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Dresdner Eislöwen verlieren Derby in Weißwasser nach Penaltyschießen

Dresdner Eislöwen verlieren Derby in Weißwasser nach Penaltyschießen

Weißwasser. Die Eislöwen haben gestern das Sachsenderby der 2. Eishockey-Bundesliga bei den Lausitzer Füchsen mit 1:2 (0:0, 1:1, 0:0) nach Penaltyschießen verloren.

Von Astrid Hofmann

Für die Schützlinge von Trainer Thomas Popiesch war es das vierte Penaltyschießen in Serie; nach der Niederlage am Freitag gegen Schwenningen das zweite hintereinander ohne Erfolg. "Ich bin schon etwas enttäuscht, dass wir nur einen Punkt geholt haben", räumte Popiesch ein. Den kleinen Unterschied machte gestern der neue Goalie der Füchse aus. Mit Spannung war der erste Auftritt von NHL-Star Jaroslav Halak im Füchse-Kasten erwartet worden. Der 27-jährige Slowake von den St. Louis Blues, der erst am späten Donnerstagabend nach zehnstündiger Autofahrt aus Bratislava in Weißwasser eintraf, deshalb am Freitag die weite Reise nach Schwenningen nicht mit antrat, hatte in den ersten Minuten seines Debüts noch nicht viel zu tun. Anfangs dominierten beide Defensivabteilungen, Chancen blieben Mangelware. Dennoch sahen die reichlich 2500 Zuschauer ein rassiges, trotzdem faires Spiel. Die Gastgeber drückten, doch vor dem Dresdner Gehäuse fehlte es an Konsequenz und Präzision.

"Wir hätten wohl eher einen Stürmer als einen Goalie gebraucht", meinte ein Füchse-Fan säuerlich. Er sollte sich später revidieren. Ab Mitte des ersten Durchgangs prüften die Eislöwen Halak ein paar Mal, aber die Schüsse waren für den Top-Star kein Problem. Eine kalte Dusche gab es für die Gäste dann gleich nach dem ersten Pausentee. Einen Schlenzer von Markus Lehnigk konnte Kellen Briggs nicht fassen und die Scheibe landete in den Maschen (22.). Nach kurzem Schock erholten sich die Gäste und drehten immer mehr auf. In der 36. Minute gelang Jan Zurek, der sich den Puck selbst vorlegte, ein schöner Treffer zum 1:1-Ausgleich. Da war auch Halak machtlos.

Im letzten Durchgang legten die Eislöwen noch eine Schippe drauf. Jetzt aber kam die Zeit von Jaroslav Halak. Reihenweise entschärfte er die Schüsse der Eislöwen. Ob Patrick Jarrett (51.), Jan Zurek (53.) oder Carsten Gosdeck (56.) - sie konnten den Keeper nicht überwinden. So retteten sich die Füchse in die Verlängerung und schließlich ins Penaltyschießen. Von den fünf Versuchen der Dresdner konnte nur Sami Kaartinen den Slowaken überwinden. Alle anderen scheiterten. Dagegen waren für die Füchse Neuzugang Pavel Vostrak und am Ende Christoffer Kjärgaard erfolgreich. "Es war ein ausgeglichenes Spiel mit zwei nervösen Teams. Jaraoslav Halak hat uns vor allem im letzten Drittel im Spiel gehalten. Er strahlte Ruhe aus und hat tolle Paraden gezeigt", freute sich Füchse-Coach Dirk Rohrbach.

Am Freitag hatten die Dresdner gegen die Bietigheim Steelers mit 4:5 (2:3, 2:1, 0:0) nach Penaltyschießen verloren. Dabei ärgerte sich Trainer Thomas Popiesch vor allem über den verpatzten Start seiner Schützlinge, die in der 14. Minute bereits 0:3 in Rückstand lagen. Martin Heide, Patrick Jarrett, Jan Zurek und Sami Kaartinen drehten das Match dann bis zur 38. Minute, ehe Mark Heatley kurz vor der letzten Pausensirene zum 4:4 einnetzte. Danach gelang beiden Teams kein Tor mehr. Im Penaltyschießen trafen alle Bietigheier, während die Gastgeber nur zweimal erfolgreich waren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.11.2012

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