Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 19 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresdner SC: Libera Kerstin Tzscherlich will ihren dritten Meistertitel gewinnen

Dresdner SC: Libera Kerstin Tzscherlich will ihren dritten Meistertitel gewinnen

Der Showdown beginnt. Es ist angerichtet für die beiden Finalspiele um die Deutsche Meisterschaft zwischen den Volleyball-Frauen des Dresdner SC und denen von Titelverteidiger Schwerin.

Voriger Artikel
Dynamo Dresden will in Karlsruhe drei Punkte einfahren - Gegner akut abstiegsbedroht
Nächster Artikel
Stadt Dresden ermöglicht zur Fußball-EM Public Viewing am Elbufer

Seit 21 Jahren hält sie ihrem DSC die Treue, den Verein wechseln will Kerstin Tzscherlich mit 34 Jahren nicht mehr.

Quelle: Imago/Hentschel

Dresden . Bei der Neuauflage des Vorjahres-Finales steigt heute Abend ab 19 Uhr das erste Spiel in der Arena am Lambrechtsgrund, am Sonnabend findet das Rückspiel in der Dresdner Margon-Arena statt. Vor dem Ost-Klassiker, der im letzten Jahr insgesamt 5100 Fans elektrisierte, sprachen wir mit Libera Kerstin Tzscherlich. Die 34-Jährige, die 397 Länderspiele absolvierte, hält dem DSC seit 1991 die Treue, bestritt mehr als 390 Partien für den Verein.

Frage: Sie sind die einzige Spielerin, die schon beim ersten Titelgewinn 1999 im Team stand. Können Sie sich noch daran erinnern?

K. Tzscherlich: Nicht wirklich, denn seither sind schon 13 Jahre ins Land gegangen. Damals war ich noch sehr jung und gehörte nicht zu den Leistungsträgern. Selbst an die Feier mit Bayer Leverkusen in unserer Halle kann ich mich kaum noch erinnern. Ich finde es aber ganz lustig, wie viele Spielerinnen seitdem gekommen und zum Teil auch wieder gegangen sind. Wenn ich gerade jetzt die jungen Athletinnen sehe, schätze ich mich glücklich, dass ich so viel miterleben durfte, immer noch dabei bin, aber auch schon fast alles hinter mir habe.

Beim zweiten Titelgewinn 2007 gehörten Sie dann zu den Leistungsträgerinnen. Das haftet sicher noch gut im Gedächtnis?

An alles erinnere ich mich nicht mehr. Nur, dass wir das Pokalfinale gegen Schwerin verloren hatten und die dafür gedruckten T-Shirts schnell wieder eingepackt werden mussten. Später konnten sie aber etwas verändert doch noch verwendet werden. Das letzte Saisonspiel absolvierten wir dann auch gegen Schwerin, aber die Meisterschaft hatten wir schon vorher in Hamburg klar gemacht.

Der Modus hat sich mehrfach geändert. 1999 gewann der DSC das Finale gegen Leverkusen im Playoff-Finale nach dem Modus "best of five", 2007 wurde die Schale nach einer Meisterrunde vergeben, seit letztem Jahr gibt es Hin- und Rückspiel nach EC-Modus. Welche Art gefällt Ihnen am besten?

Rein kräftemäßig war die Meisterrunde nicht schlecht. Doch am allerbesten, weil auch spannendsten, finde ich richtige Playoffs nach dem Modus "best of three" oder "best of five".

In Ihrer langen Karriere haben Sie unterschiedliche Trainer erlebt, gewannen den ersten Titel unter Klaus Kaiser, den zweiten mit Arnd Ludwig und jetzt könnte es mit Alexander Waibl klappen. Welche Unterschiede entdecken Sie bei den Trainern?

Das kann man schlecht vergleichen, da hat jeder seine Eigenarten - positive und auch negative (lacht). Zu Klaus Kaiser hatte ich natürlich eine ganz besondere Bindung, schließlich habe ich bei ihm schon als Kind im TZ Freital das Volleyball-Einmaleins gelernt. Mit Arnd Ludwig haben wir lange auf den Titel hingearbeitet, es im sechsten Jahr endlich geschafft. Mit Alexander Waibl konnten wir gleich im ersten Jahr Pokalsieg und Challenge Cup holen. Es wäre schön, wenn jetzt der Meistertitel dazu käme.

Sind die Duelle gegen Schwerin etwas Besonderes?

Für mich eigentlich nicht mehr. Früher kannte ich noch viele Spielerinnen auch privat sehr gut, jetzt nicht mehr. Aber natürlich sind es immer heiße Ostderbys auf hohem Niveau, die auch die Fans elektrisieren.

Im letzten Jahr hat der DSC beide Finalspiele verloren. Was wird dieses Mal besser?

Im vorigen Jahr war bei uns nach dem schweren Duell gegen Suhl, das wir mit viel Glück noch gewonnen haben, schon die Luft raus. Wir hatten viele Verletzte und sind ziemlich auf dem Zahnfleisch gekrochen. Deshalb fehlte auch das nötige Selbstvertrauen im Finale. Diesmal gehen wir mit breiter Brust in diese Partien. Wir haben die ganze Saison schon sehr erfolgreich gespielt, unter anderen auch zweimal gegen Schwerin gewonnen. Dazu sind bei uns alle fit, warum sollten wir uns also verstecken.

Mit einem Sieg in Schwerin könnten Sie heute sicher eine gute Ausgangsbasis schaffen?

Das stimmt, aber wir gehen da ganz locker ran. Selbst wenn wir verlieren: Die Entscheidung fällt erst am Sonnabend in Dresden.

Die Saison geht am Wochenende zu Ende und auch Ihr Vertrag beim DSC läuft aus. Sehen wir Sie nächstes Jahr wieder auf dem Parkett?

Das mache ich ganz von meiner Gesundheit abhängig. Auf jeden Fall will ich noch in der Nationalmannschaft spielen, hoffentlich Olympische Spiele erleben. Sollte ich danach weitermachen, dann natürlich nur beim DSC.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.04.2012

Interview: Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr