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Dresdner SC verliert in Schwerin: Das Spiel der vertanen Chancen

Dresdner SC verliert in Schwerin: Das Spiel der vertanen Chancen

Als "Spiel der vertanen Chancen" bezeichnete DSC-Libera Nicole Davis die dritte Finalpartie um die deutsche Meisterschaft mit bitterem Unterton. Obwohl die Dresdnerinnen nach dem 3:1-Heimsieg mit breiter Brust nach Mecklenburg gefahren waren, mussten sie sich beim Schweriner SC wie schon in der ersten Begegnung mit 1:3 (19:25, 25:17, 21:25, 22:25) Sätzen geschlagen geben.

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DSC-Libera Nicole Davis streckt sich nach dem Ball.

Quelle: Dietmar Albrecht

Damit führt der Titelverteidiger nach Siegen mit 2:1 und schlägt am Mittwoch in der Margon-Arena zum ersten Meister-Matchball auf. Dagegen stehen die Elbestädterinnen jetzt mit dem Rücken zur Wand, müssen unbedingt gewinnen, um ein Entscheidungsspiel am kommenden Sonnabend in Schwerin zu erzwingen. Sofort nach der Niederlage powerte DSC-Trainer Alexander Waibl: "Vor eigenem Publikum werden wir auf jeden Fall zurückkommen. Und dann fahren wir eben noch einmal nach Schwerin."

Nicht nur Nicole Davis ärgerte sich über die Art und Weise der Niederlage, die vermeidbar war. Denn schon im ersten Abschnitt hatten die Elbestädterinnen den Gastgeber fest im Griff. Bei einer 16:9- und 17:11-Führung schien der Satzgewinn in greifbarer Nähe, zumal die Spielerinnen um SSC-Kapitän Denise Hanke völlig verunsichert und ratlos wirkten. Doch aus unerfindlichen Gründen gaben die DSC-Damen das Zepter aus der Hand, bauten den Gegner mit eigenen Fehlern auf. Die Schwerinerinnen ließen sich nicht lange bitten, ergriffen die Chance beim Schopf. Die "Katastrophe" steckte das Waibl-Team dennoch gut weg, schaffte den Satzausgleich. In einem spannenden Duell auf Augenhöhe hatte der Titelverteidiger auch in Satz Nummer drei das bessere Ende für sich. Im vierten Durchgang führte der DSC nach einer Aufgabenserie von Mareen Apitz mit 20:17, doch mit vier Fehlern verschenkten sie in dieser entscheidenden Phase erneut ihre Chancen. Mit einem Block von Quinta Steenbergen gegen Dresdens Robin de Kruijf war die hart umkämpfte Partie vorbei. Martina Utla und Anne Buijs waren die erfolgreichsten Punktesammlerinnen und wurden auch als beste Spielerinnen geehrt.

Ein Blick auf die Statistik zeigt: In Annahme und Angriff lagen beide Teams fast gleichauf, allerdings war der DSC beim Angriff aus der Abwehr um einige Prozent schlechter als Schwerin, auch im Block erwiesen sich die Buijs-Schützlinge einen Tick besser. "Es ist frustrierend, denn die Chance in Schwerin zu gewinnen, war lange nicht so groß wie diesmal. Aber wir haben mehrfach unnötig Bälle in der Abwehr reinfallen lassen", haderte Robin de Kruijf. Und auch Mareen Apitz meinte: "Das Ärgerlichste ist, dass wir Schwerin im ersten Satz so aufgebaut haben. Aber auch den dritten und vierten Abschnitt hätten wir gewinnen können." Nicole Davis sah als Ursachen, dass "wir die langen Ballwechsel in den wichtigen Momenten nicht für uns entscheiden konnten, dass wir nicht so gut als Team funktioniert und oft die falschen Entscheidungen getroffen haben". Alexander Waibl befand, dass man im ersten Satz vor allem die hohen Bälle nicht mehr verwandelt habe und dann der Satz gekippt sei. Aber der Coach ist auch überzeugt: "Es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.05.2013

A. Hofmann

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