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Dresdner Volleyballerinnen erreichen Pokalfinale

Heimsieg gegen Aachen Dresdner Volleyballerinnen erreichen Pokalfinale

Nach 104 Minuten stand der Erfolg mit dem ersten verwandelten Matchball fest. Die Volleyballerinnen des Dresdner SC stehen stehen erstmals seit 2010 wieder im Finale des DVV-Pokals. „Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte DSC-Coach Alexander Waibl.

Die Dresdner Damen – in der Mitte Aushilfslibera Valérie Courtois  im roten Trikot – jubeln. Das Halbfinale gegen Aachen haben sie mit 3:1 gewonnen.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Als Jennifer Cross nach 104 Minuten den gegnerischen Angriff abblockte, gab es für die DSC-Volleyballerinnen kein Halten mehr. Sie vollführten ein Freudentänzchen und die 2740 Zuschauer feierten ihre Lieblinge mit stehenden Ovationen. Nach sechs Jahren hat der deutsche Meister endlich den Pokalfluch überwunden und steht nach 1999, 2002, 2007, 2009 und 2010 zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte wieder im Finale. Nun können die Dresdnerinnen am 28. Februar zum vierten Mal nach 1999, 2002 und 2010 den Pott holen.

Allerdings mussten die Fans lange zittern, bis der DSC die Ladies in Black Aachen mit 3:1 (25:27, 25:17, 25:22, 25:16) in die Knie gezwungen hatte. Der Vorjahresfinalist wehrte sich bis zur letzten Minute vehement. „Es war genauso, wie ich es erwartet hatte. Und man hat uns angemerkt, dass wir unbedingt gewinnen müssen. Dieser Gedanke blockierte uns lange Zeit“, gab Trainer Alexander Waibl nach dem schwer erkämpften Sieg zu. Von „Erleichterung“ wollte er im Nachhinein nicht sprechen, vielmehr sei es die „pure Freude“, die er empfinde.

In den vergangenen Jahren sei immer die Meisterschaft wichtiger gewesen, diesmal habe man aber den Fokus auch auf den Pokal gelegt. „Jetzt freue ich mich besonders, dass wir bei der Premiere in der SAP-Arena in Mannheim dabei sein dürfen“, so Waibl. Mit seinem Team wird er dort auf seinen ehemaligen Klub und Titelverteidiger Allianz MTV Stuttgart treffen, der sich gestern mit 3:0 gegen den USC Münster durchsetzte. Vorstandschef Jörg Dittrich meinte strahlend: „Als Chef ist es für mich das erste Pokalfinale, darüber freue ich mich wie Sau.“ Zugleich verriet er: „Wir sind gut vorbereitet.“ So gehen Fan-Pakete und Tickets bereits heute in den Verkauf.

Mannschaftskapitän Myrthe Schoot, die wegen ihrer Verletzung nur Zuschauerin war, litt mit ihrem Team: „Ich hatte Herzrasen, es war so schwer, nur zusehen zu müssen“, gab sie zu. Und ihre Mannschaftsgefährtinnen machten es ihr auch nicht leicht. Sie starteten anfangs sehr nervös. Die Annahme wackelte und auch sonst leisteten sich die DSC-Damen einige Fehler, während Aachen sehr druckvoll im Angriff und sehr gut in der Abwehr agierte. Beim 15:18 wechselte der Coach Lisa Izquierdo für Dani Mancuso ein. Sie und wenig später auch die eingewechselte Kathleen Slay (kam für Whitney Little) stabilisierten das Spiel der Gastgeberinnen. Doch den ersten Satzball konnte der DSC nicht nutzen, dafür verwandelten die Gäste ihre zweite Chance zur 1:0-Führung.

Im zweiten Durchgang steigerte sich das Waibl-Team, vor allem Lisa Izquierdo punktete immer wieder und Dresden zog auf 13:7 davon. Als sich Aachen auf zwei Punkte wieder herangekämpft hatte, wechselte Alex Waibl für Libera Lisa Stock die Belgierin Valérie Courtois ein, die mit ihrer Erfahrung für etwas mehr Ruhe sorgte. So schaffte der DSC den Satzausgleich. Doch im dritten Abschnitt lief anfangs nicht viel zusammen und der Meister geriet mit 5:13 und 9:16 ins Hintertreffen. Erst dann ging ein Ruck durch das Team des Gastgebers und die Waibl-Schützlinge starteten eine furiose Aufholjagd. Als Dani Mancuso den zweiten Satzball verwandelte, stand die Halle Kopf. Zwar wehrte sich Aachen auch im vierten Abschnitt vehement, aber die Elbestädterinnen spielten nun ihre Qualitäten aus.

„Wir waren anfangs wirklich sehr nervös“, gestand Zuspielerin Laura Dijkema anschließend und fügte strahlend an: „Es ist schön, dass wir jetzt zur Premiere nach Mannheim dürfen.“ Valérie Courtois, die wohl dann schon nicht mehr dabei sein wird, weil ihr Vertrag nur bis Jahresende läuft, freute sich dennoch: „Ich bin glücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Ich habe nur versucht, Energie und auch etwas Ruhe ins Spiel zu bringen.“ Kristina Mikhailenko, die mit 18 Punkten beste Scorerin war, meinte: „Im dritten Satz sind wir aufgestanden. Wir wussten, wenn wir uns jetzt nicht zusammenreißen, wird es scheiße.“ Und Lisa Izquierdo bekannte: „Wir wussten, was von diesem Spiel abhängt, deshalb waren wir anfangs so nervös. Jetzt freue ich mich natürlich auf mein erstes Pokalfinale.“

Astrid Hofmann

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