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Dresdner Eislöwen erhalten Ultimatum – Fans campieren vor undichter Halle

Dresdner Eislöwen erhalten Ultimatum – Fans campieren vor undichter Halle

Bis zum Mittwoch fordert die Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (Esbg) eine Antwort aus Dresden ein, ob die Eislöwen für die anstehende Saison den Spielbetrieb sicherstellen können.

Eine Lösung aller Probleme ist gefordert. Anderenfalls werde die schon erteilte Lizenz wieder entzogen, so die Mitteilung der Eislöwen. Matthias Broda, aktuell noch Geschäftsführer der Dresdner Eislöwen, reagierte am Sonntag mit Unverständnis.

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Die Fans der Dresdner Eislöwen machen seit dem 22. Juli mit einer Mahnwache auf die unverschuldeten Existenzprobleme des Clubs aufmerksam.

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„Bei der Gesellschaftertagung am Mittwoch hatten die anderen Mannschaften uns als Sonderfall eingestuft. Zwei Tage später erhalten wir jetzt diesen Brief des Esbg-Aufsichtsrates“, sagte Broda, der am Sonntag an einer Mahnwache der Fans vor der undichten EnergieVerbund Arena teilnahm.

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Arbeiten am Dach der Dresdner Eishalle.

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Rund 50 Fans campierten dort mit Zelten und machten auf die drohende Pleite des Vereins aufmerksam. Fansprecher Lars Stohmann forderte die Stadtverwaltung auf, einen Schritt auf die Eislöwen zu zugehen. „Aus meiner Sicht ist die Stadt jetzt am Zug. Ansonsten geht der Laden den Bach runter“, beschrieb er die Lage für den Eishockeyverein, die Shorttracker und die Eiskunstläufer. Geschäftsführer Broda untermauerte die schwierige Lage mit einigen Zahlen: „Allein aus dem fehlenden Dauerkartenverkauf fehlen uns rund 100.000 Euro an laufenden Mitteln. Hinzu kommen rund 35.000 Euro an Einnahmen aus dem geplanten Vorbereitungsturnier“.

Am Dienstag, einen Tag vor dem Ultimatum, soll es laut Broda zum Gespräch mit Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) und dem Leiter des Sportstätten- und Bäderbetriebes Sven Mania kommen. Da kam die Mahnwache der Fans genau zur richtigen Zeit. „Ich finde es gut, dass unsere Fans so kreativ und mobil sind“, lobte er die Aktion. Auf Taten hofft er auch bei dem Treffen. „Wir haben Verbindlichkeiten von 182.000 Euro. Die sind abgesichert. Neue Schulden können und werden wir nicht mehr machen. Jetzt kommt es auf die Stadt an“. Die hatte bislang jegliche Finanzspritzen verweigert.

Dominik Brüggemann

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