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Dresdner Eislöwen liebäugeln mit dem Gewinn des Meistertitels

Eishockey Dresdner Eislöwen liebäugeln mit dem Gewinn des Meistertitels

Am Freitagabend geht es für die Eishockey-Spieler der Eislöwen in der DEL 2 wieder los. Um 19.30 Uhr gastieren die Mannen von Trainer Bill Stewart in Bad Nauheim. Dort wollen sie die ersten Punkte einfahren, denn die Saison soll richtig erfolgreich werden.

Die Eislöwen-Crew hat sich für die Serie 2016/17 viel vorgenommen.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Zweifel hat Marcel Rodman nie zugelassen. Wenn der 34-Jährige die Dresdner Eislöwen am Freitagabend in Bad Nauheim als Kapitän aufs Eis und damit in eine neue Spielzeit führt, tut er das eigentlich mit einem Jahr „Verspätung“. Schon vor der letzten Saison hatte ihn der damalige Trainer Thomas Popiesch als Kapitän bestimmt, doch ein böser Check in der Vorbereitung machte alle Pläne des slowenischen Nationalspielers zunichte. Eine komplizierte Halswirbelverletzung, die erst durch eine über dreistündige Operation beseitigt werden konnte, setzte den Stürmer die komplette Spielzeit außer Gefecht. Sogar die Fortsetzung der Karriere hing am seidenen Faden. Allerdings nicht für den stets positiv denkenden Marcel. „Ich habe in meinem Kopf immer an das Comeback geglaubt“, stellt er klar. Wie sehr der Vollprofi Eishockey lebt und sich als Teamplayer versteht, bewies er auch während der gesamten Reha, als er sich als Co-Trainer zur Verfügung stellte. Kein Wunder also, dass auch Bill Stewart, seit er die Eislöwen im Januar übernahm, die Führungsqualitäten des Slowenen zu schätzen weiß. „Er ist die Stimme der Mannschaft“, so der Kanadier. Für Rodman selbst ist das „C“ auf der Brust eine Ehre und eine Verantwortung, die ihn als Spieler noch besser mache.

Besser sein als letzte Saison wollen die Eislöwen auf jeden Fall. Marcel Rodman hat einen entscheidenden Unterschied zum Saisonstart vor Jahresfrist ausgemacht: „Mit Bill Stewart hat sich die Mentalität im Team gewandelt. Letztes Jahr haben alle vom Erreichen der Play-offs geredet. Jetzt werden die Ziele von Beginn an höher gesetzt. Alles, was wir wollen, ist zu gewinnen. Es ist wichtig, eine Siegermentalität zu entwickeln.“ Diesen Wandel in der Einstellung vermerkt der Coach mit Wohlwollen: „Voriges Jahr waren alle mit dem Halbfinal-Einzug zufrieden. Jetzt reicht das der Mannschaft nicht mehr. Und die Jungs haben verstanden, was man investieren muss, um erfolgreich zu sein.“ Das habe sich auch nach dem Sommer gezeigt. „Der Fitnesszustand des Teams ist um vierzig Prozent besser als vergangene Saison“, verkündet der 58-Jährige. Um seine Philosophie von schnellem und offensivem Eishockey umsetzen zu können, brauchen die Cracks gute Grundlagen. „Arturs Kruminsch kam zum Beispiel mit sieben Kilo weniger Gewicht zum Trainingsstart und Steven Rupprich war sechs Kilo leichter“, lobt Stewart, der mit seinen Spielern Großes erreichen will. Während er das Wort „Meisterschaft“ nicht in den Mund nimmt, formuliert es Marcel Rodman klar und deutlich: „Ich bin hier, um den Titel zu gewinnen.“

Dabei können die Eislöwen auf einen eingespielten Stammkader verweisen. Immerhin zwölf Cracks konnten gehalten werden, darunter fast die komplette Abwehr. Im Tor kehrt mit Kevin Nastiuk ein altbekanntes Gesicht von den Eisbären zurück und ersetzt als Nummer eins den nach Frankfurt gewechselten Brett Jaeger. Der mit einer Förderlizenz vom neuen Kooperationspartner Kölner Haie ausgestattete Hannibal Weitzmann soll sich, wie auch die anderen „jungen Wilden“ ohne Druck entwickeln können und wird, wie Stewart erklärt, seine Einsätze bekommen. „Aber wir werden sie nicht in Situationen bringen, die sie nicht lösen können“, betont Bill Stewart, der mit dem Berliner Urgestein Jochen Molling einen neuen Co-Trainer an seiner Seite hat. Gezielt verstärkt haben sich die Dresdner in der Offensive. Mit Brendan Cook, Alexander Höller und Martin Davidek wurden drei erfahrene Stürmer verpflichtet.

Als wichtigste Konkurrenten im Kampf um den direkten Einzug in die Play-offs (Top-Sechs) sieht Bill Stewart die Teams aus Frankfurt, Kassel, Ravensburg und Bietigheim. Zum Auftakt kann Stewart am Freitag auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Am Sonntag erwarten die Elbestädter die Starbulls Rosenheim zum ersten Heimspiel, bei dem noch einmal der Finne Sami Kaartinen geehrt wird.

Von Astrid Hofmann

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