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Dresdner Eislöwen vorerst gerettet: Stadt stundet dem Verein seine Schulden

Dresdner Eislöwen vorerst gerettet: Stadt stundet dem Verein seine Schulden

Die Dresdner Eislöwen sind gestern in letzter Minute gerettet worden. Der Sportausschuss des Stadtrates beschloss einstimmig eine Stundungsvereinbarung, wonach der Verein seine Schulden bei der Stadt in Höhe von knapp 73 000 Euro erst bis zum 31. Mai 2017 zurückzahlen muss.

Damit können die Eislöwen auf eine Lizenz für die Saison 2012/2013 hoffen. "Eine konsequente Einziehung sämtlicher offener Forderungen durch die Stadt würde für die Eislöwen eine unbillige Härte bedeuten, da eine Versagung der Lizenz für die kommende Spielsaison gleichzeitig das wirtschaftliche und sportliche Ende der Betriebsgesellschaft sowie des Eishockeys in der 2. Bundesliga bedeuten würde", erklärte Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) vor der entscheidenden Abstimmung. Die Lizenzierungsunterlagen musste Eislöwen-Geschäftsführer Matthias Broda gestern bis spätestens um Mitternacht bei der Eishockeyspielgesellschaft in München einreichen.

Entsprechend hektisch wurde der zinslose Stundungsvertrag unmittelbar nach dem Votum des Sportausschusses ganz unprätentiös in der Teeküche der Eissporthalle von Broda und Sportstättenchef Sven Mania unterzeichnet. Der Dachschaden der Energie-Verbund-Arena ist schuld an dem finanziellen Desaster, in das die Eislöwen geraten sind. Denn mehrere Spiele fielen wegen eindringenden Wassers ersatzlos aus (DNN berichteten). "Der Verein hat nichts falsch gemacht, im Gegenteil. Er hat gut gewirtschaftet und sich nicht übernommen. In diesem Fall haben wir es mit einem Verschulden zu tun, das erst noch festzustellen ist", betonte Lehmann mit Blick auf die noch nicht wirklich geklärte Ursache für die Risse im Dach der Eissporthalle. 2017 ist die Situation Lehmann zufolge sicherlich klarer und dann könnten die offenen Forderungen der Stadt mit den Schadensersatzansprüchen der Eislöwen wohl verrechnet werden.

Matthias Broda war nach der Entscheidung des Sportausschusses erleichtert, allerdings auch nicht "richtig glücklich", wie er selbst sagte. "Selbstverständlich hätte ich mir einen kompletten Erlass unserer Schulden bei der Stadt gewünscht. So ist es letztlich ein Kompromiss geworden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.06.2012

Christoph Stephan

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