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Dresdner Eislöwen vorerst gerettet - Stadtrat stimmt Sanierungskonzept zu

Dresdner Eislöwen vorerst gerettet - Stadtrat stimmt Sanierungskonzept zu

Die Dresdner Eislöwen sind vorerst gerettet. Mit 67 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung beschloss der Dresdner Stadtrat am Mittwochabend, das Sanierungskonzept fortzuführen.

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Die Eislöwen-Fans können sich freuen: Eine Rettung ist in Sicht.

Quelle: Stephan Lohse

Sport- und Finanzausschuss einigten sich nur wenige Minuten vor Beginn der Stadtratssitzung auf einen neuen Antrag. Der bisherige Antrag, der eine Liquidation der Betriebsgesellschaft vorsah, wurde zurückgezogen. Der Sportausschuss stimmte der neuen Vorlage einstimmig zu, im Finanzausschuss gab es zwei Nein-Simmen. Im Kulturrathaus brandete nach der Abstimmung riesiger Jubel auf. Rund 200 Fans hatten vor Ort auf dem Balkon oder per Video im Nebensaal mitgefiebert und zogen anschließend umso lauter und erleichtert von dannen.

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Dresdner Stadtrat am 16. April 2014

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Nach der beschlossenen Regelung verzichtet die Stadt auf knapp 300.000 Euro an Forderungen gegenüber der Eislöwen-Betriebsgesellschaft und stundet den Eislöwen vorerst weitere 150.000 Euro Schulden. Zudem wird die Hallenmiete gekürzt. Nächste Saison sollen die Eislöwen nur 105.000 Euro zahlen, danach jede Saison fünf Prozent mehr. Zudem soll eine endgültige Lösung zu den Schadenersatzansprüchen des Caterers Hoga nach der Dachhavarie der Eishalle gefunden werden. Für das der Stadt entstehende Minus kommt nicht der Eigenbetrieb Sportstätten sondern der allgemeine Haushalt der Stadt auf.

Die Eislöwen verpflichten sich dafür unter anderem dazu, weitere Altlasten zu tilgen und der Stadt in jedem Quartal Bericht zu erstatten. Zudem sollen weitere Gesellschafter gefunden werden. Alle Fraktionen stimmten dem neuen Vorschlag zu, mahnten aber die Eislöwen. Erst die Androhung der Liquidation habe den nötigen Druck bei der Betriebsgesellschaft erzeugt. Die vorherige Leitung erntete scharfe Kritik. Erst die Einsetzung des neuen Geschäftsführers ermögliche jetzt neue Perspektiven. Damit sollen die Eislöwen eine neue Chance bekommen.

Der Verein äußerte sich erleichtert: „Wir sind über die Entscheidung des Stadtrates natürlich sehr glücklich und möchten unseren großen Dank an die Oberbürgermeisterin, den Sportausschuss, die jeweiligen Fraktionen, den Wirtschaftsprüfer sowie alle Unterstützer und Anhänger richten. Wir sehen dieses Abstimmungsergebnis als letzte Chance für die Eislöwen und werden alle Kraft investieren, um das in uns gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen. Es wartet viel Arbeit auf uns, aber wir sind froh, dass wir die Gelegenheit bekommen diese anzupacken“, sagt Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel.

Auch der Trainer der Mannschaft freute sich über die finanzielle Absicherung. „Die Situation war in den letzten Wochen nicht einfach. Am Ende hat sich gezeigt, dass alle Eishockeyanhänger in Dresden zusammenhalten und für ein Ziel kämpfen. Jetzt gilt es die Chance zu nutzen und in eine gemeinsame Richtung zu arbeiten“, sagt Eislöwen-Cheftrainer Thomas Popiesch. „Heute wurde ein deutliches Zeichen für den Eishockeysport gesetzt. Wir sind sehr froh, dass der Stadtrat diese Entscheidung getroffen hat und möchten allen Fraktionen unseren Dank aussprechen. Die Erleichterung und Freude ist riesig. Jetzt müssen wir zielstrebig nach vorn schauen“, sagt Lars Stohmann, Sprecher des Fanrates.

Stephan Lohse / dbr

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