Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresdner SC setzt sich beim USC Münster mit 3:2 durch

Volleyball Dresdner SC setzt sich beim USC Münster mit 3:2 durch

Mit einer großartigen kämpferischen Leistung hat der deutsche Doublesieger aus Dresden das traditionsreiche Bundesliga-Duell beim USC Münster nach einem 1:2-Satzrückstand noch gedreht und gewonnen. Das Waibl-Team musste dabei gleich drei verletzte Spielerinnen ersetzen.

Diagonalangreiferin Liz McMahon erwies sich erneut als erfolgreichste Punktesammlerin beim Dresdner SC.

Quelle: Conny Kurth

Dresden. Trotz der großen Personalsorgen haben die DSC-Volleyballerinnen in der Bundesliga den zweiten Sieg gefeiert. Nach dem klaren Auftakterfolg gegen Suhl setzte sich der Double-Gewinner in einem wahren Krimi vor nur 953 Zuschauern beim USC Münster mit 3:2 (25:22, 23:25, 17:25, 25:21, 16:14) durch. Dabei zeigte die neuformierte Mannschaft von Trainer Alexander Waibl vor allem großartigen Kampfgeist und tolle Moral. Dass die Elbestädterinnen, die ohne ihre drei verletzten Spielerinnen Eva Hodanova (Kreuzbandriss), Jocelynn Birks und Valerie Courtois (beide Knie-Probleme) arg gehandicapt antraten, am Ende dem USC einen Punkt überlassen mussten, schmerzte eher weniger.

Im ersten Satz fanden die Gäste schnell ins Spiel. Sie schlugen druckvoll auf und Regisseurin Mareen Apitz konnte ihre Angreiferinnen aus stabiler Annahme variabel einsetzen. Nach einer klaren 16:7-Führung kämpften sich die Unabhängigen zwar auf 23:20 heran, doch die Dresdnerinnen machten mit einer guten Blockaktion mit dem dritten Satzball den Sack zu. Auch im zweiten Abschnitt führten die Waibl-Schützlinge bereits mit 8:3 und 10:5. Dann jedoch schlichen sich beim Meister einige Fehler ein, vor allem die Annahme wackelte immer wieder. So konnte Münster diesen Durchgang am Ende für sich entscheiden.

Die Schwierigkeiten in der Annahme setzten sich im dritten Abschnitt fort. Da der Coach aber in diesem Bereich derzeit keine Alternativen hat, mussten sich Myrthe Schoot und die Außenangreiferinnen Dominika Strumilo und Katharina Schwabe weiter durchkämpfen. Nach dem verlorenen dritten Satz stabilisierten sich die DSC-Damen wieder. Beeindruckend, dass zum Beispiel die erst 19-jährige Dominika Strumilo trotz ihrer Annahmeprobleme in allen anderen Bereichen aber relativ stabil blieb, sowohl im Angriff als auch im Block ihre Aufgaben meisterte. Und die Belgierin bekam dann auch die Annahme wieder besser in den Griff.

Nach dem Satzausgleich musste der Tiebreak entscheiden. Und der war nichts für schwache Nerven. Beim 8:6 für den DSC wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt, danach entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der heiß umkämpften Schlussphase brachte ein Aufschlag-Ass von Barbora Purchartová den ersten Matchball, den Münster jedoch abwehrte. Beim zweiten Versuch klappte es dagegen: Mareen Apitz beendete nach 127 Minuten mit einer Finte die spannende Partie. Erfolgreichste Punktesammlerin war erneut Diagonalangreiferin Liz McMahon mit 29 Zählern. Regisseurin Mareen Apitz wurde zur „Wertvollsten Spielerin“ gekürt, auf Seiten des USC entschied sich Alexander Waibl für die Ex-Dresdnerin Juliane Langgemach.

„Wir hatten gut angefangen, dann aber Schwierigkeiten in unserem Annahmeriegel bekommen. Ab dem vierten Satz konnten wir uns stabilisieren, waren in Block- und Feldabwehr wieder präsenter und haben auch mehr Druck mit den Aufgaben ausgeübt“, schätzte DSC-Trainer Alexander Waibl ein und fügte an: „Auch wenn wir verloren hätten, wäre ich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden gewesen.“

Von Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr