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Dresdner Eislöwen geben 3:1-Vorsprung noch aus der Hand

Eishockey Dresdner Eislöwen geben 3:1-Vorsprung noch aus der Hand

Lange sah es gut aus für die Mannschaft von Trainer Bill Stewart, hatten die Cracks aus Elbflorenz den Sieg gegen die Gäste aus dem Südwesten schon vor Augen, doch im letzten Drittel ging zuviel schief und die Bietigheimer gewannen in der Energie-Verbund-Arena noch mit 4:3.

Die Dresdner Vladislav Filin, Mark Cullen und Petr Macholda (v.l.) gehen enttäuscht vom Eis.
 

Quelle: soccerfoto

Dresden.  Zweimal stark gespielt, aber dennoch zwei Niederlagen kassiert – die Dresdner Eislöwen liegen nach den ersten beiden Spielen des Play-off-Halbfinales gegen Titelverteidiger Bietigheim Steelers mit 0:2 hinten. Damit brauchen die Schwaben in der Serie „best of seven“ jetzt noch zwei Erfolge zum erneuten Einzug ins Finale.

Dabei waren die Schützlinge von Trainer Bill Stewart nach dem 2:5 (1:2, 0:2, 0:1) am Ostersonnabend in Bietigheim am Ostermontag vor 3469 Fans in eigener Arena einem Sieg schon ganz nah. Sie führten nach zwei Dritteln mit 3:1, verloren aber noch mit 3:4 (1:0, 2:1, 0:3). Gäste-Trainer Kevin Gaudet, der schon nach der ersten Partie wusste, dass es Ostermontag für sein Team „kein Spaß wird“, atmete sichtlich auf: „Es war verdammt hart, hier zu gewinnen. Wir haben dafür auch das Glück gebraucht.“ Dagegen meinte Stewart: „Wir haben 50 Minuten intelligent gespielt, aber die letzten zehn Minuten nicht mehr.“

Einmal mehr wollte es der Kanadier jedoch nicht an schwindender Kraft seiner Cracks festmachen, sondern betonte: „Das war eine Kopffrage.“ In beiden Osterpartien fehlten die verletzten Steven Rupprich und Kai Wissmann sowie René Kramer (Infekt). Während in Bietigheim Marvin Cüpper im Tor stand, löste ihn daheim Stamm-Goalie Brett Jaeger ab. Dabei lieferten sich beide Mannschaften auch am Montag von Beginn an einen heißen Kampf, boten den Fans hochklassiges und begeisterndes Eishockey. In den ersten Minuten kamen die Steelers etwas besser in die Partie, doch mit zunehmender Spieldauer konnten sich die Eislöwen Vorteile verschaffen. Der erste Torschrei der blau-weißen Fans ertönte kurz vor der Pause: Teemu Rinkinen netzte zum 1:0 (19.) ein.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs antworteten die Gäste im Powerplay. Paul-John Fenton markierte den 1:1-Ausgleich (24.). Vier Minuten später wurde David Rodman von Bietigheims Justin Kelly hart an die Bande gecheckt. Der Dresdner Stürmer musste verletzt raus, ob er am Freitag wieder fit ist, ist noch fraglich. Doch die Eislöwen ackerten weiter unermüdlich. Als Dominik Grafenthin in der 34. Minute dann eigentlich aus spitzem Winkel zu Harrison Reed passen wollte, trudelte der Puck auch ohne Zutun des „Goldhelms“ zum 2:1 ins Tor. Und drei Minuten später durften die blau-weißen Fans erneut jubeln. Rinkinen besorgte das 3:1.

Im Schlussdrittel aber verspielten die Eislöwen diesen Vorsprung noch. So gelang Jason Pinizzotto in der 42. Minute in einem Überzahlspiel das 2:4. Danach versuchten die Eislöwen zwar den alten Abstand wieder herzustellen, konnten Martinovis aber nicht überwinden. Mit zwei Kontern holten die Steelers binnen einer Minute zum Doppelschlag aus. Erst glückte Shawn Weller das 3:3 (53.), dann besorgte Marcus Sommerfeld nach einem Dresdner Scheibenverlust die 4:3-Führung (54.).

Die Enttäuschung stand den einheimischen Cracks anschließend ins Gesicht geschrieben. Arturs Kruminsch gestand: „Das macht es uns natürlich jetzt nicht unbedingt leichter. Wir konnten es nicht über 60 Minuten ziehen und das zeigt, dass wir nicht bis zum Ende konzentriert waren und zu viel zugelassen haben.“ Dominik Grafenthin meinte: „Ich bin erstmal leer. Vielleicht wollten wir zu viel.“

Dass die Eislöwen auch in Bietigheim nicht chancenlos sind, hatten sie trotz der Niederlage schon in der ersten Partie angedeutet. Dort hatten die Hausherren durch Topscorer Justin Kelly (12.) sowie Robin Just (16.) eine 2:0-Führung erkämpft, aber Sebastian Zauner (16.) gelang der 1:2-Anschluss (16.) noch vor der Pause. Im Mitteldrittel war es erneut Just, der erst im Powerplay sowie Sekunden später eine weitere Chance (23.) nutzte und mit diesem Hattrick die Führung der Gastgeber ausbaute. Ausgerechnet in Unterzahl war Grafenthin mit dem zweiten Dresdner Treffer erfolgreich (56.), aber zu spät für eine Wende. Als die Blau-Weißen alles auf eine Karte setzten, sorgte Kelly mit einem Schuss ins leere Tor für den 5:2-Endstand (59.).

Schon nach diesem Spiel sagte Bietigheims Coach Kevin Gaudet anerkennend: „In Bill Stewarts System laufen die Jungs wie die Hasen. Man hat gesehen, warum Dresden Bremerhaven geschlagen hat.“

Von Astrid Hofmann

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