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Dresdner Eislöwen blicken trotz Play-off-Aus auf erfolgreiche Saison zurück

Eishockey Dresdner Eislöwen blicken trotz Play-off-Aus auf erfolgreiche Saison zurück

Zum ganz großen Wurf hat es nicht gereicht, doch auch ohne den Einzug in die Finalrunde ist man bei den Cracks aus der Landeshauptstadt zufrieden. Das Saisonziel wurde nach einer turbulenten Spielzeit erreicht. Die Planungen für die nächste Saison laufen längst.

Die Dresdner Eislöwen steigerten sich am Saisonende noch einmal, das honorierten die Fans.

Quelle: Frank Dehlis

Dresden. Nach der knappen 0:2-Niederlage im fünften Play-off-Halbfinalspiel bei den Bietigheim Steelers ist für die Dresdner Eislöwen eine lange, spannende und am Ende aber erfolgreiche Saison zu Ende gegangen. Arturs Kruminsch brachte es unmittelbar nach dem Ausscheiden seines Teams auf den Punkt: „Insgesamt haben wir in der Halbfinalserie vielleicht an der einen oder anderen Stellen einfach nicht konzentriert genug agiert. Rückblickend waren wir nach einem guten Saison-Start und einem Tief nach der Länderspielpause aber bereit für die Play-offs. Wir konnten uns dann von Serie zu Serie steigern und standen letztlich verdient im Halbfinale.“ Damit hat die Mannschaft, die Ex-Trainer Thomas Popiesch im vergangenen Sommer zusammstellte, das damals anvisierte Ziel nach einer Spielzeit mit Höhen und Tiefen und manchen Turbulenzen am Ende doch noch erreicht.

Die Experten hatten die Elbestädter angesichts des deutlich verstärkten Kaders von vornherein als Mitfavoriten in der Liga gehandelt. Schließlich waren Popiesch mit Harrison Reed, Max Campbell, den Gebrüdern Rodman und den erfahrenen Verteidigern Pat Baum oder René Kramer vielbeachtete Transfers gelungen. Später kam mit Mark Cullen für den unglücklich ausgefallenen Marcel Rodman ein weiterer Top-Spieler an die Elbe. Auch mit dem Torhütergespann Brett Jaeger und dem Berliner Förderlizenzspieler Marvin Cüpper waren die Eislöwen gut aufgestellt. Und es schien ja anfangs auch bestens zu laufen. Nach 16 Spieltagen rangierte das Team mit elf Siegen auf einem glänzenden vierten Platz.

Doch dann kam die Länderspielpause und mit ihr ein deutlicher Bruch in den Leistungen. Bis zum Jahresende fuhren die Dresdner in 17 Partien 13 Niederlagen ein und rutschten damit in der Tabelle zwischenzeitlich auf den achten Platz. Am Ende dieser Phase war es ein offenes Geheimnis, dass die Chemie zwischen Coach und einigen Teilen der Mannschaft nicht mehr stimmte. Der absolute Negativpunkt war das Sachsenderby am 30. Dezember, das die Gastgeber mit 2:4 verloren und dabei sich so schwach präsentierten, dass es deutliche Unmutsbekundungen der Fans gab. Nur einen Tag später kam die sich schon einige Zeit angedeutete Trennung von Thomas Popiesch.

Kurz darauf zauberte Geschäftsführer Volker Schnabel mit Bill Stewart einen hochkarätigen Nachfolger aus dem Ärmel, der immerhin schon 2001 mit den Adler Mannheim deutscher Meister geworden war. Der Kanadier hauchte der Mannschaft neues Leben ein, forderte und förderte die Cracks, kitzelte das in ihnen steckende Potenzial heraus und änderte einiges am Spielsystem. Einige der Spieler blühten regelrecht auf, wie zum Beispiel Marius Garten. Auch Förderlizenzspieler Vladislav Filin überzeugte mit tollen Leistungen, wurde nicht umsonst als „Rookie des Jahres“ ausgezeichnet. Auch Keeper Brett Jaeger glänzte zuletzt mit Top-Auftritten.

In den verbleibenden 19 Hauptrundenspielen führte Stewart die Eislöwen zu 14 Siegen und verfehlte Platz sechs und damit die direkte Qualifikation für die Play-offs nur denkbar knapp. Natürlich ragte dabei der knappe Sieg im „Winter-Derby“ gegen die Lausitzer Füchse heraus. Bundesweit sorgte dieses Event für Aufmerksamkeit und bei den Anhängern der Blau-Weißen für bleibende Erinnerungen.

In den folgenden 15 Pre-Play-off- und Play-off-Spielen liefen die Stewart-Schützlinge zu Hochform auf, warfen erst Crimmitschau und anschließend im Viertelfinale Ex-Trainer Thomas Popiesch mit dem Vorrundenzweiten Bremerhaven aus dem Rennen. Auch alle Partien gegen Titelverteidiger Bietigheim waren hart umkämpft und absolut eng. Natürlich machte sich dabei am Ende auch ein gewisser Verschleiß aufgrund einiger Verletzungsausfälle bemerkbar.

Am Freitag wird sich die Mannschaft nun noch einmal von den Fans verabschieden. Ab 18.30 Uhr steigt in der Energie-Verbund-Arena die Saison-Abschlussfeier, bei der auch die Play-off-Heimtrikots sowie die Warm-Up-Trikots der Spieler versteigert werden, ebenso der Gold-Helm von Harrison Reed. Während einige Personalien schon durchsickerten – so wechselt Filin nach Nürnberg – werden die nächsten Tage und Wochen zeigen, welche Spieler auch in der kommenden Saison das Eislöwen-Trikot übersteifen werden. Dass die Verantwortlichen Bill Stewart halten wollen, ist kein Geheimnis. Verlängert haben angeblich schon Steven Rupprich und Arturs Kruminsch, während wohl Brett Jaeger die Elbestädter verlassen wird.

Von Astrid Hofmann

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