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Dresdner Eislöwen verlieren drittes Playoff-Halbfinale

Niederlage in der Verlängerung Dresdner Eislöwen verlieren drittes Playoff-Halbfinale

Die Dresdner Eislöwen haben auch die dritte Partie im Playoff-Halbfinale gegen die Bietigheim Steelers verloren und stehen damit kurz vorm Aus. Das Team von Trainer Bill Stewart lieferte dem Titelverteidiger vor 4041 Zuschauern einen packenden Kampf bis auf Messers Schneide.

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Drei Gegentreffer fingen sich die Dresdner Eislöwen gestern in Bietigheim ein – den letzten in der Verlängerung.

Quelle: Martin Kalb

Dresden. Die Dresdner Eislöwen haben auch die dritte Partie im Playoff-Halbfinale gegen die Bietigheim Steelers verloren und stehen damit kurz vorm Aus. Das Team von Trainer Bill Stewart lieferte dem Titelverteidiger vor 4041 Zuschauern einen packenden Kampf bis auf Messers Schneide, doch am Ende mussten sich die Elbestädter hauchdünn mit 2:3 (1:0, 0:2, 1:0, 0:1) nach Verlängerung geschlagen geben. Damit führt der Vorrundenerste in der Serie mit 3:0 und braucht nur noch einen Sieg zum Einzug ins Finale. Die vierte Partie steigt am Sonntag um 17 Uhr in der EnergieVerbund Arena.

Die Eislöwen, die kurzfristig auch noch auf den erkrankten Teemu Rinkinen (Infekt) verzichten mussten, begannen sehr gut und fanden schnell ins Spiel. Sie überstanden zwei gegnerische Überzahlsituationen ohne Gegentor und konnten in der 17. Minute selbst den ersten Treffer markieren. Nach Vorarbeit von René Kramer und Max Campbell netzte Vladislav Filin zum 1:0 ein. Zu diesem Zeitpunkt keinesfalls unverdient. Im zweiten Abschnitt aber kamen die Gastgeber immer besser in Fahrt, während die Dresdner zwei Powerplay-Möglichkeiten ungenutzt verstreichen ließen.

Und dann passierte genau das, was die Eislöwen unbedingt vermeiden wollten – Fehler in den eigenen Reihen. Feodor Boiarchinov hatte vor der Abreise gesagt: „Bei den Steelers führt jeder Fehler von uns zu einem Gegentor.“ Leider bestätigten sich seine Worte. In der 30. Minute leisteten sich die Elbestädter einen Puckverlust hinter dem eigenen Tor. So konnte Matt McKnight die Scheibe zu dem in der Mitte völlig frei heranstürmenden Marcus Sommerfeld passen und der ließ sich die Chance nicht entgehen, schob zum 1:1 ein. Vier Minuten später wieder eine Unkonzentriertheit bei den Stewart-Schützlingen. So konnte Shawn Weller Top-Scorer Justin Kelly die Scheibe vor den Schläger spielen und der markierte das 2:1 für die Hausherren. Wenig später verhinderte nur eine Glanztat von Brett Jaeger gegen Jason Pinizzotto den nächsten Treffer der Steelers. Nach solchen haarsträubenden Fehlern hatte Trainer Bill Stewart, der wegen eines starken Infektes seinem Team erst gestern hinterhergefahren war, in der zweiten Pause genügend Redebedarf. Seine Ansprache wirkte offenbar. Denn die Eislöwen kamen hochmotiviert aus der Kabine, fuhren den ersten Angriff in Richtung Bietigheimer Tor und Marius Garten besorgte nach 27 Sekunden den 2:2-Ausgleich. Das gab den Gästen Auftrieb. Sie bestimmten nun deutlich das Spielgeschehen. Einziges Manko: Sie konnten den optischen Vorteil nicht in Zählbares ummünzen, auch nicht bei zwei weiteren Überzahlsituationen. Auch, weil Sinisa Martinovic im Steelers-Tor einen super Job machte.

Auf der anderen Seite blieben die Hausherren immer gefährlich, doch Brett Jaeger verhinderte mit starken Paraden einen Rückstand. So blieb es bis zur Schluss-Sirene beim Remis. Und es musste wieder einmal die Overtime entscheiden. Für die Eislöwen bereits zum sechsten Mal in den Playoffs. Und auch nach der nächsten Pause machten die Dresdner das Spiel, aber Bietigheim das Tor. In der 67. Minute starteten die Steelers einen Konter über Kelly und Dennis Palka, der zum erneut freien Marcus Sommerfeld passte und dieser sorgte für den „goldenen Treffer“ in dieser Partie. Steelers-Coach Kevin Gaudet gab zu: „Beide Mannschaften hatten verdient zu gewinnen.“

Notiz am Rande: Die Meldung vom 1. April, das Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel eine neu zu schaffende Stelle als Vermittler im DEL2- Disziplinarausschuss annimmt, wurde als Aprilscherz aufgelöst.

Astrid Hofmann

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