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Dresdner Männer starten in das Abenteuer Volleyball-Bundesliga

Dresdner Männer starten in das Abenteuer Volleyball-Bundesliga

Ohne einen einzigen Profi im Kader und mit einem Mini-Etat stürzen sich die Volleyballer des VC Dresden in das Abenteuer 1. Bundesliga. Bereits am Mittwoch empfangen die Elbestädter zum Auftakt in der heimischen Halle den Moerser SC.

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Der VC Dresden startet in die Bundesligasaison. (Archivbild)

Quelle: Christian Nitsche

„Wir wollen die Chance beim Schopf packen und sehen, ob sich neben den Erstliga-Damen vom Dresdner SC auch hochklassiger Männer-Volleyball in der Region etablieren kann“, erklärt VC-Manager und Geschäftsführer Jan Pretscheck.

Angestachelt von einem überraschenden Höhenflug mit zehn Siegen in Serie reifte in der vergangenen Saison beim damaligen Zweitligisten der Süd-Staffel der Traum vom Aufstieg. Zwar schnappte der GSVE Delitzsch den Dresdnern den Meistertitel noch vor der Nase weg, doch weil die Loberstädter auf ihr Aufstiegsrecht verzichteten, war der Weg für die VC-Männer frei. Um eine wirtschaftliche und organisatorische Basis zu schaffen, wurde schon während der letzten Saison eine Spielbetriebs GmbH gegründet.

Der Klassenerhalt ist das erklärte Ziel des Neulings, der dafür aber keine finanziellen Risiken eingeht. Im Gegensatz zu den etablierten Mannschaften stehen im Kader nur Amateure, die eine geringe Aufwandsentschädigung erhalten. „Unsere Jungs sind Studenten oder gehen arbeiten, die meisten kommen aus unserer eigenen Talentschmiede und erfüllen sich jetzt den Traum von der ersten Liga. Wir investieren nur, was unser Budget hergibt“, betont Pretscheck, der mit dem von der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) geforderten Mindestetat von 150 000 Euro plant.

Die Aufstiegshelden erhielten alle einen Vertrag für das Oberhaus. Lediglich der bisherige Spielertrainer Sven Dörendahl beendete seine Karriere als Zuspieler, lenkt sein Team nur noch als Cheftrainer von außen. Dafür wurde der ehemalige Juniorennationalspieler Santino Rost, der schon Erstliga-Erfahrung in Königs-Wusterhausen und zuletzt Gotha sammelte, als Regisseur verpflichtet.

Dazu verstärkte sich der Aufsteiger mit dem polnischen Mittelblocker Alan Wasilewski und dem früheren kubanischen Nationalspieler Yaniel Garay Gomez.„Mit individueller Klasse können wir sicher nicht glänzen und bei nur dreimal Balltraining pro Woche fehlt es uns noch an Konstanz, aber dafür spielen unsere Jungs mit ganz viel Herz und Leidenschaft. Teamgeist und Zusammenhalt sind die Pfunde, mit denen wir wuchern müssen. Mit jedem Spiel werden wir uns an das Niveau der Liga herantasten“, sagt Sven Dörendahl, der selbst ein Scheitern des Unternehmens einkalkuliert: „Wenn wir es nicht schaffen, geht die Welt auch nicht unter. Die Mannschaft würde nicht auseinanderbrechen, wir würden es einfach noch einmal probieren.“

Von Astrid Hofmann, dpa

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