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Dresdner SC verliert zweites Finalspiel in Stuttgart mit 2:3

Volleyball Dresdner SC verliert zweites Finalspiel in Stuttgart mit 2:3

Es war ein ganz enges Match, das da am Sonnabend in Stuttgart die Fans begeisterte. Gastgeber Allianz MTV führte schon mit 2:0 Sätzen, ehe der DSC zurückkam. Erst im Tiebreak fiel die Entscheidung für die Schwaben, die damit in der Serie „best of five“ zum 1:1 ausglichen.

Angreiferin Kristina Mikhailenko (r.) machte zwar viele Punkte für den DSC, aber am Ende verloren die Gäste knapp.

Quelle: imago

Stuttgart/Dresden. Mit einem klaren Durchmarsch im Meisterschaftsfinale wird es diesmal nichts. Die DSC-Volleyballerinnen verloren am Sonnabend das zweite Play-off-Finalspiel bei Allianz MTV Stuttgart knapp mit 2:3 (17:25, 20:25, 25:22, 25:23, 14:16). Nachdem der Titelverteidiger die erste Partie in eigener Halle klar mit 3:0 gewann, steht es nun in der Serie „best of five“ 1:1. Schon am Mittwoch geht es mit dem dritten Match in der Margon-Arena in die nächste Runde.

Dabei erlebten die 2200 Zuschauer in der ausverkauften Stuttgarter SCHARRena einen wahren Krimi, einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Wie von den Dresdnern erwartet, präsentierte sich der Gegner in eigener Halle diesmal deutlich stärker, während der Meister nicht ganz an die Leistung aus der ersten Partie anknüpfen konnte. Das bestätigte auch der DSC-Coach nach den nervenaufreibenden 131 Minuten: „Wir waren diesmal nicht gut genug, um mit einem Sieg nach Hause zu fahren. Wir haben vieles über den Kampf gelöst. Ich denke, jetzt wird jeder noch einmal über das Spiel nachdenken, das schärft die Sinne“, so Alexander Waibl, der dieser Niederlage noch eine weitere positive Seite abgewinnen kann: „So wird es eine spannende Serie, das finde ich cool. Es kann unserer Sportart nur gut tun. Zudem hoffe ich nun, dass unsere Halle am Mittwoch richtig voll wird“, fügt er an. Der 48-Jährige hat zuletzt bei den heimischen Fans eine gewisse „Erfolgsträgheit“, wie er es nennt, ausgemacht. „Es ist schon selbstverständlich geworden, dass wir gewinnen. Doch wenn es jetzt richtig eng wird, brauchen wir die enthusiastische Unterstützung von den Rängen.“

Dass jeder Erfolg wieder hart erkämpft werden muss, zeigte sich am Sonnabendabend in Stuttgart sehr deutlich. So fand der DSC zwar recht gut in die Partie, doch dann gaben die Damen um Kapitän Myrthe Schoot einen 10:7-Vorsprung schnell wieder aus der Hand. Während die Gastgeberinnen viel stärker agierten als in der Woche zuvor, schlichen sich bei den Dresdnerinnen einige Fehler ein. Die Annahme wackelte, es wurde zu wenig Druck mit den Aufgaben ausgeübt und auch die Blockabwehr stand nicht stabil. So ging der erste Durchgang klar an die Gastgeberinnen, die mit Kaja Grobelna eine überragende Punktesammlerin in ihren Reihen hatten.

Als sich im zweiten Abschnitt ein ähnliches Bild zeigte, wechselte Alexander Waibl seine Reihen fast komplett durch. Zwar kämpfte sich die Mannschaft nach einem 12:20-Rückstand etwas heran, aber das Blatt wenden konnte der Meister nicht. „Wir haben in allen Elementen Fehler gemacht. Woran das lag, müssen wir herausfinden“, kritisierte der DSC-Coach. Im dritten Abschnitt blieb die schon vorher für Gina Mancuso eingewechselte Katharina Schwabe von Beginn an auf dem Feld. Doch erneut gerieten die Gäste mit 10:14 ins Hintertreffen. Doch die Waibl-Schützlinge zeigten Moral und Kampfgeist. Sie stabilisierten die Annahme, setzten sich im Angriff besser in Szene und auch die Abwehr funktionierte besser. Die Aufholjagd wurde belohnt und Katharina Schwabe setzte mit dem dritten Satzball den Schlusspunkt.

Ein ständiges Auf und Ab erlebten die Zuschauer im vierten Akt. Erneut bewies der Titelverteidiger Moral, holte einen 16:19-Rückstand auf und sicherte sich in der heißen Schlussphase nervenstark den Satzausgleich. Im entscheidenden fünften Satz lagen die Gäste schon mit 9:6 vorn und schwenkten eigentlich beim 14:11 auf die Siegerstraße ein. Doch dann vergab der DSC drei Matchbälle und als die kurz vor Ende eingewechselte Gina Mancuso eine Annahme direkt ins gegnerische Feld beförderte, kam die postwendend mit einem Schmetterball von Nichole Lindow zurück. Die Stuttgarterinnen jubelten, dass sie den Sieg doch noch aus dem Feuer reißen konnten. Dagegen zeigten sich die DSC-Damen enttäuscht. „Wir hatten die Chance, in der Serie mit 2:0 in Führung zu gehen. Stuttgart hat jedoch stark gespielt und es ist der erwartete Kampf auf Augenhöhe. Jetzt müssen wir das Ding am Mittwoch ziehen“, so Alexander Waibl. Die „MVP-Medaillen erhielten Katharina Schwabe und Kaja Grobelna. Erfolgreichste DSC-Scorerin war Kristina Mikhailenko mit 18 Punkten.

Von Astrid Hofmann

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