in Führung (8:7). Und die Waibl-Schützlinge boten dem Favoriten weiter mutig Paroli, es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Als Jennifer Cross mit einem Aufschlag-Ass das 24:20 markierte, schien der Satzausgleich zum Greifen nah. Doch nun zeigte das türkische Top-Team seine ganze Klasse. Erst wehrte Fenerbahce alle vier Satzbälle des DSC ab, dann verwandelte die Serbin Brankica Mihajlovic mit einem wuchtigen Angriffsschlag den ersten Satzball für die Gäste.

Doch die Dresdnerinnen, die inzwischen zum fünften Mal in Folge in der europäischen Königsklasse antreten, gaben sich nicht auf. Im Gegenteil. Im vierten Abschnitt steigerten sich die Waibl-Schützlinge in Angriff und Abwehr noch einmal und bereiteten Istanbul auch mit ihrem Aufschlagspiel einige Probleme. Als Louisa Lippmann den Ball zum 24:16 ins gegnerische Feld lupfte, tobte die Halle. Zwar wehrten die Gäste erneut vier Satzbälle ab, doch als die US-amerikanische Mittelblockerin Christa Dietzen ihren Aufschlag ins Aus beförderte, war der Satzanschluss geschafft.

Allerdings konnten die DSC-Damen dieses Niveau nicht halten. Während Gäste-Coach Marcello Abbondanza seine Damen wieder auf Linie brachte, verloren die Dresdnerinnen ihre spielerische Sicherheit. Schnell zog Fenerbahce auf 12:3 davon. Obwohl die DSC-Damen noch einmal eine kleine Aufholjagd starteten, ließ der Champions-League-Sieger von 2012 nichts mehr anbrennen. Nach 105 Minuten war die Niederlage besiegelt.

Dennoch erhielten die Gastgeberinnen für ihre Vorstellung viel Applaus. Und auch Waibl zeigte sich sehr zufrieden: "Wir haben phasenweise super gespielt. Die Sätze zwei und drei waren richtig klasse. Immerhin ist das ein Gegner, der um den Sieg in der Königsklasse kämpft. In so einem Spiel sehen wir, wo wir technisch und taktisch noch ansetzen müssen. Und das bringt uns weiter."

Von den angekündigten 100 türkischen Fans kamen nur etwa 20 und die verhielten sich relativ ruhig.

Astrid Hofmann

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