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Dresdner Trio für EM der Wasserspringer in Rostock nominiert

Dresdner Trio für EM der Wasserspringer in Rostock nominiert

Tina Punzel haderte ein wenig mit sich: "Eigentlich hatte ich den Auerbachsalto zuletzt gut im Griff. Doch vielleicht war die Aufregung vor heimischem Publikum doch etwas größer und so unterlief mir wieder dieser typische Fehler", gab die 17-jährige Lokalmatadorin vom Dresdner SC zu.

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DSC-Ass Tina Punzel zeigte bei den nationalen Titelkämpfen nur selten Nerven.

Quelle: M. Rietschel

Weil sie sich am dritten Tag der deutschen Meisterschaften im Wasserspringen in der Halle am Freiberger Platz im Finale vom Dreimeterbrett beim zweieinhalbfachen Auerbachsalto gehechtet eine "Ratze" - wie die Springer sagen - erlaubte, wurde es nichts mit der erhofften Goldmedaille. Die Meisterin vom Einmeterbrett musste sich in diesem Wettkampf der überraschend stark auftrumpfenden, ein Jahr jüngeren Friederike Freyer aus Leipzig um nicht einmal zwei Punkte geschlagen geben. Beide erfüllten jedoch die EM- und WM-Norm und wurden von Bundestrainer Lutz Buschkow gestern für die Heim-EM in knapp zwei Wochen in Rostock sowohl vom Einmeter- als auch vom Dreimeterbrett nominiert.

Tina wird die deutschen Farben zudem im Synchron vom Dreimeterbrett vertreten. In dieser Disziplin sicherte sie sich zum Abschluss der Titelkämpfe gemeinsam mit der Berlinerin Kieu Duong den Titel. Zwar fehlten dem Duo am Ende zwanzig Punkte zur Norm, aber Buschkow drückte ein Auge zu und nominierte beide für Rostock. "Die Anläufe waren bei den Mädels insgesamt noch zu instabil, daran müssen sie bis zur EM noch arbeiten", forderte Lutz Buschkow. Tina Punzel konnte nach der zweiten Goldmedaille gestern schon wieder lächeln, weiß aber auch: "Ich muss meine Serien konstanter springen. Das schaffe ich aber bis zu meiner EM-Premiere bei den Großen", versicherte der Schützling von Trainer Boris Rozenberg, der ebenfalls überzeugt ist: "Tina kann noch mehr, als sie bei den Meisterschaften gezeigt hat."

Obwohl Martin Wolfram gestern zum Zuschauen verurteilt war, strahlte der 21-jährige Dresdner trotzdem übers ganze Gesicht. Er hatte sich mit Silber vom Einmeterbrett seine EM- und WM-Fahrkarte schon gesichert und damit nach seiner Schulter-OP im letzten August ein erfolgreiches Comeback gefeiert. "Damit ist mein Geheimplan aufgegangen", jubelte Wolfram, der am Rande der Titelkämpfe zum neuen Aktivensprecher gewählt wurde, nachdem die Hallenserin Katja Dieckow ihr Amt wegen ihres Karriereendes zur Verfügung gestellt hatte. Auf den zweiten Start im Synchron vom Dreimeterbrett musste Wolfram gestern allerdings verzichten, denn sein Vereinsgefährte Sascha Klein musste wegen einer schweren Mittelohrentzündung auch diesen Auftritt absagen. "Das war ohnehin nur die Ausweichvariante, wenn ich es im Einzel nicht geschafft hätte", meinte Wolfram entspannt und fügte hinzu: "Hauptsache, Sascha wird jetzt schnell fit." Denn auch wenn der 27-Jährige bei den Titelkämpfen nicht eingreifen konnte, baut Buschkow für die EM auf den erfahrenen achtmaligen Europameister, nominierte ihn für den Wettkampf vom Dreimeterbrett und für das Synchronspringen vom Turm, bei dem er mit dem Berliner Patrick Hausding als Titelverteidiger antritt.

Von den weiteren DSC-Talenten konnte sich Timo Barthel hinter dem Leipziger Dominik Stein Silber vom Turm sichern und gestern gewannen Helen Trumpf und Louisa Stawczynski Bronze im Dreimeter-Synchron. Zuvor hatte Tina Leuchte mit Platz fünf vom Dreimeterbrett ebenfalls ihre gute Entwicklung nachgewiesen. Als Belohnung für gute Leistungen dürfen Barthel und Stawczynski bei der WM im Juli in Barcelona bei den Großen zuschauen. Sie erhielten die Fahrkarten für ein Jugendlager.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.06.2013

ah

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