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Dresdner Eislöwen wollen mit neuem Torwart zu alter Sicherheit zurückfinden

Dresdner Eislöwen wollen mit neuem Torwart zu alter Sicherheit zurückfinden

Der Blick auf die Tabelle schreckt Steve Silverthorn nicht. "Ich schaue da gar nicht drauf. Ich denke von Spiel zu Spiel, von Drittel zu Drittel und will meinen Beitrag leisten, damit die Eislöwen die Klasse halten.

Dresden .

Denn ich weiß aus dem letzten Jahr, als ich noch in Schwenningen im Tor stand, dass die Mannschaft stark ist", erklärte der erst am Mittwoch in Elbflorenz gelandete Kanadier. Schon heute Abend wird der 30-Jährige beim Tabellenzweiten in Heilbronn sein Debüt im Löwen-Kasten geben, am Sonntag gegen Rosenheim wird er sich erstmals den heimischen Fans präsentieren.

Gestern stand der Neuzugang schon am frühen Morgen den Dresdner Medienvertretern beim gemeinsamen Frühstück im NH-Hotel Rede und Antwort. Von Müdigkeit und Jetlag keine Spur, Silverthorn wirkte frisch und munter: "Ich fühle mich wohl und bin bereit. Meine Frau hat dem Wechsel zugestimmt. Sie weiß, dass ich es gern wollte und darüber glücklich bin. Damit sind wir alle zufrieden. Auch wenn sie mit unseren Zwillingsmädchen in der Heimat bleibt." Mit der Rückendeckung der Familie kann sich der Goaelie nun voll und ganz auf seinen Job konzentrieren. Sein Kumpel Marc St. Jean, mit dem er schon in Bad Tölz und Schwenningen spielte, nahm ihn schon am Flughafen Klotzsche "unter seine Fittiche", um ihm die ersten Schritte in neuer Umgebung zu erleichtern. Thomas Popiesch setzt in seinen Wunschkandidaten große Hoffnungen: "Steve kann uns hinten Spiele offen halten, soll für mehr Sicherheit sorgen. Vielleicht kommt dann auch vorn wieder mehr Lockerheit in unsere Reihen. Ich hatte ihn schon zu seiner Zeit in Bad Tölz beobachtet und denke, dass er sehr gut mit Druck klarkommt, da sogar seine besten Leistungen bringt. Sein ehemaliger Trainer Toni Raubal hat mir gesagt, er sei unheimlich ehrgeizig und man müsse ihn bremsen, sonst würde er im Kraftraum übernachten."

Gleich heute Abend im ersten Spiel trifft Silverthorn in Heilbronn auf eine Mannschaft, die wohl auch an ihm interessiert war. Das spiele für ihn aber keine Rolle, wichtig sei, dass er mit den Eislöwen Punkte hole. Thomas Popiesch weiß, wie schwer das bei den Falken, die zuletzt acht Siege in Folge feierten, wird: "Das ist die derzeit stärkste Mannschaft der Liga. Sie haben mit Ryan McDonald auch noch einmal einen neuen Torhüter geholt, dazu sind die ersten drei Sturmreihen unheimlich gut besetzt." Der Eislöwen-Coach muss dagegen auf Top-Stürmer Sami Kaartinen verzichten, der sich mit einem Infekt plagt. Dafür dürften Joel Keussen, Bastian Steingroß und Dominik Hammer ins Aufgebot zurückkehren.

"Wir müssen jetzt Schritt für Schritt versuchen, wieder Stabilität und Sicherheit zu bekommen und die Produktivität vorm Tor zu erhöhen", fordert Popiesch, der vor allem am Sonntag gegen Rosenheim auf eine Steigerung hofft. Bei diesem Heimspiel wollen die Dresdner Fans noch einmal eine Aktion starten, um zur Finanzierung von Silverthorn beizutragen (Informationen dazu auf der Eislöwen-Homepage). Geschäftsführer Matthias Broda dankte gestern noch einmal allen Unterstützern. Astrid Hofmann

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.02.2012

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