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Dresdner Eislöwen unterliegen in Bremerhaven mit 3:4

Eishockey Dresdner Eislöwen unterliegen in Bremerhaven mit 3:4

Nach dem knappen 3:2-Sieg am Freitag in Dresden ging es im fünften Play-off-Duell der Stewart-Truppe mit den Fishtown Pinguins am Sonntag nicht in die Verlängerung. Die Norddeutschen erzwangen in Bremerhaven schon nach regulärer Spielzeit ein sechstes Spiel.

Nach dem Anschlusstreffer zum 3:4 jubelte die Dresdner Bank, doch mehr gelang den Dresdnern nicht.

Quelle: Sven Peter

Bremerhaven/Dresden. Die spannende und enge Playoff-Viertelfinalserie zwischen den Dresdner Eislöwen und den Fischtown Pinguins Bremerhaven geht in die nächste Runde. Erst hatte sich das Team von Trainer Bill Stewart am Freitag in einem wahren Krimi in der zweiten Verlängerung mit 3:2 (0:0, 2:2, 0:0, 1:0) durchgesetzt und in der Serie die 3:1-Führung erkämpft. Doch am Sonntag konnten die Elbestädter vor 4358 Zuschauern an der Nordküste ihren ersten „Match-Puck“ nicht nutzen. Sie unterlagen den Schützlingen von Thomas Popiesch mit 3:4 (0:2, 1:2, 2:0). Nun haben sie am Dienstag (19.30 Uhr) die nächste Chance, den Einzug in die nächste Runde perfekt zu machen. Gleicht Bremerhaven in der Serie zum 3:3 aus, dann würde die Entscheidungsschlacht am Gründonnerstag beim Vorrundenzweiten im Norden stattfinden.

Auch am Freitag erlebten die 3854 Zuschauer in Dresden einen Kampf auf Biegen und Brechen, der erst kurz nach 23 Uhr entschieden war. Zum dritten Mal im vierten Duell war die Overtime notwendig. Erst im zweiten Drittel gelang dem völlig frei stehenden Alexander Nikiforuk das 1:0 (23.) für die Gäste. Später überstanden die Elbestädter ein 3:5-Unterzahlspiel mit unermüdlichem Kampfgeist. Pech dann in der 31. Minute, als einem Tor von René Kramer wegen Torraumabseits die Anerkennung verwehrt wurde. Doch nur wenig später drehten die Eislöwen mit einem Doppelschlag von Petr Macholda und David Rodman (beide 32.) den Spieß zu ihren Gunsten um.

Aber die Pinguine, die insgesamt etwas mehr vom Spiel hatten, steckten keinesfalls auf. Als Steve Slaton fünf Minuten später den Puck Richtung Dresdner Tor hämmerte und die Scheibe vom Gestänge in die Maschen und wieder heraussprang, ließen die Schiedsrichter kurz weiterspielen. Nach kurzen Diskussionen wurde der 2:2-Ausgleich jedoch anerkannt. Lange mussten die Fans dann auf die Entscheidung warten. Erst in der 86. Minute glückte David Rodman nach einem tollen Solo der Treffer zum Sieg. „Das war eine geile Aktion, für so etwas spielen wir Eishockey“, schwärmte Petr Macholda später.

Am Sonntag wollten die Dresdner „das Ding ziehen“, wie es Arturs Kruminsch nach Spiel vier angekündigt hatte. Doch daraus wurde noch nichts. Bremerhaven ließ von der ersten Minute an keinen Zweifel aufkommen, dass man weiter im Rennen bleiben will. Die Dresdner, so bemängelte Coach Bill Stewart, kassierten dagegen zu viele Strafen. „Ohne Disziplin hat man keine Chance auf Erfolg“, betonte der Coach später. So überstanden die Elbestädter zwar die ersten beiden Unterzahlspiele ohne Gegentor, aber bei der dritten Strafe schlugen die Hausherren in Überzahl zu. Cody Lampl netzte in zum 1:0 ein (12.). Sechs Minuten später erhöhte David Zucker auf 2:0. Als die Dresdner zu Beginn des zweiten Durchgangs gleich zwei Strafzeiten kassierten, sagte Nikiforuk im Powerplay „Danke“ und markierte das 3:0 (25.). Zwar konnte Harrison Reed nur eine Minute darauf mit einem Distanzschuss auf 1:3 verkürzen, aber in der 28. Minute stellte Jan Kopecky mit dem 4:1 die Weichen auf Sieg.

Allerdings gaben sich die Eislöwen so einfach nicht geschlagen. Im Schlussdrittel kämpften sie sich mit zwei Überzahltoren von Jeffrey Szwez (43.) und René Kramer (57.) noch einmal heran, aber die Pinguine verteidigten die knappe Führung bis zur Schluss-Sirene. Danach gab es noch einige Rangeleien auf dem Eis. Sogar Bill Stewart versuchte, einige Kampfhähne zu trennen. Mit Tim Miller und Jeffrey Szwez erhielten zwei Akteure eine Disziplinarstrafe. Da es für beide schon die zweite in der Serie war, sind sie morgen gesperrt und müssen zuschauen.

Von Astrid Hofmann

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