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Dresdner Eislöwen bezwingen die Pinguine aus Bremerhaven mit 5:3

Eishockey Dresdner Eislöwen bezwingen die Pinguine aus Bremerhaven mit 5:3

In einem spannenden zweiten Playoff-Viertelfinalspiel haben die Cracks von Trainer Bill Stewart einen verdienten Sieg eingefahren und sich im Rennen um den Einzug in die nächste Runde frisches Selbstvertrauen verschafft. Gegen die Norddeutschen hieß es in der Energie-Verbund-Arena am Ende 5:3. Bitter endete das Spiel aber für den Schiedsrichter.

David Rodmann (l.) attackiert den Bremerhavener Alexander Nikiforuk.

Quelle: Frank Dehlis

Dresden. Die Dresdner Eislöwen sind ganz stark ins Playoff-Viertelfinale gestartet. Schon am Freitag lieferten die Schützlinge von Bill Stewart den Fischtown Pinguins Bremerhaven einen harten Fight, mussten sich erst in der Verlängerung vor 4422 Zuschauern an der Küste mit 2:3 geschlagen geben. Gestern aber schlugen die Elbestädter vor 3022 Zuschauern in eigener Arena eiskalt zurück. Nach einem spannenden, kampfbetonten Spiel setzten sich die Eislöwen am Ende verdient mit 5:3 (0:1, 1:0, 4:2) durch und glichen damit in der Serie „best of seven“ aus.

Überschattet wurde die gestrige Partie allerdings von einem unglücklichen Zwischenfall. In der 34. Minute traf Bremerhavens Brock Hooton unabsichtlich mit einem knallharten Schuss Hauptschiedsrichter Simon Aicher aus ein paar Metern Entfernung im Gesicht. Der Schiri ging sofort zu Boden, musste vom Eis getragen und zur Untersuchung in die Uniklinik gebracht werden. Nach ersten Diagnosen zog er sich eine Gesichtsfraktur zu. Zu diesem Zeitpunkt stand es in der Partie 1:1 und die drei restlichen Unparteiischen brachten die Partie allein zu Ende.

Schon im ersten Drittel hatten sie Kai Wissmann für einen Kopfcheck hart bestraft und in der 9. Minute mit Matchstrafe vom Eis geschickt. Als sie anschließend noch zwei weitere Eislöwen in die Kühlbox beorderten, nutzten die Gäste das lange 5:3-Überzahlspiel durch ein Tor von Pawel Dronia zur 1:0-Führung. Zu Beginn des zweiten Durchgangs fanden die Stewart-Schützlinge ebenfalls in einem Powerplay die richtige Antwort – Petr Macholda hämmerte die Scheibe von der blauen Linie aus zum 1:1 (29.) ins Tor. Es ging weiter hart zur Sache, aber ein Treffer fiel in diesem Abschnitt nicht mehr.

Im Schlussdrittel kulminierte dann das Geschehen. Erst sorgte Eislöwen-Kapitän Steven Rupprich (43.) für die 2:1-Führung der Gastgeber, dann drehten Cody Lampl (49.) und Goldhelm David Stieler (50.) mit einem Doppelschlag den Spieß um. Aber Vladislav Filin, der erst am Wochenende zum „Rookie des Jahres“ in der DEL2 gekürt wurde, zeigte seine Qualitäten und glich in der 52. Minute wieder aus. Marius Garten sorgte in der 58. Minute mit dem erneuten Führungstreffer zum 4:3 für blau-weißen Freudentaumel. Als Vladislav Filin in der Schlussminute mit einem Treffer ins leere Gehäuse endgültig alles klar machte, feierten die Fans ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen.

„Wir hatten eigentlich den Sieg schon in Bremerhaven verdient, diesmal waren wir mental noch stärker“, lobte Kapitän Steven Rupprich seine Mannschaft. Pinguins Trainer Thomas Popiesch, der von vornherein eine enge Serie prophezeiht hatte, gab zu: „Wir haben über weite Strecken nicht so gestanden wie wir uns das vorgenommen hatten.“ Marius Garten meinte aber: „Es steht jetzt 1:1, das bedeutet noch gar nichts. Wir müssen jetzt mindestens einmal auswärts gewinnen. Am besten gleich am Dienstag.“

Von Astrid Hofmann

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