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Dresdner SC verpasst deutsche Volleyball-Meisterschaft - 2:3-Niederlage gegen Schwerin

Dresdner SC verpasst deutsche Volleyball-Meisterschaft - 2:3-Niederlage gegen Schwerin

Der Dresdner SC hat im Finale um die deutsche Volleyballmeisterschaft der Damen den Kürzeren gezogen. Wie im Vorjahr unterlagen die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl dem Schweriner SC.

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Die Bundesliga-Volleyballerinnen des Dresdner SC haben am Sonnabend die Meisterschaft verpasst.

Quelle: Georg Wehse

In einer umkämpften Partie hieß es am Ende 2:3 (14:25, 25:20, 23:25, 25:17, 9:15) für den alten und neuen deutschen Meister aus Mecklenburg-Vorpommern, der bereits das Hinspiel am Mittwoch mit dem gleichen Ergebnis gewonnen hatte.

Den weitaus besseren Beginn in der Dresdner Margon-Arena verbuchten die Gäste für sich. Beim 4:10 für Schwerin nahm Waibl die erste Auszeit, doch Besserung war auch danach nicht in Sicht. Die Dresdnerinnen wirkten stark verunsichert und standen durch starke Aufschläge der Mecklenburgerinnen unter Dauerdruck. Die SSC-Angreiferinnen um Mira Topic dominierten nach Belieben. Als der DSC beim Stand von 7:20 Femke Stoltenborg für Mareen Apitz brachte, stabilisierte sich zwar das Zuspiel, der Satz ging dennoch klar mit 14:25 an Schwerin.

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Die Volleyballerinnen des DSC haben das Meisterschaftsfinale gegen Schwerin verloren.

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Danach bot sich ein anderes Bild. Dresden agierte glücklicher und druckvoller. Eine wesentlich stabilere Abwehr war der Garant für die schneller 12:5-Führung.  Doch das Team von Coach Teun Buijs hatte sich längst nicht aufgegeben und kämpfte sich auf 16:13 wieder heran. Dann übernahm der DSC wieder die Initiative und hielt den Druck aufrecht, besonders Mittelblockerin Robin de Kruijf zeichnete sich in dieser Phase aus. Denise Hanke schlug beim zweiten Satzball die Kugel zum 25:20 für Dresden ins Netz.

Erneut wendete sich das Blatt: Satz Nummer drei war anfangs wieder fest in Schweriner Hand, der SSC lag klar mit 4:8 in Front, doch die Dresdnerinnen um Kapitän Stefanie Karg schafften beim 9:10 noch mal den Anschluss. Bei der Netzaufgabe von Mareen Apitz zum 15:21 schien der Satz bereits vorentschieden, trotzdem hieß es am Ende relativ knapp 23:25 für Schwerin, das dadurch mit 2:1 Sätzen führte.

Nun mussten die Schmetterlinge alle drei noch möglichen Sätze für sich entscheiden, um noch Meister zu werden. Mit einer konzentrierten Leistung tat der DSC alles für einen möglichst langen Abend und bestimmte das Geschehen im vierten Abschnitt über die Stationen 8:4 und 18:12. Am Ende war es Stefanie Karg, die den zweiten Satzball zum 25:17 und damit zum erneuten Ausgleich nach Sätzen verwandelte. Angetrieben in einer ausverkauften Halle von offiziell 3000 fanatischen Zuschauern, die es größtenteils nicht mehr auf den Sitzen hielt, zwangen die Sächsinnen den Schweriner SC in den Tiebreak.

Zum Drehbuch dieser dramatischen Partie passte vollkommen, dass im fünften Satz Schwerin wieder die Oberhand gewann. Mit 1:4 und 2:8 machte sich der SSC auf und davon, doch Dresden kam noch einmal auf 6:9 heran. Beim Stand von 7:14 gab es schließlich den ersten Spielball für die Mecklenburgerinnen. Zwei konnte der DSC abwehren, doch um 19:36 Uhr war es ein Angriff von Anja Brandt, der die Entscheidung zum 9:15 brachte. Der Jubel der Gäste, die aus den Händen von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidenten Erwin Sellering (SPD) die Meisterschale entgegennahmen, kannte danach keine Grenzen mehr. Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) ehrte die DSC-Damen mit den Auszeichnungen für den zweiten Sieger.

Schwerin sicherte sich somit seine neunte Meisterschaft seit der Wende, bereits in der DDR-Zeit war der Sportclub unter dem Namen Traktor Schwerin siebenmal erfolgreich. Zudem feierte der SSC nach dem Pokalsieg in dieser Saison sogar das Double und darf in der kommenden Spielzeit in der Champions League aufschlagen. Für den erneuten Vizemeister Dresdner SC bleibt die Startberechtigung für den CEV-Cup. DSC-Abteilungsleiter Jörg Dittrich war zwar sehr traurig über die Niederlage, resümierte aber nüchtern: „Wer zweimal gegen uns gewinnt, ist besser als wir.“

Stefan Schramm

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