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Dresdner Eislöwen starten wieder mit einem Minikader in die neue Saison der 2. Eishockey-Bundesliga

Dresdner Eislöwen starten wieder mit einem Minikader in die neue Saison der 2. Eishockey-Bundesliga

Mit einem hammerharten Auftaktprogramm starten die Dresdner Eislöwen am Wochenende in die neue Saison der 2. Eishockey-Bundesliga.

Dresden .

Von Astrid Hofmann

Gleich zum Start empfangen die Elbestädter morgen mit den Schwenninger Wild Wings einen der Top-Favoriten in der Energie-Verbund-Arena, am Sonntag reisen sie zu Titelverteidiger Ravensburg. "Da haben wir die beiden schweren Brocken erst einmal weg", versucht Trainer Thomas Popiesch dem Spielplan eine positive Seite abzugewinnen. Was die Saisonzielstellung des Vorjahres-Halbfinalisten angeht, hält sich der "Löwen-Bändiger" gewohnt bedeckt, sagt nur: "Ich will natürlich jedes Spiel gewinnen. Wir müssen Woche für Woche unsere Punkte sammeln, um im entscheidenden Moment dabei zu sein. Vor allem aber wollen die Fans wie das gesamte Umfeld eine Mannschaft sehen, die bezahlt werden kann und die sich den Arsch aufreißt."

Der Zusammenhalt im Team und mit den Anhängern habe die Eislöwen im letzten Jahr stark gemacht. Auf diese Einheit baut Popiesch auch in der neuen Spielzeit. Zumal sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen keinesfalls entspannt haben. "Obwohl wir die letzte Saison mit einem Plus von 90 000 Euro abschließen konnten, drücken uns weiter die Altverbindlichkeiten bei der Stadt. Wir müssen jährlich 45 000 Euro abzahlen. Deshalb liegt unser Etat wieder bei 1,7 Millionen Euro, für die Mannschaft steht damit nicht mehr Geld als vergangene Spielzeit zur Verfügung", erklärt Geschäftsführer Matthias Broda, der zugibt, dass nach wie vor das Marketing ein Problemkind sei. "Es ist schwer, jemanden zu finden, der dafür geeignet ist. Das unsere größte Baustelle", so Broda, der auch gesteht: "Einige Sponsoren sind nicht mehr dabei. Zwar konnten wir auch neue Unterstützer gewinnen, aber finanziell ist das Aufkommen etwas geschrumpft. Nicht nur deshalb sollen noch mehr Zuschauer in die Halle gelockt werden. "500 Fans mehr pro Spiel würden uns gut zu Gesicht stehen", so Broda, der verspricht: "Alles Geld, das wir zusätzlich erwirtschaften, fließt in die Mannschaft." Außerdem setzt er weiter auf die Fans, die ihre Becherwurf-Aktion aus der letzten Saison fortsetzen wollen. Immerhin kamen damit rund 70 000 Euro zusammen.

Starten kann Thomas Popiesch erst einmal mit nur 17 Spielern, darunter 13 Cracks aus dem Kader der letzten Saison. Mit Rückkehrer Kellen Briggs und dem jungen Christian Hacker konnten im Tor die Abgänge von Pasi Häkkinen und Kai Kristian adäquat ersetzt werden. Einziger neuer Kontingentspieler ist der Österreicher Florian Iberer, der für Robin Sochan in der Verteidigung kam. "Es ist sicher ein Vorteil, dass wir den Kern der Mannschaft halten konnten, aber leider haben wir es nicht geschafft, die Quantität zu erhöhen. Vielleicht können wir noch den einen oder anderen Probespieler verpflichten", hofft der Coach. Mit den Stürmern Tom Fiedler, Robert Francz und Robby Hein haben sich zuletzt drei Athleten vorgestellt, von denen Popiesch sagt, sie könnten der Mannschaft weiterhelfen. Ansonsten sei der Markt nicht so ergiebig wie letzte Saison.

Mit der Vorbereitung zeigt sich Thomas Popiesch nur bedingt zufrieden: "Es ist uns nicht immer gelungen, nahtlos an die Leistungen der letzten Saison anzuknüpfen. Gerade in der Abwehr haben wir Leistungsträger verloren, deshalb funktionieren wir einige Stürmer wie Martin Heider oder Jari Pietsch gerade zu Verteidigern um. Das braucht Zeit." Dennoch legt der 46-Jährige auch in dieser Saison besonders viel Wert auf die Defensivarbeit, die er als Schlüssel für den Erfolg ansieht. "Wir verändern da nicht viel", erklärt Popiesch, der gerade in Crimmitschau noch einige Defizite sah: "Da standen wir zu weit weg vom Gegner, sind nicht aggressiv genug zu Werke gegangen. Das können wir aber schnell beheben", ist er überzeugt. Hoffentlich schon morgen gegen die Wild Wings.

Dresdner Eislöwen:

Magdeburger Straße 10, 01067 Dresden

Tel: 0351/48433980, Fax: 0351/484339811

Geschäftsführer: Matthias Broda

Trainer: Thomas Popiesch

Homepage: www.eisloewen.com

E-Mail: info@eisloewen.com

Energie-Verbund-Arena: 4012 Zuschauer

Eintrittspreise: Stehplatz: 11 (erm. 8,50) Euro; Sitzplätze: 15/17,50 (erm. 11,50/13) Euro; Jahreskarte Stehplatz: 224 (erm. 173) Euro; Super-Jahreskarte Stehplatz (mit Playoffs bzw. Playdowns): 287 (erm. 220) Euro

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.09.2011

Astrid Hofmann

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