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Dresdner SC gibt sich vor dem Auswärtsspiel in Aachen kämpferisch

Volleyball Dresdner SC gibt sich vor dem Auswärtsspiel in Aachen kämpferisch

Nach der Niederlage gegen den Schweriner SC und dem Aus im DVV-Pokal sehnen sich die Spielerinnen des deutschen Meisters nach einem Erfolgserlebnis. Trotz personeller Probleme wollen sich die Spielerinnen von Trainer Alex Waibl am Sonnabend in Aachen von ihrer besten Seite zeigen und die nächsten Punkte einfahren.

Barbora Purchartova und der DSC hoffen bei den Ladies in Black auf einen Sieg.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Die DSC-Volleyballerinnen haben in den letzten Jahren für Erfolge am Fließband gesorgt. Drei Meistertitel in Folge, dazu der Pokaltriumph im vergangenen Winter in Mannheim und starke Auftritte in der Champions League. Schon im Sommer deutete sich jedoch an, dass der Höhenflug so nahtlos nicht fortgesetzt werden kann. Alexander Waibl standen weniger finanzielle Mittel für den Kader zur Verfügung, trotzdem musste ein fast kompletter Umbruch im Team vollzogen werden. Statt wie gewohnt 14 Spielerinnen konnten nur zwölf verpflichtet werden, dann schlug gleich zum Saisonstart das Verletzungspech zu. Unter diesen Voraussetzungen kommen die sicher bitteren Niederlagen gegen Schwerin und im Pokal gegen Stuttgart – noch dazu in eigener Halle – nicht wie der Blitz aus heiterem Himmel.

„Natürlich ist die Enttäuschung erst einmal groß“, weiß auch Trainer Waibl, doch er verweist auch auf die Stärke der beiden Gegner: „Schwerin und Stuttgart haben im Vergleich zur vergangenen Spielzeit noch einmal aufgerüstet. Manche Spielerin, die sich zum Beispiel Stuttgart geholt hat, können wir uns aus wirtschaftlichen Gründen einfach nicht leisten. Wir haben also gegen zwei Kontrahenten verloren, die besser sind als in der Vergangenheit. Wir dagegen können zur Zeit solche Leistungsträgerinnen wie beispielsweise Michelle Bartsch nicht ersetzen“, redet der Coach nicht um den heißen Brei. Und trotz krampfhafter Suche nach weiterer Verstärkung, musste der 48-Jährige auch am Freitag erneut verkünden: „Es ist weit und breit nichts in Sicht.“

Aber Alexander Waibl will vor der Partie bei den Ladies in Black Aachen auch keine Panikstimmung verbreiten: „Es war schon fast ein Erfolgsrezept in der Vergangenheit, wenn wir in der Saison sehr früh Niederlagen im Pokal einstecken mussten. Daraus haben wir dann viel gelernt, neue Lösungen zu finden. Deshalb werden wir auch diesmal den Kopf nicht in den Sand stecken“, betont er.

Schon am Donnerstag setzte er sich mit seinem Team zusammen, um noch einmal die Partie gegen Stuttgart ausführlich auszuwerten. „Natürlich sind da viele Sachen zu sehen, die lassen sich nicht mit einem Fingerschnippen verändern“, weiß der Coach. Reserven sehe er bei seinen Schützlingen in allen Elementen. Besonders die Annahme wackelte zuletzt eklatant. Doch gerade in diesem Bereich könne man mit dem vorhandenen Personal nicht von heute auf morgen eine hundertprozentige Steigerung hinbekommen. Dennoch hofft er in Aachen, wo ein sehr aufschlagsstarker Gegner auf den DSC wartet, dass seine Damen in diesem Element ein Stück zulegen. „Auch in der Block-Feldabwehr müssen wir uns steigern“, fordert Waibl, der noch einmal betont: „Wir wollen gegen Aachen in die Erfolgsspur zurückfinden. Danach haben wir dann drei Wochen vor uns, in denen wir viel trainieren und uns volleyballerisch verbessern können.“

In Aachen aber wartet durchaus ein unangenehmer Gegner, der trotz der Niederlagen zuletzt auch Stuttgart und Potsdam einiges abverlangt hat. Besonders interessant wird der Auftritt für DSC-Kapitän Myrthe Schoot, denn sie trifft bei den Ladies in Black auf einige holländische Landsfrauen, allen voran Saskia van Hintum. Die 46-jährige ehemalige Zuspielerin ist seit Sommer Trainerin in Aachen, war aber zuletzt gleichzeitig auch Co-Trainerin vom holländischen Bondscoach Giovanni Guidetti und damit erlebte sie gemeinsam mit der DSC-Libera die Olympischen Spiele in Rio.

Saskia van Hintum spielte übrigens früher selbst einmal in der Bundesliga bei CJD Berlin, erkämpfte 1993 gemeinsam mit den ehemaligen DSC-Spielerinnen Peggy Küttner und Beatrice Dömeland den Europapokal der Pokalsieger. Im Kader der Ladies in Black stehen außerdem die Niederländerinnen Kirsten Knip (Libero), Nika Daalderop und Nicole Oude Luttikhuis (beide Angriff), Tessa Polder sowie Jeanine Stoeten (beide Mittelblock).

Von Astrid Hofmann

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