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Dresdner Eislöwen stecken den Frust von Crimmitschau gut weg und besiegen Frankfurt

Dresdner Eislöwen stecken den Frust von Crimmitschau gut weg und besiegen Frankfurt

Nach der bitteren Derby-Niederlage in Crimmitschau (2:5) konnten sich die Dresdner Eislöwen gestern daheim gegen die Löwen Frankfurt schadlos halten. In einer hart umkämpften Partie setzten sich die Elbestädter vor 2327 Zuschauern mit 5:3 (2:0, 1:0, 2:3) durch und sicherten sich damit drei wichtige Punkte.

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Der Dresdner Doppeltorschütze Kris Sparre (vorn) wird vom Frankfurter Marton Vas attackiert.

Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

Zuvor schlugen jedoch die Ereignisse nach dem Derby im Sahnpark hohe Wellen. So erhitzte eine Massenschlägerei unmittelbar nach Schluss nicht nur die Gemüter der Cracks. Ausgangspunkt waren die ständigen Attacken von Eispiraten-Spieler gegen Dresdens Goalie Kevin Nastiuk während der Partie. Als sich der Kanadier nach dem "Warum" erkundigte, wurde er beim "Shakehands" beleidigt und Feodor Boiarchinov in eine Prügelei verwickelt. Als ihm Travis Martell zu Hilfe kam, bekam er es mit Nico Oprée zu tun. Beide lieferten sich dann eine Schlägerei. Ursprünglich hatte der Schiedsrichter gegen Martell eine Matchstrafe verhängt, die nach Sichtung des Videomaterials durch den Disziplinarausschuss zurückgenommen wurde. Deshalb gab es für ihn auch keine Sperre.

Gegen Kevin Nastiuk und Feodor Boiarchinov wurde jedoch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Beide müssen bis morgen eine schriftliche Stellungnahme abgeben. Nastiuk, der am Sonntag gegen Frankfurt eine überragende Leistung ablieferte, ist sich keiner Schuld bewusst und sagt: "Ich möchte nicht wiederholen, was ein Crimmitschauer Spieler zu mir gesagt hat. Aber ich sehe nichts Problematisches."

Die hitzige Atmosphäre übertrug sich auch auf die Ränge. Nach einigen Streitereien im Dresdner Block stürmte die Polizei heran und setzte Pfefferspray ein, das allerdings viele unschuldige Anhänger traf. Eislöwen-Pressesprecherin Eva Wagner war empört: "Es traf Kinder unserer Patenschule aus Cossebaude, die einen Ausflug zu diesem Derby gemacht haben." Deshalb gab es wohl auch Anzeigen gegen Polizeibeamte.

Die gestrige Partie lief zum Glück absolut friedlich ab. Zu Beginn agierten die Eislöwen noch sehr verhalten. Dagegen versuchten die Gäste aus Frankfurt, sofort Druck aufzubauen. Sie scheiterten allerdings schon in dieser Phase immer wieder am Dresdner Torhüter Nastiuk. Er gab seinem Team den nötigen Rückhalt, und die Eislöwen fanden dann besser ins Spiel. Kurz vor Ende des ersten Drittels schlug Kapitän Hugo Boisvert doppelt (18./19.) zu.

Die 2:0-Führung gab den Popiesch-Schützlingen Sicherheit und sie legten zu Beginn des Mittelabschnittes nach. Mit einem satten Schlagschuss netzte Jannik Woidtke in der 25. Minute zum 3:0 ein. Als die Schiedsrichter später zwei Dresdner hintereinander in die Kühlbox schickten, geriet Nastiuk noch mehr in den Mittelpunkt. In Sekundenabständen parierte er die Schüsse der gegnerischen Stürmer, die er mit seinen Klasseparaden zur Verzweiflung trieb und dafür von den blau-weißen Fans immer wieder Szenenapplaus bekam. "Er hat uns mit überragenden Paraden im Spiel gehalten", lobte Popiesch später seinen Goalie.

Im Schlussabschnitt machten es die Gastgeber aber noch mal spannend. Nachdem Nils Liesegang in der 44. Minute das 1:3 geglückt war, leisteten sich die Dresdner wenig später in Überzahl eine Unkonzentriertheit - und Landon Gare nutzte dies mit einem Solo zum 2:3-Anschluss (49.). Doch Kris Sparre brachte die Eislöwen in der 56. Minute wieder in die Spur. Die Frankfurter gaben jedoch nicht auf, und Nick Mazzolini sorgte zwei Minuten später für das 3:4. Den Schlusspunkt setzte aber erneut Kris Sparre, der den Puck sieben Sekunden vor der Sirene ins leere Tor beförderte.

"Es war das erwartet schwere Spiel. Mit einer ganz starken Leistung von Kevin Nastiuk und effektiver Chancenverwertung haben wir die drei Punkte eingefahren", sagte Thomas Popiesch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.12.2014

Astrid Hofmann

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