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Dresdner Eislöwen stoppen den Negativtrend

Eishockey Dresdner Eislöwen stoppen den Negativtrend

Nach der bitteren 2:6-Pleite in Crimmitschau haben die Dresdner Eislöwen am Sonntag das zweite Sachsen-Derby des Wochenendes gegen die Lausitzer Füchse mit 4:2 (0:2, 1:0, 3:0) gewonnen.

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Jonas Schlenker von den Dresdner Eislöwen (l.) sieht sich vom Weißwasseraner Thomas Götz verfolgt.

Quelle: Dehli-News / Ronny Krause

Dresden. Damit konnten die Schützlinge von Trainer Thomas Popiesch nach vier Niederlagen in Folge endlich den Negativtrend stoppen. "Es war förmlich zu hören, wie bei allen die Steine der Erleichterung heruntergefallen sind", zeigte sich Popiesch erleichtert.

Dabei verlief der Start vor 4215 Zuschauern und damit ausverkauften Haus für die Blau-Weißen alles andere als optimal. Beide Teams mussten noch kurzfristig auf Leistungsträger verzichten - Dresden auf Kapitän Arturs Kruminsch (Fingerverletzung), Weißwasser auf Sean Dolan (Fuß-Prellung). Schon in der 5. Minute musste Dresdens Schlussmann Marvin Cüpper hinter sich greifen. Nach Vorarbeit von Elia Ostwald kam Jens Heyer an der blauen Linie an die Scheibe und zog ab. Dieser Rückstand hinterließ Wirkung. Während die Gäste immer mutiger wurden, machte sich in den Dresdner Reihen Verunsicherung breit. "Da hat man gesehen, dass die Mannschaft zur Zeit nicht so sattelfest ist", gab auch Popiesch zu. Und Steven Rupprich, der diesmal als Kapitän auflief, gestand: "In jedem Spiel hatten wir zuletzt mehr Schüsse aufs Tor als der Gegner, aber wenn die nicht reingehen, dann macht sich Frust breit." Deutlich sichtbar wurde das auch im ersten Überzahlspiel der Eislöwen, das eigentlich keines war. In der 15. Minute gab es die nächste "kalte Dusche". Als die Dresdner bei einem furiosen Füchse-Angriff das Tor verschoben, entschieden die Schiedsrichter auf Penalty. Darren Haydar trat an, zögerte lange mit seinem Schuss, netzte aber eiskalt ein. Das 2:0 gab den Lausitzern Oberwasser, während bei den Gastgebern nicht viel zusammenlief. Das setzte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs fort. Doch in der 24. Minute kochten die Emotionen hoch. Ein harter Check von Dominik Bohac gegen Harrison Reed ahndeten die Schiedsrichter mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe. Feodor Boiarchinov meinte später: "Ich war schon nach dem 0:2 auf 180, da hat es in mir gelodert. Dieser Check an Harrison aber hat uns noch einmal so richtig wachgerüttelt und gepusht."

Zwar ließ sich das fünfminütige Überzahlspiel erneut sehr zäh an, aber Reed passte in der 27. Minute maßgerecht auf Sturmpartner Max Campbell, der den 1:2-Anschluss markierte. Allerdings kamen danach auch die Füchse zu mehreren Großchancen, doch mit einigen starken Paraden hielt Marvin Cüpper seine Mannschaft im Spiel. Schrecksekunde in der 37. Minute bei den Füchsen. Nach einem Zusammenprall musste Ex-Eislöwe Florian Lüsch mit der Trage vom Eis und zum Arzt gebracht werden.

In der Pause baute Popiesch seine Cracks noch einmal auf und sie kamen mit frischer Power aufs Eis. Als Mark Cullen in der 44. Minute dann den mitgelaufenen Tomas Schmidt bediente, netzte der Verteidiger zum Ausgleich ein. Jetzt waren die Eislöwen im Derby-Modus, diktierten das Geschehen. In der 52. Minute konnte Max Campbell dann die Eislöwen mit seinem zweiten Treffer erstmals in Führung bringen. Der Bann war endgültig gebrochen. Pat Baum sorgte zwei Minuten vor dem Ende mit einem Schlagschuss von der blauen Linie für die endgültige Entscheidung. "Endlich konnten wir uns für unsere Arbeit belohnen, sind zu unseren alten Tugenden zurückgekehrt, haben Schüsse geblockt und Zweikämpfe gewonnen", freute sich Steven Rupprich. Dagegen haderte Füchse-Trainer Dirk Rohrbach: "Das ist bitter. Wir hatten es auf dem Schläger, Punkte mitzunehmen."

Astrid Hofmann

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