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Dresdner Footballer verlieren in der GFL auswärts mit 17:21

Dresdner Footballer verlieren in der GFL auswärts mit 17:21

Eine Woche nach der Niederlage gegen Meister Braunschweig war auch beim Auswärtsspiel in Kiel für die Sachsen nichts zu holen. Dresden unterlag am Sonnabend den Kiel Baltic Hurricanes mit 17:21 (0:7/3:7/7:7/7:0).

Die Heimniederlage gegen Braunschweig hatte wehgetan. Womöglich nicht so sehr die Niederlage an sich, gegen den Meister kann und darf man verlieren. Eher das Wie und die damit erwachten Zweifel an eigener Stärke und Anspruch, der nach gutem Saisonstart nicht eben klein war.

Solche Zweifel können lähmen. Und genau das konnte man bei den Monarchs am Sonnabend in Kiel von Beginn an beobachten. Dresden brauchte bis tief in die zweite Halbzeit um überhaupt so etwas wie Rhythmus im eigenen und Zugriff auf das Spiel des Gegners zu bekommen. In Halbzeit eins agierte der Gastgeber nach Belieben. Vor allem dem Laufspiel über den starken Runningback Andreas Hofbauer hatte Dresden wenig entgegenzusetzen. Kiel präsentierte immer wieder perfekt vorgetragene Drives. Kontrolliert, jeden Schritt wohl gewählt und ausgeführt marschierten sie übers Feld. Das war gleichermaßen effektiv und zeitaufwändig. Zeit, die Dresden irgendwann fehlte. Kiel ging mit zwei Touchdowns in Führung. Den ersten erlief Quarterback Blake Bolles. Beim zweiten bediente Bolles Tyler Davis mit einem 26-Yards-Pass. Dresden brachte in der ersten Halbzeit nur ein Fieldgoal zustande (30 Yards, Jan Hilgenfeld 14:3).

Den zweiten Durchgang musste Kiel ohne den kurz vor der Pause verletzten Hofbauer bestreiten, was den Norddeutschen verständlicherweise deutlich schwerer fiel. Allerdings brauchte Dresden auch hier wieder zu lang um daraus Kapital zu schlagen. Zunächst erhöhte Kiel mit einem Touchdown-Pass auf Benedikt Engelmann auf 21:3. Und dann, kurz vor Ende des dritten Viertels, schien Dresden den Schalter gefunden zu haben. Erst sorgte Donald Russel mit einem sehenswerten langen Lauf nach kurzem Pass von Quarterback Clay Belton für deutlichen Raumgewinn und ein Firstdown kurz vor der Kieler Endzone. Und dann war es endlich soweit: Nach fast fünf Vierteln ohne Touchdown bediente Belton Hilgenfeldt zum Anschluss (PAT Hilgenfeldt 21:10). Plötzlich schienen die Monarchs erwacht. Die Holsteiner taumelten, die Sachsen kämpften.

Zu Beginn des Schlussviertels kam dann der erste Rückschlag: Clay Belton warf einen Fehlpass und Kiel kam an den Ball. Doch die Monarchs-Defense hielt gegen und eroberte das Angriffsrecht seinerseits durch eine Interception von Damien Donaldson zurück. Der Lohn für diese Mühen: der zweite Touchdownpass von Belton, diesmal auf Radko Zoller. Und gut sieben Minuten vor Schluss stand es nur noch 17:21. Doch in diesen sieben Minuten taten die Hausherren das, womit sie vor allem im ersten Durchgang den Monarchs Zähne und Nerven gezogen hatten. Konzentriert, im Glauben an die eigene Stärke lief man wieder übers Feld und kontrollierte so Gegner und Uhr. Selbst mehrere lange dritte Versuche konnten die Monarchs nicht stoppen. Punkte holte Kiel zwar keine mehr, aber den Ball gab es erst zurück, als nur noch gut 70 Sekunden zu spielen waren. Zu wenig für Dresden. Zu wenig an diesem Spieltag.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.06.2015

Jörg Dressler

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