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Dresdner SC will in Stuttgart ersten Matchball nutzen und Meister werden

Volleyball Dresdner SC will in Stuttgart ersten Matchball nutzen und Meister werden

Für DSC-Trainer Alexander Waibl könnte es ein ganz besonderer Moment werden, wenn er in seiner Heimat Stuttgart mit den DSC-Schmetterlingen triumphiert. Er kann in der Porsche-Arena das Double feiern – vor vielen Freunden und Verwandten.

Der Stuttgarter Alexander Waibl könnte am Sonnabend mit dem DSC in seiner Heimat Meister werden.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Als sich die beiden Trainer nach dem dritten Finalspiel am Mittwoch freundschaftlich umarmen, kündigt Stuttgarts Guillermo Hernandez gegenüber Alexander Waibl an: „Wir wollen nächsten Montag hier gewinnen.“ Der DSC-Coach kontert gelassen: „Für den Volleyballsport in Deutschland kann es nur gut sein, wenn es spannend zugeht.“ Dennoch möchte Waibl dieses fünfte Play-off-Finalspiel vermeiden und diesen Sonnabend mit seinen Schützlingen das Double und den Meistertitel-Hattrick perfekt machen. Nachdem sich der DSC am Mittwoch mit dem 3:1-Sieg in der Margon-Arena den ersten Matchball in der Serie „best of five“ erarbeitet hat, soll im vierten Spiel der „Sack zugemacht“ werden.

Für den 48-jährigen Coach wäre es natürlich etwas Besonderes, in seiner alten Heimat diesen Triumph zu feiern. „Ich würde es schon genießen“, gibt er zu, „zumal die Porsche-Arena eine tolle Halle ist, in der die Zuschauer sehr nah dran sitzen und dadurch eine tolle Stimmung entstehen kann.“ Sollten übrigens mehr als 5000 Fans zu dieser Partie kommen, wäre das ein neuer Zuschauerrekord für ein Frauen-Bundesligaspiel. Der bisherige wurde 1987 beim Finale aufgestellt, als CJD Feuerbach im Sindelfinger Glaspalast den SV Lohhof empfing und 4811 zahlende Zuschauer gezählt wurden.

DSC-Kapitän Myrthe Schoot glaubt allerdings, dass die Stuttgarterinnen mit dem Umzug von ihrer angestammten SCHARRena in die größere Halle den Heimvorteil ein wenig aus der Hand geben. „Im heimischen Umfeld ist alles vertraut und gerade im Aufschlag-Annahme-Bereich macht das einiges aus“, meint die Niederländerin, die betont: „Wir wollen das Ding zumachen, es nicht auf ein fünftes Spiel ankommen lassen.“ Katharina Schwabe, die am Freitag 23 wurde, sieht mit einem kleinen Augenzwinkern ein gutes Omen für die Partie: „Voriges Jahr haben wir an meinem Geburtstag den Titel verteidigt und vor zwei Jahren das wichtige zweite Finalspiel in Vilsbiburg gewonnen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass es diesmal einen Tag nach meinem Geburtstag ebenfalls klappt.“ Ein bisschen Aberglaube gehört schließlich im Sport dazu. Die Angreiferin weiß aber, worauf es ankommt: „Wenn wir wieder solche Emotionen und den Kampfgeist aufs Feld bringen wie am Mittwoch, sollte es machbar sein. Wir dürfen nur nicht den Start verschlafen und müssen uns darauf einstellen, dass sie auch zurückkommen, wenn sie acht Punkte zurückliegen.“

Alexander Waibl freut sich auf die heutige Herausforderung: „Wir haben viele Spielerinnen in unseren Reihen, die mit solchen Situationen umgehen können. Und die Ausgangslage ist ja für uns positiv. Wir haben die Chance, in einer tollen Arena Meister zu werden oder aber am Montag im Entscheidungsspiel noch einmal Heimvorteil zu genießen.“ Der Verein hat ebenfalls alles getan, um für die Spielerinnen alles optimal zu richten. So wird die Mannschaft in jedem Fall in Stuttgart übernachten und erst am Sonntag nach Dresden fliegen.

Von Astrid Hofmann

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