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Dresdner Eislöwen jetzt im psychologischen Vorteil

Playoffs Dresdner Eislöwen jetzt im psychologischen Vorteil

Die Mannschaft sei gerade ein wenig ausgerastet in der Kabine, erzählte Verteidiger René Kramer mit einem leichten Grinsen. Aber der 28-Jährige fügte schnell hinzu: „Wir können jetzt kurz den Erfolg genießen, aber dann müssen wir schon wieder an das nächste Spiel denken, das schon wieder ganz anders sein kann.“

 
 

Quelle: Sven Peter

Dresden.  Die Mannschaft sei gerade ein wenig ausgerastet in der Kabine, erzählte Verteidiger René Kramer mit einem leichten Grinsen. Aber der 28-Jährige fügte schnell hinzu: „Wir können jetzt kurz den Erfolg genießen, aber dann müssen wir schon wieder an das nächste Spiel denken, das schon wieder ganz anders sein kann.“ Dennoch hatten die Dresdner Eislöwen am späten Dienstagabend erst einmal allen Grund zur Freude. Schließlich gewannen sie das dritte Viertelfinalspiel bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 3:2 (1:1, 1:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung. Damit gingen die Elbestädter in der Serie „best of seven“ mit 2:1 in Führung und können sich schon am Freitag in heimischer Arena den ersten „Matchball“ erarbeiten. „Bremerhaven muss jetzt nachziehen, aber wir sind im psychologischen Vorteil“, findet René Kramer und Kapitän Steven Rupprich, der übrigens wie Arturs Kruminsch seinen Vertrag bei den Eislöwen schon verlängert haben soll, setzt noch einen drauf: „Wir haben jetzt nicht nur die Führung übernommen, sondern auch das Heimrecht auf unserer Seite. Bremerhaven hat das ganze Jahr gebraucht, um sich das Heimrecht zu sichern, wir haben die Playoffs dafür genutzt. Wir haben es jetzt selbst in der Hand, können es zu Hause reißen“, gibt sich der Stürmer gewohnt kämpferisch und schickt noch hinterher: „Wenn wir Fünf gegen Fünf spielen und uns die Schiris in Ruhe lassen, sehen sie keine Sonne.“

Bei der dritten Begegnung in Bremerhaven spielten gerade Strafzeiten eine besondere Rolle. So kassieren die Gastgeber gleich zu Spielbeginn drei Strafen hintereinander. Da lassen sich die Stewart-Schützlinge nicht lange bitten. Sie ziehen ihr Powerplay in doppelter Überzahl auf und „Goldhelm“ Harrison Reed netzt eiskalt zum 1:0 (7.) ein. Das gibt ihnen Auftrieb. Sie haben insgesamt mehr vom Spiel. In der Schlussphase aber müssen kurz nacheinander Steven Rupprich und David Rodman in die Kühlbox. Die Hausherren schlagen nun im Überzahlspiel zurück. Pawel Dronia überwindet Dresdens Goalie Brett Jaeger zum 1:1-Ausgleich (20.). René Kramer bemängelt später: „Wir haben Bremerhaven durch dumme Strafen überhaupt ins Spiel kommen lassen.“ Das setzt sich im zweiten Abschnitt fort. Die Eislöwen finden sich immer wieder in der Kühlbox ein. Zumindest stehen sie aber sicher im Unterzahlspiel, werfen sich in die Schüsse und kommen so ohne Gegentor über die Runden. Dafür schlagen sie in der 36. Minute erneut zu. Mirko Sacher markiert mit einem Schuss von der blauen Linie die 2:1-Führung für die Dresdner. So geht es mit dem knappen Vorteil zum zweiten Pausentee. Fünfzig Sekunden nach Wiederbeginn jedoch die eiskalte Dusche: Jan Kopecky wird völlig allein am langen Pfosten gelassen und netzt zum 2:2-Ausgleich ein. Da bis zum regulären Ende kein Tor mehr fällt, geht es erneut in die Verlängerung. In der 63. Minute gelingt Teemu Rinkinen der entscheidende Treffer. Trotz aller Euphorie will Eislöwen-Coach Bill Stewart den Sieg nicht überbewerten: „Ich denke, die Entscheidung wird erst im siebten Spiel fallen. Wir dürfen uns auf dem Erfolg nicht ausruhen. Noch haben wir nichts erreicht und stehen am Freitag wieder vor einer neuen Herausforderung“, mahnt er. Pinguins-Trainer Thomas Popiesch, dem die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand, gab zu: „Wir haben zu wenig Schüsse aufs Tor gebracht, waren im ersten Drittel immer einen Schritt zu spät. Wir müssen jetzt dranbleiben und am Freitag energischer und besser arbeiten.“ ah

Von Astrid Hofmann

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