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Dresdner Rennverein: In viele Baustellen kommt jetzt Ordnung

Dresdner Rennverein: In viele Baustellen kommt jetzt Ordnung

Nachdem der Frühling endlich Einzug gehalten hat, startet an diesem Wochenende in Magdeburg die Galopp-Saison in Deutschland auch auf den Bahnen im Osten Zwei Wochen später läutet am 4. Mai auch in Dresden-Seidnitz die Startglocke beim ersten von sieben geplanten Renntagen.

Dresden.

Nach einigen Turbulenzen beim Dresdner Rennverein (DNN berichtete) hatte Ende Januar noch einmal Ehrenpräsident Christoph Winkler mit einem Übergangsvorstand das Zepter übernommen. Der 69-Jährige, der den Verein schon von 1990 bis 2005 geführt hatte, möchte das Präsidentenamt Ende des Jahres wieder in jüngere Hände abgeben. Die DNN sprachen vor dem Saisonstart mit dem Bauunternehmer.

Frage: Haben sich die Wogen geglättet, steuert der Rennverein wieder in ruhigem Fahrwasser?

Christoph Winkler: Ja, nach der turbulenten Mitgliederversammlung im Januar haben wir sehr viele Gespräche unter anderen mit den Trainern geführt. Wir haben die Finanzen geordnet und uns um die anstehenden Probleme mit der Tribüne und der Solaranlage gekümmert. Da hatten sich mehr Dinge angesammelt, als ich vermutet hätte. Doch langsam bekommen wir Ruhe und Ordnung in die Angelegenheiten.

Der Streit mit der Stadt um die Sanierung der Holztribüne war in der letzten Saison eskaliert. Wie ist die Situation, wird die Tribüne am ersten Renntag zur Verfügung stehen?

Wir hoffen sehr, dass wir die Tribüne am 4. Mai für die Zuschauer öffnen können. Leider sind erst in den letzten Monaten die notwendigen Dinge richtig angepackt worden. Dabei gilt unser Dank der Stadt und vor allem dem Bauaufsichtsamt, die uns dabei sehr gut unterstützt haben. Wir erwarten jetzt jeden Tag vom Brandschutzbeauftragten und dem Statiker grünes Licht, damit die Baugenehmigung erteilt werden kann. Die Firmen sitzen bereits in den Startlöchern, um mit den notwendigen Arbeiten zu beginnen. So muss das Dach beispielsweise mit rund 1900 Schrauben gesichert werden, weil sonst die Festigkeit fehlt. Außerdem müssen wir zwei zusätzliche Treppen im Vorderbereich der Tribüne anbringen. Das sind aber alles Teile eines Gesamtkonzeptes, die dann dauerhaft erhalten bleiben.

Es wurde davon gesprochen, dass die Gesamtsanierung einen sechsstelligen Euro-Betrag verschlingen wird. Können Sie das schon genau beziffern?

Nein, erst wenn wir die Baugenehmigung erhalten haben, können wir die Aufträge ausschreiben und uns Angebote einholen. Erst dann werden wir endgültig die Kosten benennen können.

Im letzten Jahr gab es auch einige ungeklärte Probleme mit der Solaranlage im Inneren der Rennbahn. Wie sieht es jetzt damit aus?

Es war vieles angeschoben, aber nicht zu Ende geführt worden. Wir sind noch dabei, die entsprechenden Verträge und Vereinbarungen zu erstellen oder zu prüfen. Wir sind auf einem guten Weg. Für 2012 haben wir vom Betreiber der Anlage zumindest jetzt die Pachtzahlung von 37500 Euro bekommen.

Der erste Renntag steht vor der Tür. Wie ist nach den langen Wintermonaten der Stand der Vorbereitungen?

Gestern war die Rennbahnprüfungskommission aus Köln da und hat uns die Genehmigung für die neue Saison erteilt. Natürlich hat uns der Winter schon zugesetzt. Die Vegetation ist noch nicht so weit wie sonst. Das heißt, der Graswuchs auf dem Geläuf hinkt etwas hinterher, aber das ist auf allen Rennbahnen so. Zur Freude unserer Trainer konnten wir Mitte März die Sanierung der Sandbahn abschließen, die durch den langen Frost ebenfalls etwas länger gedauert hat. Dabei wurde der alte Sand abgetragen und rund 1900 Tonnen neuer Sand aufgebracht. Auch die Drainage wurde in Ordnung gebracht. Alles in allem hat uns das 40000 Euro gekostet. Das musste aber sein. Unsere Trainer sind froh, dass sie seitdem wieder bessere Trainingsbedingungen vorfinden.

Können Sie schon etwas zum ersten Dresdner Renntag verraten?

Ja, wir werden erstmals ein Heinz-Jentzsch-Gedächtnisrennen austragen. Nachdem der berühmteste deutsche Trainer im letzten Jahr verstorben war, gab es viele Anfragen von Rennbahnen, die so ein Rennen ausrichten wollten. Wir sind sehr stolz darauf, dass sich Frau Jentzsch, die jetzt in Dresden wohnt, für uns entschieden hat. Insgesamt sind für den Aufgalopp sieben Rennen ausgeschrieben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.04.2013

Interview: Astrid Hofmann

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