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Dresdner Eislöwen enttäuschen beim 3:7 gegen Bietigheim

Eishockey Dresdner Eislöwen enttäuschen beim 3:7 gegen Bietigheim

Trainer Bill Stewart ist sauer, denn im Spiel gegen die Bietigheimer hatte er mehr von seiner Truppe erwartet. Er musste feststellen, dass seine Mannschaft derzeit nicht zu den Spitzenteams gehört, obwohl die mit dem Anspruch gestartet ist, eines zu sein. In Rosenheim muss nun eine Leistungssteigerung her.

Maximilian Faber steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.

Quelle: Frank Dehlis

Dresden. Im Gegensatz zu seinem kanadischen Trainerkollegen Kevin Gaudet wollte Bill Stewart die Spieleinschätzung nicht in deutscher Sprache geben. Der Grund: Er sei sauer und spreche deshalb lieber englisch. Nach fünf Siegen in Folge lag die 3:7-Niederlage (0:2, 2:3, 1:2) der Dresdner Eislöwen gegen Spitzenreiter Bietigheim dem heimischen Coach offenbar ziemlich schwer im Magen. „Wir hätten etwas von dem essen sollen, was Bietigheim zu sich genommen hat“, meinte der 59-Jährige leicht sarkastisch und befand: „Die Steelers haben gezeigt, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Die Mannschaft hat ihren Führungsanspruch gezeigt und sehr clever agiert.“ Er sei enttäuscht und nehme es persönlich. Eigentlich sei sein Team besser als im letzten Jahr, aber derzeit gehöre es nicht zur Gruppe der Spitzenteams, zu denen er neben Bietigheim noch Kassel und Frankfurt rechnet.

Der Spielfilm dieser Partie ist schnell erzählt. Schon nach zwei Minuten führten die Gäste vor 3376 Zuschauern in der Energieverbund-Arena durch einen Treffer von Adam Borzecki. Fünf Minuten später erhöhte Robin Just auf 2:0. Die Eislöwen, die neben Kevin Nastiuk und Steven Rupprich auch noch auf Petr Macholda (alle verletzt) verzichten mussten, erarbeiteten sich auch einige Chancen. Sie scheiterten jedoch an Gäste-Goalie Sinisa Martinovic. Als im zweiten Durchgang „Goldhelm“ Brendan Cook in Überzahl zum 1:2 (25.) verkürzte, hofften die Fans nun auf eine Wende. Doch die Antwort der Steelers, die den Dresdnern in vielen Belangen trotz ihres kleineren Kaders überlegen waren, ließ nur Sekunden auf sich warten. Dominic Auger stellte im Powerplay den alten Abstand wieder her.

Und vier Minuten später versetzten die Gäste den Eislöwen den endgültigen k.o-Schlag. Erst traf Marcus Sommerfeld bei einem weiteren Überzahlspiel von der blauen Linie zum 4:1 (28.) und wenig später baute Max Lukes den Vorsprung auf 5:1 (29.) aus. Das war die Entscheidung, auch wenn Sebastian Zauner (39.) kurz vor der Pause das 2:5 erzielte. Zwar versuchten die Dresdner zu Beginn des Schlussdrittels noch einmal alles, konnten trotz zahlreicher Möglichkeiten den glänzend parierenden Sinisa Martinovic nicht überwinden. Anders dagegen die Steelers, die durch Auger (52.) und Sommerfeld (57.) das Ergebnis noch höher schraubten.

Der Treffer von Tomas Schmidt (59.) war nur Ergebniskosmetik. Der Torschütze gab zu: „Wir waren zu nervös und hatten zu viel Respekt vor dem Gegner. Unsere Defensive stand schlecht, wir hätten unserem Goalie Hannibal Weitzmann viel mehr helfen müssen. Zudem müssen wir unsere Chancen einfach besser nutzen.“ Kapitän Marcel Rodman fand: „Das war eine schlechte Leistung von uns. Wir haben es Bietigheim viel zu leicht gemacht, Tore zu schießen.“ Bill Stewart ging mit seinen Cracks hart ins Gericht: „Wenn man Angst hat, kann man nicht gewinnen. Das Spiel war nach zehn Minuten zu Ende.“ Das Beste an diesem Tag sei die Aktion „Pink in the Rink“ gewesen, mit der die Dresdner den Kampf gegen Brustkrebs unterstützen.

Doch nun gilt es, die Niederlage schnell abzuhaken. Bereits am Dienstag (19.30 Uhr) gastieren die Eislöwen bei den Starbulls Rosenheim, die derzeit auf dem elften Tabellenplatz liegen.

Von Astrid Hofmann

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