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Dresdner Extremschwimmerin Kirsten Seidel will doppelt durch den Belt

Dresdner Extremschwimmerin Kirsten Seidel will doppelt durch den Belt

Die Dresdner Extremschwimmerin Kirsten Seidel plant den nächsten Coup. Als erste Frau will sie den Fehmarnbelt, der die zu Deutschland zählende Insel Fehmarn von Dänemark trennt, zwei Mal kurz hintereinander durchschwimmen.

Schon vor zehn Jahren hat sie nur mit Badeanzug und Badekappe ausgerüstet die mindestens 21 Kilometer lange Distanz überwunden, am Sonnabend will sie gleich nach der geschafften Durchquerung wieder zurückschwimmen. Mit dem Satz "Jetzt aber doppelt" hat sie ihrem Vorhaben einen Namen gegeben. "Ich möchte mit meiner Aktion auf die enge Verbindung des Menschen zum Wasser hinweisen. Wasser ist unser Leben, ohne Wasser kein Leben", begründet sie das Vorhaben.

Allerdings verfolgt die Dresdnerin auch noch andere Ziele. So will sie den von Bruno Dobelmann aufgestellten Streckenrekord zum Wackeln bringen. Der Orca genannte Extremschwimmer hatte den Fehmarnbelt im Sommer 2011 als erster Mensch in 19 Stunden 15 Minuten und 51 Sekunden doppelt durchquert. Die 48-jährige Seidel traut sich eine ähnliche Leistung zu. Außerdem möchte sie als erste Frau, die das Vorhaben schafft, im Guinnessbuch der Rekorde verewigt werden.

Als die Maschinenbau-Diplomingenieurin mit dem Spezialgebiet Strömungsmechanik vor zehn Jahren das erste Mal von Puttgarden auf Fehmarn nach Rødby in Dänemark schwamm, war es der Auftakt für Seidels Karriere als Extremschwimmerin. Im Jahr darauf durchschwamm sie die gesamte Müritz von Viperow nach Waren/Müritz. Große Bekanntheit erlangte sie jedoch als Elbschwimmerin, als sie 2006 anlässlich von Dresdens 800-Jahrfeier von ihrer Geburtsstadt bis nach Hamburg 553,5 Kilometer die Elbe entlang schwamm. Das habe vor ihr noch kein Mensch geschafft, meint Seidel, die damals mit ihrer Aktion Spenden für krebskranke Kinder gesammelt hatte.

Seither macht sie mit immer neuen Rekordversuchen auf sich aufmerksam. So durchschwamm sie 2012 den Bodensee in seiner kompletten Länge vom deutschen Bodman ins schweizerische Bregenz (DNN berichteten). Für die 64 Kilometer hatte sie auf einen vor der Kälte des Wassers schützenden Neoprenanzug verzichtet, sich nur mit Ölen ausgeholfen. Ursprünglich wollte sie den Bodensee ganz umrunden, hatte dieses Vorhaben aber nach 36 Stunden aufgegeben. Sie habe mit ihrer Aktion zeigen wollen, dass man Unmögliches möglich machen kann, wenn man will, meinte Seidel damals.

Nun wird es am Sonnabend, 4 Uhr, wieder ernst für Seidel, die ihr Geld inzwischen als Mental-Trainerin im Sportbereich und der Geschäftswelt verdient, gewissermaßen ihr Hobby zum Beruf gemacht hat. Wie lange sie nach ihrem Start im Wasser sein wird und welche Distanz sie dabei zurücklegt, lässt sich derzeit schlecht einschätzen, weil beides stark von der Strömung und der Schwimmrichtung abhängt. Seidel rechnet damit, dass sie etwa 25 Kilometer für eine Querung zurücklegen muss. Ihre Rückkehr nach Puttgarden erwartet sie frühestens am späten Sonnabendnachmittag, eher am Abend.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.08.2013

DNN

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