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Dresdner Rennverein: Der Chef übergibt sein Amt mit gutem Gefühl

Dresdner Rennverein: Der Chef übergibt sein Amt mit gutem Gefühl

Für den Dresdner Rennverein und seinen Präsidenten Christoph Winkler ist heute ein Festtag. Zwei Monate vor dem Start in die neue Galopp-Saison wird die renovierte Holztribüne feierlich eingeweiht.

Dresden.

Anschließend wird Christoph Winkler bei der Mitgliederversammlung des Vereins die Amtsgeschäfte an einen Nachfolger übergeben. Wir sprachen gestern mit dem 70-jährigen Bau-Unternehmer, der schon einmal von 1990 bis 2006 den Rennverein geführt hatte.

Frage: Sie haben im Januar 2013 noch einmal das Kommando auf dem schlingernden Schiff des Rennvereins übernommen. Was fanden Sie vor, wie sieht es heute aus?

C. Winkler: Als wir die alte Führung zum Rücktritt gezwungen haben, war es fünf vor zwölf. Die Schulden hatten sich auf 420 000 Euro angehäuft, das Verhältnis zur Stadt war zerrüttet, die historische Holztribüne gesperrt, unter den Sponsoren gab es großes Misstrauen. Es war sehr schwer, den Rennverein wieder in ruhiges Fahrwasser und auf ein solides wirtschaftliches Fundament zu bringen. Obwohl die Sanierung der Tribüne über 300 000 Euro gekostet hat, konnten wir den Schuldenstand bis heute um 15 Prozent auf rund 360 000 Euro abbauen. Zur Einweihung der Tribüne erhalten wir noch einen Scheck von der Sparkasse.

Ist die 123 Jahre alte Tribüne jetzt wieder komplett nutzbar?

Ja, wir haben alle Auflagen der Statiker und des Brandschutzes erfüllt und können sowohl das Trainer- und Besitzerstübchen und auch die Gaststätte in Betrieb nehmen. Damit steht das komplette Bauwerk ab dem ersten Renntag zur Verfügung.

Sie sind selbst als Unternehmer stark eingespannt...

Ich habe großes Glück, dass ich in meiner Firma so tolle Mitarbeiter habe, die mich großartig unterstützt haben. Mein Dank gilt auch Rennvereins-Geschäftsführer Uwe Tschirch und viele anderen. Nicht zuletzt hatte ich die Rückendeckung meiner Frau. Aber ich bin jetzt auch froh, die Geschäfte übergeben zu können - mit einem sehr guten Gefühl.

Können Sie schon verraten, wer Sie als Präsident beerben soll?

Ja. Wir haben mit dem Dresdner Notar Michael Becker einen geeigneten Kandidaten gefunden, der auch bereit ist, das Amt zu übernehmen. Er ist seit vergangenem Jahr Mitglied im Rennverein und hat uns schon in einigen juristischen Angelegenheiten beraten. Bisher haben sich für den Vorstand fünf Kandidaten gemeldet, darunter zwei der bisherigen Vorstandsmitglieder. Aber es können sich bei der Versammlung weitere Kandidaten melden.

Werden Sie sich jetzt komplett zurückziehen?

Ich bin ja noch Ehrenpräsident und deshalb weiter mit dem Rennverein verbunden. Und ich stehe natürlich gern als Berater zur Verfügung. Wenn ich jetzt mehr Freizeit habe, will ich auch wieder selbst mehr reiten. Das ist zuletzt zu kurz gekommen.

Sind alle sieben Renntage für 2014 bereits gesichert?

Die sieben Renntage können auf jeden Fall durchgeführt werden, auch wenn weitere Sponsoren immer gern gesehen sind. Wir sind sogar in konkreten Gesprächen, vielleicht am Pfingstsonnabend einen zusätzlichen achten Renntag zu organisieren. Insgesamt ist im Galoppsport ein Aufwärtstrend zu sehen. Die Rennpreise gehen in Deutschland langsam wieder nach oben, dazu bekommen wir künftig mehr Gelder aus den Wetten. Das ist erfreulich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.03.2014

Astrid Hofmann

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