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Dresdner SC: Günther Rettich feiert 70. Geburtstag

Dresdner SC: Günther Rettich feiert 70. Geburtstag

Im Mittelpunkt stehen, ist seine Sache nicht. Doch heute wird Günther Rettich den "Rummel" nicht ganz vermeiden können, schließlich feiert der DSC-Präsident 70. Geburtstag.

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Günther Rettich

Dresden . Dresden (DNN). Im Mittelpunkt stehen, ist seine Sache nicht. Doch heute wird Günther Rettich den "Rummel" nicht ganz vermeiden können, schließlich feiert der DSC-Präsident 70. Geburtstag. Als der gebürtige Schwabe nach der Wende als einer der Vorstände zur AOK Sachsen nach Dresden kam, dauerte es nicht lang, bis sich der zuvor schon im sportlichen Ehrenamt erfahrene Mann beim wiedergegründeten Dresdner SC engagierte. Im Dezember 1991 wählte man ihn zum Präsidenten und von einer beruflich bedingten Unterbrechung zwischen 1996 und 1999 abgesehen, füllt er dieses Amt bis heute aus. Der DSC ist ein Teil seines Lebens geworden, die Entwicklung des Mehrspartenvereins mit derzeit elf Abteilungen und über 3500 Mitgliedern untrennbar mit seinem Namen verbunden.

"Für mich ist Günther Rettich einer der unprätentiösesten Menschen im Sport. Er sucht nie das Rampenlicht oder den Beifall, sondern bemüht sich ausschließlich um die Sache des Vereins. Seine Leistungen für den DSC können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden", bricht sein Vize-Präsident Wolfgang Söllner eine Lanze für ihn und führt gleich eine ganze Reihe von Gründen auf: "Ich bewundere sein Durchsetzungsvermögen und auch seine Geradlinigkeit, wie er zum Beispiel damals 1998 die notwendige Trennung von den Fußballern und später 2006 auch ihre Wiedereingliederung in den Verein gemeistert hat, mit welchem Mut und welch großem Engagement er den Bau der DSC-Trainingshalle angegangen ist", zählt Söllner nur einige Eckpunkte auf. Vor allem mit dieser Halle, für die im August 2002 der Grundstein gelegt und die im Oktober 2003 feierlich eingeweiht wurde, habe Rettich dem DSC einen Schub gegeben.

Obwohl die Flut 2002 das Ostragehege verwüstete und auch den Hallenbau in Mitleidenschaft zog und damit für den Präsidenten einen Tiefpunkt markierte, wollte er nie das Handtuch werfen. "Mich davonzuschleichen, würde nicht meiner Lebenseinstellung entsprechen", meinte er einmal selbst. "Günther Rettich ist keiner, der präsidiert, sondern einer, der hart und viel arbeitet, der sich dem Sportler zuwendet und der immer ein waches Auge auf die Finanzen hat. Maßgeblich ihm haben wir zu verdanken, dass der DSC heute auf soliden Füßen steht", betont Wolfgang Söllner und fügt schmunzelnd an: "In seiner schwäbisch-rustikalen Art bringt er die Dinge auf den Punkt und hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg."

Als Kapitän auf dem DSC-Großboot umschiffte Rettich so manche Klippe, lotste es in ruhiges Fahrwasser, meisterte den Spagat zwischen Leistungs- und Breitensport und sorgte dafür, dass das Dresdner Flaggschiff heute national und international einen guten Namen hat. Dass Rettich "ganz nebenbei" auch noch seit Jahren als Abteilungsleiter Wasserspringen fungiert und zwischen Juli 2007 und Juni 2009 dazu als Interimsgeschäftsführer bei den Volleyball-Damen einsprang und sich um die wirtschaftlichen Belange kümmerte, hängte er nie an die große Glocke. "Ich schätze seinen Sachverstand, mit dem er uns an vielen Stellen gerettet hat, wobei er uns sportlich aber freie Hand ließ. Was er an Zeit investiert, ist nicht zu toppen. Für uns ist Günther Rettich ein Glücksfall, denn ohne ihn würde es das Wasserspringen in Dresden so nicht mehr geben", weiß auch der langjährige Bundesstützpunkttrainer Frank Taubert die Arbeit des Jubilars zu schätzen.

Vor allem Annett Gamm, für die sich Rettich als Pate besonders einsetzte, sagt: "Er ist ein unglaublich sozialer Mensch, hängt sich mit vollem Herzen rein. Das habe ich auch immer gemerkt, wie er sich über Erfolge gefreut hat." Im Dezember wurde der "Dauerbrenner" noch einmal für zwei Jahre gewählt. Es soll seine letzte Amtszeit als Präsident sein. Wirklich vorstellen kann sich das beim Verein wohl derzeit noch niemand. Heute wollen sie ihn auf jeden Fall einmal richtig feiern - selbst wenn er das nicht wirklich mag. Herzlichen Glückwunsch!

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.06.2012

Astrid Hofmann

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