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Dresdner Springermeeting: Lokalmatador Raul Spank siegt - und scheitert an WM-Norm

Dresdner Springermeeting: Lokalmatador Raul Spank siegt - und scheitert an WM-Norm

Dresden. Lokalmatador Raul Spank raufte sich kurz die Haare, dann bedankte er sich bei den 1786 Zuschauern in der Margon-Arena für die lautstarke Unterstützung.

Der DSC-Hochspringer war auch beim dritten Versuch an 2,29 Metern und damit der Norm für die Hallen-WM gescheitert. Dennoch gewann der 23-Jährige mit übersprungenen 2,26 Metern souverän die siebente Auflage des Internationalen Springermeetings.

Seinen Meetingrekord von 2,30 Metern, den er vor drei Jahren bei seinem ersten Sieg an gleicher Stelle aufgestellt hatte, konnte der Dresdner bei seinem Start in die Olympia-Saison nicht knacken. Und so meinte der Sieger etwas zerknirscht: „Natürlich ärgert es mich, denn ich wollte gern noch ein paar mehr Sprünge zeigen. Insgesamt war es ein durchwachsener Wettkampf. Beim Einspringen zwickte es noch leicht im Knie, aber im Wettkampf habe ich davon nichts gemerkt." Ex-Weltrekordler Carlo Thränhardt, der die Konkurrenz als prominenter Gast verfolgte, tröstete Spank: „Da fehlt nur noch etwas Routine. Aber die Höhe hat er drauf."

Bei den Stabhochspringerinnen wiederholte die Tschechin Jirina Ptacnikova mit neuem Meetingrekord und persönlicher Bestleistung von 4,62 Metern ihren Sieg aus dem Vorjahr. Die 25-jährige WM-Siebente verwies in einem begeisterenden Zweikampf die Vizeweltmeisterin Martina Strutz (Neubrandenburg), die mit 4,52 Metern ebenfalls eine glänzende Leistung zeigte, auf den zweiten Platz. Den dritten Platz teilten sich die Dänin Caroline Holm und die Norwegerin Cathrine Larsasen mit je 4,32 Metern.

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Der Dresdner Lokalmatador Raul Spank gewann das Herren-Hochspringen souverän, schaffte aber dennoch die WM-Norm nicht.

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Als Lokalmatador Spank bei 2,18 Metern in den Wettkampf einstieg, hatte Vorjahressieger und Mitfavorit Andrey Tereshin die Segel schon gestrichen. Dreimal war der mehrfache EM- und WM-Teilnehmer an 2,14 Metern gescheitert, belegte am Ende mit mageren 2,10 Metern den sechsten Platz. Weitere vier der insgesamt zehn Athleten waren zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht mehr im Rennen, darunter der junge Russe Viktor Brumel (10.) und auch die drei deutschen Starter Tim Riedel (Wattenscheid), der wegen Rückenbeschwerden seinen dritten Versuch über 2,14 Metern weglassen musste, Benjamin Lauckner (Chemnitz/7.) und auch der deutsche Jugendmeister Oliver Bräutigam (Potsdam/8.) hatten sich bereits verabschiedet.

Bei 2,18 Metern schieden auch der Finne Jussi Viita (5.) und der Ukrainer Anton Sayevish (4.) aus. Der Pole Piotr Sleboda (2.), der schon kürzlich in Wuppertal Zweiter geworden war, und Afrikameister Kabelo Kgosiemang (3.) begleiteten den Dresdner bei seiner Höhenjagd auch nur noch bis 2,22 Meter, dann war für sie Endstation. Manager Dieter Albertus musste noch kurz vor dem Meeting einige Absagen hinnehmen. Meetingrekordhalterin Anna Battke (Mainz) hatte die WM-Norm inzwischen geschafft und wollte sich wohl schonen, Julia Hütter (Frankfurt) zog sich eine Verletzung zu und der Bulgare Viktor Ninov blieb im Schneechaos in Rumänien stecken.

Astrid Hofmann

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