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Dresdner Fans trauern bei Public Viewing mit der deutschen Nationalelf - keine Zwischenfälle nach Abpfiff

Dresdner Fans trauern bei Public Viewing mit der deutschen Nationalelf - keine Zwischenfälle nach Abpfiff

Gehofft, gebangt und am Ende getrauert: Geknickt verließen die Dresdner Fußballfans am Donnerstagabend die Stadt und die vielen Kneipen nach dem 1:2 der deutschen Nationalelf im EM-Halbfinale gegen Italien.

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Das EM-Halbfinale sorgte für traurige Gesichter bei den Fußballfans in Dresden.

Quelle: Hauke Heuer

Bereits den ganzen Tag hatten die Dresdner auf das Spiel hingefiebert.

Schon am Vormittag sah man vereinzelte Fans in Trikot oder mit Fahne. Schon drei Stunden vor Anpfiff waren die Traversen am Dresdner Königsufer gut gefüllt, später war einmal mehr alles voll. Auch in unzähligen Kneipen, Bars und Restaurants liefen Fernseher oder wurden die Spiele auf Leinwänden gezeigt. Vor allem in der Neustadt ballten sich die Fans in Scharen um die Bildschirme.

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Deutschland gegen Italien: Public Viewing zum EM-Halbfinale am Dresdner Königsufer.

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Doch die anfangs gute Stimmung wich schnell: Das 1:0 war für viele ein Schock, beim 2:0 für Italien herrschte vielerorts blankes Entsetzen. Zu Beginn der zweiten Hälfte keimte zwar noch einmal Hoffnung auf, die durch den späten Elfmeter noch einmal Auftrieb erhielt. Doch am Ende hatte es nicht gereicht. Traurig und mit hängenden Mundwinkeln zog es die Dresdner nach Hause.

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Die Gesichtsausdrücke der Routiniers Lahm (l) und Lukas Podolski sprechen Bände. Foto: Andreas Gebert

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Dennoch blieb Polizeiangaben zufolge nach dem Spiel alles relativ ruhig. "Vereinzelt sind Böller gezündet worden, vermutlich durch italienische Mitbürger", sagte Polizeisprecher Mario Laske gegenüber DNN Online. Vandalen hätten ihren Frust jedoch nicht an fremdem Eigentum ausgelassen. "Die Polizei war präsent in der Stadt", so Laske. Ein Autokorso sei erwartungsgemäß auch nicht zu Stande gekommen.

Auch auf dem Public-Viewing-Gelände am Elbufer gab es nach den Störungen vorm ersten Gruppenspiel keine weiteren Zwischenfälle. Damals hatten mehrere Personen während des Abspielens der deutschen Nationalhymne den Hitlergruß gezeigt. Der Sicherheitsdienst hatte den Vorfall jedoch auf Video aufgenommen, so dass mindestens ein Täter ermittelt werden konnte. "Danach ist alles friedlich geblieben", bestätigt Franke. Auch im Spiel zwischen Deutschland und Italien seien zusätzliche Polizeikräfte im Einsatz gewesen.

Die Gesamtbilanz des Public-Viewing-Areals am Königsufer fällt dennoch allenfalls durchwachsen aus. Durch das Ausscheiden Deutschlands entgehen dem Veranstalter satte Einnahmen beim Finalspiel. "Das ärgert jeden Public-Viewing-Anbieter. Es wäre schön, wenn trotzdem so um die 5000 Leute zum Finalspiel kommen", sagte Organisatorensprecherin Viktoria Franke. Das sind deutlich weniger als die 11.000 Zuschauer des Spiels zwischen Deutschland und Italien, "aber wir werden das verschmerzen können und konzentrieren uns nun auf die Filmnächte", so Franke. Angesichts der 1500 Gäste im ersten Halbfinalspiel zwischen Spanien und Portugal sind 5000 Zuschauer allerdings eine durchaus optimistische Schätzung, die auch nur dann eintritt, wenn das Wetter mitspielt.

sl / StS

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