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Dresdner Eislöwen erteilen Starbulls eine Lehrstunde

7:1-Sieg Dresdner Eislöwen erteilen Starbulls eine Lehrstunde

Das war ein Heimstart vom Feinsten. Nach der ärgerlichen 1:3-Auftaktniederlage bei den Roten Teufeln Bad Nauheim haben sich die Dresdner Eislöwen am Sonntag in eigener Halle rehabilitiert. Mit einer starken Leistung fegte das Team von Trainer Bill Stewart die Starbulls Rosenheim mit 7:1 (2:0, 3:1, 2:0) regelrecht vom Eis.

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Alexander Höller (2. v. r.) jubelt nach seinem Tor zum 7:1-Endstand.
 

Quelle: Frank Dehlis

Dresden. Das war ein Heimstart vom Feinsten. Nach der ärgerlichen 1:3-Auftaktniederlage bei den Roten Teufeln Bad Nauheim haben sich die Dresdner Eislöwen am Sonntag in eigener Halle rehabilitiert. Mit einer starken Leistung fegte das Team von Trainer Bill Stewart die Starbulls Rosenheim vor 2610 Zuschauern mit 7:1 (2:0, 3:1, 2:0) regelrecht vom Eis. „Das war die richtige Antwort auf das Spiel vom Freitag“, lobte Stewart später seine Schützlinge für diesen Auftritt.

Die Eislöwen machten damit auch ihren Rekordtorschützen Sami Kaartinen glücklich, der vor Beginn der Partie noch mal im Mittelpunkt stand. Der Finne kam mit seiner Frau Siru sowie den Kindern Kiira und Oliver aufs Eis und bei der sehr emotionalen Zeremonie hatte so mancher Fan eine kleine Träne im Auge. Nicht nur Fotos aus sieben Jahren seiner Karriere erinnerten noch einmal an den Ausnahmestürmer, auch frühere Weggefährten kamen zu Wort, wie Ex-Trainer Thomas Popiesch: „Ich habe dich schätzen gelernt als großartigen Eishockeyspieler, aber noch viel mehr als großartigen Menschen. Vielen Dank für die Zeit mit dir.“ Kaartinen, der sich seine Worte auf einem Zettel notiert hatte, gab zu: „Ich habe noch nie so aufgeregt auf dem Eis gestanden wie jetzt. Das ist der schwerste Abend, den ich je hatte. Diese sieben Jahre waren die schönsten in meinem Leben.“

Zu Thomas Popiesch meinte er: „Er war ein Trainer, der immer an mich geglaubt hat. Nach einer guten Saison ebenso wie nach einer schlechten.“ Und über Bill Stewart, unter dem er zwar nicht mehr gespielt, aber als Co-Trainer gearbeitet hat, sagte er: „Er hat mir die Augen für die Zukunft geöffnet, bei ihm habe ich viel gelernt.“ Zum Whitney-Houston-Titel „One Moment in time“ wurde dann sein Trikot mit der Nummer 10 unters Hallendach gezogen. „Ich bin sehr gerührt. Das ist eine große Ehre für mich“, so der Finne, der versprach: „Ich schließe die Hallentür hinter mir, aber eines Tages werde ich sie wieder öffnen.“

Dass die finnische Ära aber bei den Eislöwen nahtlos fortgesetzt wird, dafür sorgte sein Landsmann Teemu Rinkinen gleich anschließend. Der Dresdner Stürmer eröffnete gegen die Starbulls Rosenheim den Torreigen gleich mit einem Doppelpack (8./10. Minute). Von Beginn an sorgten die Eislöwen für großen Druck und sie ließen die von einigen Verletzungssorgen geplagte Truppe von Franz Steer nicht zur Entfaltung kommen. Mit einem Blitzstart nach der ersten Pause bauten die Gastgeber die Führung durch ein Überzahltor von Alexander Höller (21.) den Vorsprung auf 3:0 aus. Zwar konnte Greg Gibson in der 23. Minute auf 1:3 verkürzen, aber das blieb am Ende als Ehrentreffer der Rosenheimer stehen.

Denn die Schützlinge von Bill Stewart blieben weiter am Drücker, kämpften um jeden Puck, gewannen die meisten Zweikämpfe und zeigten den richtigen Zug zum Tor. So konnten René Kramer (31.) im Powerplay und der junge Kölner Förderlizenzspieler Eric Valentin (35.) das Polster bis zur zweiten Pause sogar auf 5:1 erhöhen. Doch auch im Schlussabschnitt gaben sich die Hausherren noch nicht zufrieden. Nach schöner Vorarbeit von Marius Garten und Kapitän Marcel Rodman sorgte Brendan Cook in der 42. Minute für das 6:1 und Alexander Höller beendete mit dem 7:1 (55.) den Torreigen.

Am Freitag hatten die Elbestädter ziemlich viel Pech. Erst standen sie vor Erfurt lange im Stau, dann funktionierte in Bad Nauheim die Eismaschine nicht. So begann die Partie erst nach 21.15 Uhr. Die Gastgeber gingen im ersten Drittel mit zwei Treffern in Führung. Dominik Grafenthin gelang zwar im zweiten Abschnitt der Anschluss, aber die Teufel konterten und so blieb es am Ende bei einer Niederlage.

Von Astrid Hofmann

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