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Dresdner Kanu-Asse wollen sich in Duisburg für Olympia empfehlen

Kanurennsport Dresdner Kanu-Asse wollen sich in Duisburg für Olympia empfehlen

Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein starten am Wochenende hochmotiviert bei der ersten nationalen Qualifikation für die Spiele in Rio de Janeiro. Für die Rennen auf der Wedau ist das Duo aus Elbflorenz gut gerüstet.

Tom Liebscher möchte in Duisburg alles zeigen, was in ihm steckt. Sein großes Ziel heißt: Edelmetall in Rio.
 

Quelle: dpa

Dresden.  Für die deutschen Kanurennfahrer fällt an diesem Wochenende der Startschuss in die Olympia-Saison. Bei der ersten nationalen Qualifikation in Duisburg werden die Weichen schon in Richtung Rio gestellt. Dresdens Ass Tom Liebscher hat das Ticket für Brasilien fest im Visier und will nach der verkorksten WM im vergangenen Jahr, als er mit seinem Potsdamer Partner Ronny Rauhe im K2 über 200 m Edelmetall verfehlte, unbedingt eine olympische Medaille. Heimtrainer Jens Kühn ist zuversichtlich: „Tom ist sehr gut über den Winter gekommen, hat vor allem an seiner kleinen Schwäche am Start hart gearbeitet. Vergangene Woche standen Messbootfahrten in Leipzig an, dabei hat er sich noch stärker als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr präsentiert.“

Liebscher, der zur olympischen Kernmannschaft im Kanu gehört (jene fünf Athleten, die im vergangenen Jahr die olympischen Quotenplätze erkämpften), kann sich mit einem Sieg über 200 m den Start bei der zweiten Qualifikation drei Wochen später an gleicher Stelle sparen und wäre auch für den Weltcup Mitte Mai in Duisburg gesetzt. Einen Strich durch diese Rechnung könnte ihm wohl nur sein Zweier-Partner Ronny Rauhe machen. Außerdem startet der 22-Jährige noch über 500 m. In Rio soll der Dresdner nicht nur im K2 über 200 m an den Start gehen, sondern wahrscheinlich auch im K4 über 1000 m.

Chancen auf eine Olympia-Fahrkarte rechnet sich auch noch Steffi Kriegerstein (WSV „Am Blauen Wunder“) aus. Obwohl die 23-Jährige nicht zur DKV-Kernmannschaft gehört (vier Athletinnen), will sie noch den Sprung auf den Olympiazug schaffen. Zu den bereits vorhandenen vier Quotenplätzen für Rio kann bei der Europaqualifikation, die im Rahmen des Weltcups in Duisburg Mitte Mai ausgefahren wird, könnte noch ein fünfter hinzukommen. Für dieses Rennen möchte sich Kriegerstein empfehlen.

Um ihr Ziel erreichen zu können, zog die Weltmeisterin im K2 über 500 m (nichtolympische Disziplin) nach der Vorsaison extra nach Leipzig, um die Vorgabe des Verbandes zu erfüllen. Der DKV hatte gefordert, dass sie am dortigen Bundesstützpunkt trainiert. „Das war auf jeden Fall nicht ganz schlecht, denn dort trainieren einige Weltmeisterinnen, an denen konnte sie sich reiben. Aber sie hat auch teilweise in Dresden trainiert, weil wir vieles auf sie individuell abstimmen“, erläutert Jens Kühn, der für die erste Qualifikation optimistisch ist: „Steffi ist sehr gut drauf und sie hat zuletzt bewiesen, dass sie, wenn es darauf ankommt, auch gute Nerven hat.“

Kühn hofft zudem auch auf gute Leistungen von Karl Weise, der sich im U23-Bereich beweisen muss und auf Benedikt Bachmann (Beide WSV „Am Blauen Wunder“), der sich als Junioren-Europameister jetzt in den U23-Kreis paddeln soll.

Von Astrid Hofmann

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