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Dresdner SC will gegen Stuttgart mit Sieg starten und Mareen Apitz zurückholen

Volleyball Dresdner SC will gegen Stuttgart mit Sieg starten und Mareen Apitz zurückholen

Das Play-off-Finale beginnt für den Pokalsieger aus Dresden am Sonnabend um 17.30 Uhr mit einer Partie vor eigenem Publikum. In der Neuauflage des Vorjahresfinales und des Pokalendspiels wollen die Damen von Trainer Alexander Waibl erneut die Oberhand behalten. In der Margon-Arena wird auch ein potenzieller Neuzugang sitzen.

Auf Zuspielerin Laura Dijkema werden sich heute besonders viele Blicke richten. Ihr Abschied zeichnet sich ab.

Quelle: soccerfoto

Dresden. Das Fieber steigt, die Spannung bei Spielerinnen, Trainern und Fans auch. Am Sonnabend (17.30 Uhr) starten die DSC-Volleyballerinnen ins Playoff-Finale gegen Allianz MTV Stuttgart. Für die Dresdnerinnen ist es die sechste Finalteilnahme in Folge. Eine Leistung, die keine andere Mannschaft in den vergangenen Jahren vorzuweisen hat. Dabei kommt es nicht nur zur Neuauflage des Finales der Vorsaison, sondern auch des diesjährigen Pokalfinales, was auf jeden Fall für besondere Brisanz bürgt. Das Team von Trainer Alexander Waibl, das mit dem ersten Titel-Hattrick in der Vereinsgeschichte und dem zweiten Double nach 17 Jahren Historisches erreichen könnte, muss sich auf einen heißen Tanz einstellen. Der Gegner aus dem Schwabenland, der sich erst am Mittwoch mit einem 3:0-Sieg in Schwerin die erneute Finalteilnahme sicherte, kündigt Revanche an. Manager Bernhard Lobmüller verkündet: „Niemand bei uns will schon wieder an Dresden scheitern.“ Und auch die brasilianische Mittelblockerin Micheli Tomazela Pizzinato betont: „Wir haben die Gelegenheit, unsere Rechnungen zu begleichen.“ Natürlich dürfte der Stachel des Pokalfinales, das der DSC am 28. Februar so hauchdünn mit 3:2 für sich entschied, noch tief sitzen. So erklärt auch Kapitän Kim Renkema: „Da treffen die zwei besten Teams der Liga aufeinander. Und wir wissen, dass wir Dresden schlagen können. Erst recht, wenn wir so spielen wie in Schwerin. Wir sind im Block stärker als der DSC.“

Die vollmundigen Ankündigungen hat man in Sachsen sicher vernommen, aber DSC-Trainer Alexander Waibl will sich damit nicht beschäftigen. Gewohnt sachlich sagt der gebürtige Stuttgarter, der seit sieben Jahren in Dresden zu Hause ist und seinen Damen den sechsten Titel in seiner Amtszeit anpeilt: „Ich freue mich auf eine sicher spannende und super enge Serie. Wir sind bereit für dieses Finale. Die Mannschaft ist gut drauf und absolut fokussiert. Eine besondere Nervosität habe ich im Training nicht gespürt. Ich denke, wir haben schon viel Erfahrung mit solchen Serien und dabei dürfte der Heimvorteil, den wir uns als Vorrundenerster erarbeitet haben, schon ein gewisser Vorteil sein.“ Größere Überraschungen gebe es bei zwei Mannschaften, die so oft gegeneinander gespielt haben, sicher nicht, glaubt der 48-Jährige. „Man wird sehen, wer sich die Minivorteile erarbeiten kann, die am Ende den Ausschlag geben“, so Waibl hinzufügt: „Stuttgart spielt in Angriff und Abwehr sehr kompakt, sie machen wenig Fehler und deshalb ist viel Geduld gefragt. Wenn man eine solche Top-Mannschaft wie Schwerin schlägt, muss man gut drauf sein“, ist der DSC-Coach, der mit voller Kapelle antreten kann, überzeugt. Im Gegensatz zum Pokalfinale darf nun auch Mittelblockerin Nneka Onyejekwe wieder mitmischen.

Beim Kampf um den Titel geht es natürlich auch um die Teilnahme an der Champions League. Nach der Reform beim europäischen Verband ist nur noch der Meister direkt für die Königsklasse qualifiziert. Der Zweite darf weder seinen Platz einnehmen, sollte der Titelträger nicht antreten, noch gibt es eine Wildcard. Während Stuttgart nach der diesjährigen Premiere in der Champions League noch überlegen will, ob sie erneut diese auch finanzielle Herausforderung angehen wollen, hat der DSC schon klar signalisiert, wieder im höchsten europäischen Wettbewerb antreten zu wollen. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Genauso wie die Zusammenstellung der Mannschaft für die kommende Saison. Mit Katharina Schwabe hatte in dieser Woche die erste Spielerin ihren Kontrakt verlängert. Einige werden diesem Beispiel nicht folgen, darunter wohl auch Zuspielerin Laura Dijkema, die sich für ein anderes lukratives Angebot entschieden haben soll. Dafür aber verdichten sich alle Anzeichen, dass die langjährige DSC-Regisseurin und Nationalspielerin Mareen Apitz zu ihrem Heimatverein zurückkehrt. Die 29-Jährige, die ihre Saison mit Azeryol Baku (Aserbaidschan) beendet hat und sich in der Margon-Arena das erste Finalspiel live anschauen wird, bestätigte am Freitag: „Wir sind in guten Gesprächen.“

Von Astrid Hofmann

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