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Dresdner Volleyball-Männer beklagen zu wenige Hallenzeiten

Dresdner Volleyball-Männer beklagen zu wenige Hallenzeiten

Seit sechs Wochen arbeitet der Serbe Zoran Nikolic als Trainer bei den Erstliga-Volleyballern der Cloud & Heat Volleys. Er habe sich schon glänzend in der "wunderschönen Stadt", wie der 49-Jährige schwärmt, eingelebt.

Ein Problem hat der Coach allerdings ausgemacht: "Wir haben viel zu wenig Trainingszeiten in unserer Spielhalle, der Margon-Arena", moniert er. Nur zweimal am Abend und zweimal am Morgen sei nicht befriedigend, zumal die Frühzeit bereits um acht Uhr beginne. "Wir Volleyballer brauchen nun einmal eine Halle mit einer großen Höhe. Wenn wir uns deutlich verbessern wollen, müssen wir auch bessere Trainingsbedingungen haben. Ideal wäre es, wenn wir alle Trainingseinheiten in der Margon-Arena absolvieren könnten. Platz gibt es dort genug, wir sind mehrfach gekommen und die Halle war leer", merkt Nikolic verärgert an. Seiner Meinung nach müssten alle Sportvereine besser zusammenarbeiten, um die Kapazität optimaler auszunutzen. Dass der Blick dabei vor allem auf die Damen des DSC geht, bestätigte Aufsichtsratschefin Barbara Lässig indirekt, als sie betonte: "Wir wollen die Erfolge des Deutschen Meisters keinesfalls in Abrede stellen, doch unsere Männer sind auch nicht irgendeine Rumpeltruppe." Sie kündigte an, sich dieser Sache intensiv zu widmen und vor allem dem Kreissportbund, Betreiber der Margon-Arena, Druck zu machen.

Natürlich ist das Thema nicht neu, schon im letzten Jahr beklagte der Männer-Bundesligist die Hallensituation. Allerdings versteht KSB-Geschäftsführer Robert Baumgarten, die Aufregung nicht ganz: "Im Mai wurden von allen Vereinen die Trainingszeiten beantragt, seit zwei Monaten stehen die Verträge. Natürlich können wir nicht alle Wünsche erfüllen, auch der DSC bekam nicht alle Zeiten, die er gern wollte. Die Männer aber haben für die Abendstunden nur zwei Trainingszeiten in der Woche beantragt. Von den vier beantragten Frühzeiten konnten wir tatsächlich nur zwei berücksichtigen, das ist aber schon eine mehr als im vergangenen Jahr." Zudem weist Baumgarten darauf hin, dass es Ende letzter Saison zwischen den beiden Erstligisten auch unkomplizierte Absprachen gab. Wenn die DSC-Damen zu Auswärtsspielen unterwegs waren, konnten die Männer die freien Kapazitäten nutzen. "Ich hatte angenommen, das wird auch in diesem Jahr wieder so zu lösen sein", sagt Baumgarten.

Geschäftsführer Matthias Broda beklagt zudem, dass der Erstligist auch keine Chance habe, in der neuen Sporthalle des Gymnasiums Bürgerwiese Trainingszeiten zu bekommen. In dieser Halle hat der Stammverein VC Dresden mit allen seinen Nachwuchsmannschaften jetzt seine neue Heimstätte, kann täglich über die Zeiten zwischen 17 und 22 Uhr verfügen. "Warum es dort nicht klappt, muss man den Verein fragen", zuckt Broda nur mit den Schultern. DNN fragte beim Verein nach: Sportdirektor Sven Dörendahl zeigte sich verwundert: "Der VC hat den Männern zwei Trainingszeiten in den Abendstunden angeboten, die wurden jedoch ausgeschlagen - mit der Begründung, dass man in Gesprächen über eine Kooperation mit einer anderen Schule sei."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.09.2014

Astrid Hofmann

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