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Dresdner Eislöwen vorerst gerettet - Stadt stundet 472.000 Euro

Dresdner Eislöwen vorerst gerettet - Stadt stundet 472.000 Euro

Die Dresdner Eislöwen und ihre Fans können aufatmen. Gestern hat der Stadtrat die Weichen für die Rettung des von der Insolvenz bedrohten Eishockey-Zweitligisten auf "Grün" gestellt.

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Das Spektakel für die Fans geht in der Dresdner Eishalle erst einmal weiter.

Quelle: Lutz Hentschel

Während der Sportausschuss nicht endgültig über den Rangrücktritt und die Stundung aktueller Forderungen in Höhe von 472 000 Euro entscheiden wollte und die Verantwortung an die Stadträte weitergab, stimmten diese gestern Abend mit überwältigender Mehrheit (61 Ja-Stimmen, eine Enthaltung) für die Eislöwen. Damit können die Verantwortlichen heute die Lizenzunterlagen bei der ESBG in München einreichen.

"Wir sind mehr als nur froh, dass uns die Landeshauptstadt diese große Unterstützung gewährt und wir nun die nächsten Aufgaben angehen können. Die Kritik des Stadtrates ist angekommen und wir werden uns jedem einzelnen Punkt annehmen", sagte Veronika Petzold, die im Kreis der Gesellschafter für die Finanzen zuständig ist. "Mir fällt eine ganze Tonne von Steinen vom Herzen", zeigte sich Fanvertreter Lars Stohmann erleichtert. "Wir hatten im Vorfeld noch mit den sportpolitischen Sprechern der Fraktionen im Stadtrat gesprochen und unsere Situation erläutert. Die Aussagen in der Diskussion waren dann zwar kritisch, aber alle waren sich einig, den Eishockey-Standort Dresden erhalten zu wollen. Mit dem Rangrücktritt hat die Stadt ja die Chance, überhaupt wieder an ihr Geld zu kommen", so Stohmann.

Auch Trainer Thomas Popiesch zeigte gestern Präsenz, war sowohl bei der Sportausschuss-Sitzung als auch im Stadtrat dabei und nahm die Gelegenheit wahr, die Gründe für die Misere darzustellen und für die Eislöwen zu werben. "Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn die Entscheidung negativ ausgefallen wäre", gab er zu und betonte: "So haben wir jetzt die Möglichkeit, weiterzuarbeiten. Es ist ein wichtiges Signal für die Öffentlichkeit, für Sponsoren und natürlich auch für die Spieler und die Voraussetzung, damit wir die Lizenz erhalten können. Es müssen aber noch weitere Schritte folgen. Natürlich hat uns der Stadtrat auch einige Aufgaben mit auf den Weg gegeben, damit es in Zukunft besser wird. Es muss auf jeden Fall mehr Controlling geben." Popiesch ist jedoch überzeugt, dass der Neustart gelingen wird. "Wir müssen jetzt auch nach außen hin als Einheit auftreten", fordert er.

Derzeit suchen die Elbestädter noch einen neuen Geschäftsführer. Die Stelle ist bis heute offiziell ausgeschrieben, in der zweiten Juni-Woche wollen die Gesellschafter dann die Bewerbungen gesichtet haben und eine Entscheidung fällen, wer Nachfolger von Danilo Klee werden soll. Auch für die Marketing-Abteilung war der erteilte Rangrücktritt ein Startsignal. Bisher konnten von den geplanten 665 000 Euro Sponsorengeldern für die neue Saison rund 50 Prozent schon mit Verträgen nachgewiesen werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.05.2013

Astrid Hofmann

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