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Dresdner SC gewinnt erstes Finalspiel gegen die Roten Raben

Dresdner SC gewinnt erstes Finalspiel gegen die Roten Raben

Vor dem Einspielen hatte sich die verletzte Angreiferin Rebecca Perry noch einmal ihre Mannschaftsgefährtinnen geschnappt und sie auf das erste Meisterschaftsfinalspiel gegen die Roten Raben Vilsbiburg eingeschworen: „Ihr müsst keine Wunderdinge vollbringen.

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Die Dresdner Volleyballerinnen haben das erste Finalspiel gewonnen.

Quelle: Franziska Viebach

Spielt einfach mit Spaß und Emotionen“, gab die Amerikanerin den Volleyballerinnen des Dresdner SC mit auf den Weg.

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Der Dresdner SC siegt im ersten Playoff-Finale gegen Vilsbiburg

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Perry hatte in den folgenden 85 Minuten ihre helle Freude daran, wie ihr Team genau diese Worte in die Tat umsetzte. Mit Leidenschaft, absoluter Entschlossenheit, mit Spielfreude und taktischer Disziplin schmetterten sie den Gegner auch zur Überraschung der begeistert mitgehenden knapp 3000 Zuschauer mit 3:0 (25:19, 25:22, 29:27) Sätzen aus der Margon-Arena. Damit legte der amtierende Vizemeister in der Serie „Best of five“ mit 1:0 vor und kann mit viel Selbstvertrauen das zweite Match am morgigen Dienstag im „Rabennest“ von Vilsbiburg in Angriff nehmen.

„Die Ausgangslage hat sich aber keinesfalls geändert. Wir sind weiterhin der Außenseiter, Vilsbiburg wird in eigener Halle eine deutliche Schippe zulegen“, beeilten sich anschließend DSC-Trainer Alexander Waibl, aber auch seine Schützlinge immer wieder hervorzuheben. Denn die Rolle des Außenseiters, in die der Vorrundenerste durch die schweren Verletzungen seiner beiden Top-Scorerinnen Becky Perry (Kreuzbandriss) und Lisa Izquierdo (Bänder- und Syndesmosebandriss) vor der vierten Finalteilnahme in Serie geriet, behagt den Dresdnerinnen offensichtlich recht gut. Der Druck in den vergangenen Jahren, als sich die DSC-Damen den Meistertitel auch selbst mehrfach auf die Fahnen schrieben, hatte die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl oft mehr gehemmt als beflügelt.

„Wir haben alle noch einen Tick extra für Izi (gemeint: Lisa Izquierdo) draufgepackt“, verriet Regisseurin Mareen Apitz, die mit gutem Beispiel voranging und ihre Angreiferinnen immer wieder hervorragend in Szene setzte und hinzufügte: „Wir konnten den Schwung und den Teamspirit aus dem fünften Satz gegen Aachen mit in diese Partie nehmen.“ Ein Extralob verteilte Apitz vor allem an Shanice Marcelle, die im Außenangriff Lisa Izquierdo vertrat: „Ich bin richtig stolz auf Shanice, wie sie ihre Rolle angenommen hat.“ Immerhin war die kanadische Nationalspielerin, die zuletzt nur als Wechselspielerin auf der Bank saß und wenig Einsatzzeiten hatte, mit zwölf Punkten zweitbeste Scorerin hinter Diagonalangreiferin Kristina Mikhailenko (14). Mit 52 Prozent erreichte Marcelle sogar die beste Angriffsquote aller DSC-Spielerinnen. Die 23-Jährige strahlte nach ihrem beherzten und überzeugenden Auftritt zu Recht: „Ich glaube, das war mein bislang bestes Saisonspiel. Ich war auch gar nicht nervös und dass ich so schnell in dieses Match fand, gab mir Selbstvertrauen.“ Kapitän Stefanie Karg bestätigte: „Man hat ihre Qualität an den Lösungen, die sie im Angriff immer wieder fand, gesehen. Ich war schon immer davon überzeugt, dass sie das kann.“ Auch in der Abwehr, die von Libero Myrthe Schoot glänzend organisiert wurde, überzeugte die Kanadierin.

Doch auch alle anderen zeigten sich hochmotiviert und bissig von der ersten bis zur letzten Minute. Gegen die personell deutlich besser besetzten Raben, denen aber offenbar die Reisestrapazen nach dem kräftezehrenden Halbfinale in Wiesbaden noch in den Knochen steckten und sie deshalb ihre Frische vermissen ließen, warfen die DSC-Damen vor allem Kampfgeist und Willen in die Waagschale. Selbst als es in der Schlussphase des dritten Satzes noch einmal eng wurde, bewiesen die Waibl-Schützlinge Nervenstärke. Schließlich war es Kristina Mikhailenko, die den Ball mit Wucht im gegnerischen Feld unterbrachte.

Dass zu dieser tollen Leistung auch die Zuschauer auf den Rängen beitrugen, stellte Stefa- nie Karg noch einmal besonders heraus: „Was die Fans aus dieser Halle in den letzten Spielen machen, ist unfassbar. Das Publikum trägt uns regelrecht auf einer Welle.“

Astrid Hofmann

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