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Dresdner Volleyballer wollen Sympathien zurückgewinnen

Dresdner Volleyballer wollen Sympathien zurückgewinnen

Einen Star in der Mannschaft gibt es nicht. Vielmehr wollen und müssen die Volleyballer des VC Dresden, die nach dem Verkauf der Namensrechte an einen Sponsor jetzt unter Cloud&Head Volley Dresden antreten, als Team in der neuen Bundesliga-Saison überzeugen.

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Archivbild

Quelle: Christian Nitsche

„Wir haben keinen Star in unserem Team, sondern unsere Stärke wird die mannschaftliche Geschlossenheit sein. Die Stimmung in der Truppe ist sehr gut, die Jungs haben sich schnell zusammengefunden“, sagte der neue Trainer Zoran Nikolic mit Blick auf den Saisonauftakt am Samstag gegen den deutschen Meister Berlin.

Nikolic zog in den vergangenen zwei Monaten ein hartes Vorbereitungsprogramm durch und forderte seine Mannschaft in zwanzig Testspielen. „Die Jungs haben alle sehr gut gearbeitet, mussten sich aber erst ein das hohe Trainingspensum gewöhnen. Wir haben in den Spielen gegen zum Teil starke Gegner große Schritte in Richtung Bundesliga gemacht. Sicher werden wir noch keine Überraschungen schaffen können. Aber ich bin sicher, die Mannschaft wird sich gut präsentieren“, fügte der 49-Jährige an. Erklärtes Ziel des Trainers und seiner Schützlinge ist das Erreichen der Playoffs. „Wir wollen Zuschauer und Sponsoren mit attraktivem, kämpferischem Volleyball begeistern, sie wieder in die Halle locken und damit Vertrauen zurückgewinnen“, sagte der Coach. Dabei wollen die Elbestädter nach einer katastrophalen Vorsaison an ihr Premierenjahr in der Beletage anknüpfen, als sie unter Trainer Sven Dörendahl überraschend das Playoff-Viertelfinale erreicht hatten.

Die abgelaufene Spielzeit war von vielen Rückschlägen geprägt. Mit der Beurlaubung von Sylvia Roll im Dezember war schon nach kurzer Zeit das Projekt mit einer Frau auf dem Trainerstuhl gescheitert. Besserung trat aber auch anschließend mit Geschäftsführer und Interimscoach Jan Pretscheck nicht ein. Zum Schluss kamen kaum noch 200 Zuschauer zu den Heimspielen und mit zwei Siegen nach 18 Spieltagen landeten die VC-Männer auf dem letzten Tabellenplatz. Nur durch die Pleite von Bottrop und damit am grünen Tisch konnte der Abstieg verhindert werden. Zwischenzeitlich hing auch über den Dresdnern das Damoklesschwert einer Insolvenz, die aber im letzten Moment abgewendet werden konnte.

Durch verstärkte Anstrengungen im Management konnte der Etat für die neue Saison um 50 000 Euro auf 350 000 Euro aufgestockt werden. Mit dem Serben Nikolic wurde ein ambitionierter Trainer verpflichtet, der in der Bundesliga schon mit den Leipziger Männern und in Münster mit den Frauen Erfahrungen sammelte. Auch das Gesicht der Mannschaft veränderte sich deutlich. Neun Abgängen stehen sechs Neuverpflichtungen gegenüber. Nikolic, der insgesamt zwölf Spieler zur Verfügung hat, brachte die beiden serbischen Profis Miroslav Vrban (Mittelblock) und Aleksandar Veselinovic (Außenangriff) vom Erstligisten Novi Sad mit. Dazu verstärkten sich die Elbestädter auf der Diagonalposition mit dem Polen Adrian Szlubowski. Mit Zuspieler Ole Schwerin, Außenangreifer Nicolas Marks und Mittelblocker Florian Hecht holten die Verantwortlichen junge deutsche Spieler.

Astrid Hofmann, dpa

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