Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresdner SC erwartet harte Pokalaufgabe: Waibl-Team will Personalsorgen trotzen

Volleyball Dresdner SC erwartet harte Pokalaufgabe: Waibl-Team will Personalsorgen trotzen

Es läuft momentan beim Doublegewinner nicht ganz nach Wunsch: Der Kader ist durch Verletzungen dezimiert, der erhoffte neue Großsponsor will nun wohl doch nicht einsteigen und am Sonnabend ging auch das Spiel gegen Schwerin in die Hose. Ein Sieg im DVV-Pokal könnte da die Stimmung spürbar anheben, doch der Gegner aus Stuttgart ist stark.

Im Supercup hatten Barbora Purchartova, Mareen Apitz & Co. gegen Stuttgart das Nachsehen.

Quelle: Archiv/Kurth

Dresden. Wenn es in der vergangenen Saison um die Titel im deutschen Frauen-Volleyball ging, standen sich der Dresdner SC und Allianz MTV Stuttgart gegenüber. Beide Male – im Pokal in Mannheim wie auch im Meisterschafts-Finale - setzten sich die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl durch. Leider wollte es das Los, dass sich die beiden Top-Teams diesmal schon im Pokal-Viertelfinale am Mittwochabend (19 Uhr) in der Margon-Arena duellieren und damit eine Mannschaft den Traum von Mannheim bereits begraben muss.

Wozu die Stuttgarterinnen fähig sind, haben sie schon zu Saisonbeginn beim Supercup in Berlin bewiesen, als sie die neuformierte Mannschaft des Meisters und Pokalsiegers mit 3:1 in die Schranken wiesen. Und weil sich seitdem die personelle Situation bei den Elbestädterinnen weiter verschlechtert hat, gegen die Schützlinge von Trainer Guillermo Hernandez als klarer Favorit in dieses Duell. Der Spanier kann mit voller Kapelle und damit 13 Spielerinnen anreisen. Dagegen muss Alexander Waibl auf die beiden Außenangreiferinnen Eva Hodanova (Kreuzbandriss) und Jocelynn Birks (Knieprobleme) verzichten, auch Libera Valerie Courtois ist nach Kniebeschwerden noch nicht wieder vollständig fit. Die Suche nach Verstärkungen gestaltet sich zudem äußerst schwierig. „Der Markt ist so gut wie leergefegt. Die guten Außenangreiferinnen sind alle weg, höchstens angeschlagene Spielerinnen, die gerade aus der Reha kommen, sind eventuell zu haben. Zudem sind auch noch andere Klubs auf der Suche, was die Sache nicht leichter macht“, weiß Waibl, der zudem finanziell nicht aus dem Vollen schöpfen kann. Zumal sich wohl die Hoffnungen auf einen neuen Großsponsor kurzfristig doch noch zerschlagen haben. Die für Ende Oktober angekündigte Mannschaftspräsentation mit dem neuen Unterstützer wurde abgesagt. Vorstandschef Jörg Dittrich will zu diesem Thema derzeit kein Statement abgeben.

So muss der Titelverteidiger mit dem Handicap des kleinen Kaders erst einmal leben. Alexander Waibl powert aber trotz des Handicaps: „Sicher sprechen die personellen Umstände für die Stuttgarterinnen. Doch wir spielen zu Hause und da haben wir immer die Chance zu gewinnen. Deshalb werden wir voll dagegenhalten, um das Halbfinale zu erreichen.“

Natürlich weiß auch der 48-Jährige um die Stärke des Konkurrenten. „Der Kader von Stuttgart ist in der Tiefe noch besser aufgestellt als bei Schwerin. Sie haben viel mehr Alternativen auf der Bank. Insgesamt ist die Mannschaft auf allen Angriffspositionen, einschließlich auf der Mitte, sehr gut besetzt.“ Nachdem zuletzt auch Kapitän Kim Renkema, die beim Supercup noch fehlte, ins Aufgebot zurückkehrte, hat Hernandez die Qual der Wahl. Gesetzt ist allerdings Renata Sandor, die in der vergangenen Spielzeit wegen eines Kreuzbandrisses fehlte. Die Ungarin steigert sich von Spiel zu Spiel und bot bisher starke Leistungen. Bislang konnten die MTV-Damen alle Spiele gewinnen.

Alexander Waibl und seine Schützlinge setzen deshalb am Mittwochabend besonders auf die Unterstützung von den Rängen. Alle Zuschauer sind aufgefordert, in roter Kleidung zu kommen. „Mit einer roten Wand im Rücken wollen wir Stuttgart Paroli bieten“, so der DSC-Coach. Im Anschluss an die Partie wird übrigens in der Margon Arena das Halbfinale ausgelost. Da hoffen die DSC-Damen natürlich, dass sie noch dabei sind.

Tickets gibt es auf jeden Fall noch an der Abendkasse.

Von Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr